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Lebensmittel

Was sind eigentlich Lebensmittel? Na, das, was man zum Leben braucht: Brot, Butter, Aufschnitt, Wasser, Schampus.

Halt! Schampus? Ist der Lebenswichtig?

Nun, könnte etwas umstritten sein. Nicht eindeutig. Aber der Rest wird allgemein anerkannt, oder?

Vom 11. September 2019 in Gedanken | Kein Kommentar

Zurechtweisung ist gut!?

Ich habe eine Eigenschaft als Mensch, die ich hiermit zur Disposition stellen möchte: ich weise andere Menschen zurecht, wenn sie etwas falsch machen, wenn sie gegen rechtliche oder soziale Normen verstoßen, wenn sie anderen auf die Nerven gehen. Trotz der vielen Anlässe mache ich es äußerst selten.  Ich weiß, es ist vollkommen nutzlos, und ich mag es selber nicht so, aber ich habe ein Bedürfnis. Das Ziel ist es, die Welt ein klein wenig besser zu machen.

Zurechtweisen würde ich nur Menschen, die bei ihrem unrechtmäßigen Verhalten andere stören, behindern, ausgrenzen, verachten. Wer allein ist und keinen stört, kann machen was er will. Zu Hause in der Nase popeln und rumpupsen: kein Problem: In der U-Bahn: lieber nicht. Bei rot über die Ampel gehen, kein Problem. Bei rot über die Ampel gehen und den Verkehr behindern (oder bei anwesenden Kindern): sollte unterbunden werden. Auf einer Wiese den Hund laufen lassen: kein Problem. In der Stadt/auf dem Kinderspielplatz: sollte man sich gegen wehren. Fahrradfahrer auf dem Gehweg: kein Problem. Fahrradfahrer auf dem Gehweg, die einem mit hoher Geschwindigkeit fast über die Füße fahren: muss gemaßregelt werden. Es geht hier – wie immer im Zusammenleben – um Rücksichtnahme.

Wenn mehr Menschen bei der Zurechtweisung mitmachten (ich denke, die Menschen, die sich an Regeln halten und rücksichtsvoll sind, sind immer noch in der Mehrheit, obwohl man denken könnte, dass es die anderen sind; das kommt aufgrund des extrovertierten Verhaltens), ginge es uns, der Mehrheit, besser.

Aber hier in Berlin herrscht weitgehend Gleichgültigkeit in solchen Angelegenheiten. Und wenn jemand etwas sagt, wird er im besten Fall verständnislos angesehen, ansonsten schwer beschimpft. Auch von der Politik/Exekutive gibt es keinerlei Unterstützung. Daher rufe ich zur massenhaften Einmischung und Solidarität auf – das würde helfen!

Vom 26. August 2019 in Erfahrungen | Kein Kommentar

Problembehandlung auf berlinerisch

Ich habe bereits leicht kritische Artikel über die politische Unführung in Berlin geschrieben (die ist gemeint; es fehlt noch einer zum Schulsektor) und mich entsprechend ausgelassen. Und Ihr kotzt jetzt wahrscheinlich ab, weil Ihr das Thema nicht mehr hören könnt; ich eigentlich auch nicht mehr; und es ist auch vollkommen sinnlos darüber zu schreiben, weil es nichts nutzt; und es gibt natürlich schöneres. Fast alles ist schöner! Aus ständig aktuellem und sich wiederholendem Anlass muss ich aber doch noch mal etwas dazu loswerden, das mir in letzter Zeit aufgefallen ist.

Es ist ja mittlerweile bekannt und akzeptiert, dass in Berlin alles schief läuft, was schieflaufen kann, dass an Problemen herumgedoktert wird anstatt sie zu lösen, dass vollkommen unfähige Menschen mit hohen Ämtern bekleidet sind und ohne jegliche Erfahrung machen können, was sie wollen, dass es Bestrebungen gibt, das Rad zurückzudrehen und den Sozialismus in beiden Teilen der Stadt einzuführen. Das hat viel mit der aktuellen Stadtregierung zu tun. Ich fürchte aber, mit einer anderen wäre es nicht viel besser. Das Versagen hat Tradition in Berlin und den Bürgern scheint es egal zu sein, weil niemand jemals für sein schlimmes Handeln zur Verantwortung gezogen wird.

Aber ich möchte auch mal etwas positives hervorheben! Das ist die unglaubliche Kreativität im Umgang mit Problemen – die bewundere ich! Hier ein paar herausragende, fast historische Beispiele:

  • Straßen sind kaputt? Kein Problem, wir reduzieren einfach die Höchstgeschwindigkeit, damit es keine Klagen gibt
  • Keine Lust, den Grünstreifen zu pflegen? Kein Problem, der wird zur Wildblumenwiese erklärt und sich selbst überlassen.
  • Zuviele Luftschadstoffe durch den Autoverkehr? Kein Problem, wir setzen einfach Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Hauptstraßen um, dadurch wird weniger emittiert!
  • Autofahrer fahren immer massiver bei Rot über die Ampel? Problem erkannt; bei Problembehandlung versagt: es werden zwei bis drei neue homöopatische Blitzer für ganz Berlin aufgestellt.
  • Keine Lust, den Müll wegzuräumen? Geniale Idee: das können doch die Touristen machen!
  • Der öffentliche Nahverkehr bricht immer öfter zusammen? Wird nicht als Problem anerkannt.
  • Busspuren werden ständig zugeparkt? Soll sich die BVG selber drum kümmern.
  • Der Leiter einer Problemschule wird zu beliebt und ist auch noch erfolgreich? Den sägen wir ab – bloß keine Eliten mehr.
  • Die Schulnoten werden immer schlechter? Kein Problem, einfach die Anforderungen senken, dann stimmt’s schon wieder!
  • Es gibt zu wenige Lehrer? Kein Problem, wir senken einfach die Einstellungsanforderungen; dann kann jeder auf unsere Kinder losgelassen werden.
  • Die Mieten steigen zu stark? Bloß nicht den Wohnungsbau fördern! (mehr dazu)

Ein Beispiel für kreative Problemumgehung in Berlin. Keine Lust, den Grünstreifen zu pflegen? Wir machen eine Wildblumenwiese daraus, das Schildaufstellen kostet sicher weniger! (Seht Euch auch mal etwas genauer das Ergebnis an; gesehen: Altonaer Straße am großen Stern 26/08/19).

Also, ich habe immer gedacht, als Profi sollte man Probleme erkennen, angehen, lösen und nicht verschieben, delegieren, umgehen, verklären, ignorieren, ideologisieren, verbrämen, verdecken, schönreden.

Dies ist keine Politikerschelte. Ich bin Anhänger der repräsentativen Demokratie, aber ich wünsche mir zurecht auch etwas Professionalität, wie in anderen Bereichen. Hallo? Ihr arbeitet auch für mich; ich bezahle Euch mit! Mehr Altrusimus und weniger Ideologie. Gemeinsamkeit, statt Ausgrenzung. Berücksichtigung aller Belange.

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Vom 21. August 2019 in Politik | Kein Kommentar