Darf und soll man in den Medien schlimme oder abwertende Aussagen wiedergeben?

Das wird widersprüchlich diskutiert. Gekommen ist mir der Gedanke, als ich einen Artikel über jemanden las, der wohl schlimme rassistische Äußerungen von sich gegeben haben soll. So wurde es im Artikel bezeichnet. Aber die Äußerungen wurden nicht genannt! Der Mensch verurteilt. Als Leser soll ich das so hinnehmen. Wären die Aussagen genannt worden, hätte ich selber entscheiden können, ist das wirklich schlimm, oder nur ein dummer Spruch? Auch der Hintergrund der Person ist wichtig, der Zusammenhang, in dem etwas gesagt wurde. Alles in dem Artikel nicht berücksichtigt.

Ich verstehe, dass die Nennung schlimmer Sachen auch zu deren Verbreitung beitragen kann. Äh, stimmt das eigentlich? Also, Menschen, die das gut finden, werden vielleicht bestärkt, aber Menschen, die es nicht gut finden sind erzürnt. Es wird ja auch in allen anderen Fällen getan: Täter xxx hat eine Bank überfallen. Täter yyy hat einen Menschen geschlagen. Täter zzz hat andere betrogen. Das alles kann Nachahmer finden oder auch nicht.

Egal. Als erwachsener Nutzer und selbständiger Denker finde ich es unglaublich wichtig, zu erfahren, worum es wirklich geht. Ich fordere mehr Information!

06. Dezember 2022 // Philosophisches // Kommentar schreiben!

Dysfunktional

Ist die griechisch-lateinische Bezeichnung für eine Funktionsstörung. Also man macht etwas, und gibt sich vielleicht auch Mühe, aber es funktioniert einfach nicht. Das kann vieles betreffen; das Auto, das nicht anspringt, die Kaffeemaschine, die nur Plörre ausspuckt – oder die Stadtverwaltung, die ihre Aufgaben nicht erfüllen kann. Um letzteres geht es hier.

Nun ich muss wohl nicht groß erläutern, um welche Stadt es sich hier handelt. Jeder weiß im diesem Zusammenhang sofort, welche gemeint ist und ich habe bereits dazu etwas abgelästert. Dysfunktional klingt eigentlich zu freundlich, Versagen wäre hier ein passendes Synonym. Und die Anlässe sind so umfangreich geworden, dass ich dazu gezwungen werde, nochmal ein paar dramatische, zum Entsetzen führende Vorfälle zu dokumentieren.

Als Beweis für den Titel! Für die Nachwelt. Als Warnung für Menschen, die mit dem Gedanken spielen, hierhin zu ziehen (macht es bloß nicht!). Als Ventil für Menschen, die bereits hier wohnen, oder schlimmer – immer noch hier wohnen. Wie ich zum Beispiel. Es ist mir sehr peinlich. Fremdscham in Reinstform. Die Stadt ist eigentlich sehr schön, die Umgebung großartig, das hält mich hier, aber die Politik: ein immerwährendes Desaster. Es sind sogar auch halbkriminelle Machenschaften, die sich gegen unser Rechtssystem richten. Aber offensichtlich wird nie jemand zur Rechenschaft gezogen und jeder kann machen, was er will – ein Traumzustand für Politiker! Aber nicht für das Volk.

Ein paar Beispiele:

Wahldesaster

Die Stadt ist seit kurzem nicht mehr in der Lage, eine Wahl ordentlich abzuhalten. Man sollte das nächste Mal OSZE-Wahlbeobachter zur Kontrolle einsetzen, so wie in anderen Bananenrepubliken. Die zuständige Landeswahlleiterin ist zwar keine mehr, aber immer noch auf freiem Fuß. Der verantwortliche Innensenator – macht weiter so.
Beispielquelle: https://www.rbb24.de/politik/wahl/abgeordnetenhaus/agh-2021/beitraege/bericht-landeswahlleitung-wahlpannen-berlin-daten-auswertung.html

Populistische Straßensperrung

Es wird nicht irgendeine Straße, sondern die Friedrichstraße (Symbol des Kapitalismus, gehobene Einkaufskultur, historische Straße)  gesperrt, um Fahrräder den Vorrang zu geben. Leider werden damit nicht nur die Autos verbannt, sondern auch die Fußgänger behindert, die bei dem Chaos nicht mehr über die Straße kommen. Ein Gericht hat das Vorgehen jetzt als illegal verhindert. Und schade, dass ein Schwerpunkt der Verkehrspolitik auf ca. 500 m Straßenlänge begrenzt ist, während Fahrradwege für den größten Teil der Bürger nicht ausgebaut werden. Aber das kann man ja nicht so politisch ausschlachten.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-berliner-friedrichstrasse-giffey-fordert-zugige-offnung-fur-autos–senatorin-jarasch-kontert-8794282.html

Kein Dienst am Bürger

Jeder Bewohner muss mal ins Bürgeramt, den Personalausweis verlängern, eine Ummeldung vornehmen, den neuen Führerschein beantragen. Oder ins Sozialamt. Das sind klassische Aufgaben der Stadtverwaltung, schon immer. Aber seit vielen Jahren kaum mehr möglich. Eine große Neuerung ist, dass man Online einen Termin buchen kann. Nur leider gibt es keine. Oder in drei Monaten. Jetzt ist es soweit gekommen, dass manche Ämter ganz schließen müssen, weil sie überlastet sind oder sich mit der kommenden Wahl beschäftigen müssen. Pech für den Bürger. Ärgerlich für den Steuerzahler.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/nur-drei-monate-zur-vorbereitung-immer-mehr-berliner-burgeramter-schliessen-wegen-wiederholungswahl-8902489.html

Keine Verkehrsüberwachung

Jeder, der in Berlin am öffentlichen Verkehr teilnimmt, egal, ob Fußgänger, Fahrradfahrer, Autofahrer, kann beobachten, wie bestehende Regeln immer weniger beachtet werden. Weil es kein Schwein kontrolliert. Auch hier kann jeder machen, was er will. Die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ist so gering, dass sich die Gesetzesübertretung lohnt, weil man Zeit und/oder Geld spart. Obwohl der Senat alles daran setzt, Autofahrer zu ärgern, werden diese nie kontrolliert oder zur Rechenschaft gezogen. Das verstehe ich nicht. Es würde sogar viel Geld einbringen.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-entgehen-12-millionen-euro-20000-raser-bussgelder-verjahren–weil-polizei-die-fristen-nicht-einhalt-8898856.html

Falsche Hilfe

Im Rahmen der Corona-Epidemie ging es vielen schlechter als vorher und Unternehmen litten unter den Umsatzeinbußen. Um den Niedergang der Wirtschaft aufzuhalten, wurden schnell und unbürokratisch Coronahilfen verteilt. Was ja eigentlich gut ist. Aber ohne Kontrolle der Bedürftigkeit. Wir habens ja. Ist ja nicht unser Geld. Es ist vollkommen unverständlich, wie hier Milliarden ohne Kontrolle verpulvert und natürlich systematisch mißbraucht wurden, während der Hartz IV-Empfänger jeden Euro nachweisen muss.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/tausende-falle-von-betrug-sieben-milliarden-euro-fur-corona-hilfen-in-berlin-8903698.html

Einflußnahme auf die Justiz

Die amtierende Justizsenatorin und die Sozialsenatorin richten ein Schreiben an die Justiz, sie möge in Mietrechtsfragen milde urteilen und auf Zwangsräumungen verzichten. Eine unerträgliche politische Einflussnahme der Politik auf die Justiz. Es gibt im demokratischen Deutschland einen guten Grund für die Gewaltenteilung. Und die Einflussnahme auf die Rechtsprechung ist eher ein Zeichen von Diktaturen. Ach so, die Beteiligten sind ja Mitglied der Linken, einer Nachfolgepartei der DDR-SED. Alles klar.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/unzulassige-politische-einflussnahme-berliner-justiz-emport-uber-linke-senatorin-kreck-8761405.html

Illegaler Mietenpopulismus

Das ist das größte Thema, weil es das wichtigste ist und alle betrifft. Ich denke, es sollte ein Grundrecht auf Wohnung geben. Und der Staat sollte dafür sorgen, dass jeder eine Wohnung bekommen kann. Dafür muss es natürlich ausreichend Wohnungen geben. Aber der aktuelle Senat weigert sich standhaft, neue Wohnungen zu bauen. Stattdessen werden ständig populistische Maßnahmen vorgesehen, um den Mietern, die schon eine Wohnung haben, das Leben zu erleichtern. Dabei ist es egal, ob man reich oder arm ist. Leider oder Gottseidank waren bisher alle ideologischen Versuche illegal und wurden von unserer noch funktionierenden Jurisdiktion verboten. Mietendeckel. Vorkaufsrecht. Mietpreisbremse.
Beispielquelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/zwingender-bestandteil-fehlte-gerichtsurteil-stellt-berlins-mietpreisbremse-in-frage-8898037.html

Und das Thema Schulkatastrophe spreche ich gar nicht erst an. Das wäre mir zu einfach. Nur dieses Thema hätte für diesen Schmähartikel bereits ausgereicht.

Liste vollkommen unvollständig. Das artet hier in Arbeit aus. Ich überlege, nach Tübingen zu ziehen. Von dessen Bürgermeister stammt übrigens das Wort in diesem Zusammenhang.

24. November 2022 // Det/Dit is Berlin // 2 Kommentare

Frauen

Ach ja – Frauen [seufz]. Sind durchaus als zwiespältig anzusehen! Mal erfreuen sie einen, mal nerven sie. So wie Männer auch. Wie soll ich anfangen. Ich habe ja den Anspruch, umfassend und nachhaltig zu schreiben. Vielleicht mit einer Definition: Ich wundere mich heutzutage noch manchmal darüber, dass manche Menschen vorne auf dem Oberkörper so zwei Auswölbungen haben. Es irritiert mich. Aber attraktiert mich auch manchmal. Diese Menschen nennt man Frauen. Zumindest war das früher so (früher war mehr Lametta).

Was weiß man so über diese Spezies? Nun, sie können nicht gut einparken! Und sie machen alles nur kompliziert. Dafür können sie gut Multitasking und haben so schräge Fähigkeiten, wie „emotionale Intelligenz“. Frauen sind radikal, das mag ich – manchmal. Frauen sind das schwache Geschlecht. Äh, nein, definitiv nicht. Das mag physikalisch oft stimmen. Aber Frauen üben ihre Macht auf eine psychische und für Männer nicht nachvollziehbare, und daher erfolgreiche Art aus. Das wurde bisher nicht ausreichend erkannt und untersucht!

Und sie sind leider ziemlich irrational. Alles in allem Eigenschaften, die das Zusammenleben mit Männern, die eher einfach gestrickt sind, schwierig bis unmöglich machen. Trotzdem ist die Kombination sehr verbreitet. Es scheint da ziemlich geheimnisvolle, nicht erklärbare aber erfolgreiche Bindungen zu geben.

20. November 2022 // Gedanken // 3 Kommentare

Gefühle sind die neue Wahrheit

Leider! Es gab mal eine Zeit, in der wurden Tatsachen als Wahrheit anerkannt, was ja durchaus sinnvoll ist (die Aufklärung? 18. Jahrhundert?) Das ist schon etwas länger her. Aber auch in meinem Leben war es die meiste Zeit so, dass rationale Erkenntnisse erfolgreich waren und sich durchsetzten. Das nennt man Vernunft. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Das postfaktische Zeitalter ist ausgebrochen.  Wenn heutzutage jemand auch nur etwas fühlt, wird es bereits als Wahrheit angesehen.

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08. September 2022 // Philosophisches // Kommentar schreiben!

// neuer deutscher post-punk

Musikalisch – und sonst – bin ich ja geprägt von den Achtziger-Jahren. Es ist die beste und wichtigste Zeit der Popgeschichte! Noch vor den Siebzigern. Ein Ewiggestriger? Nein, ich sehe, dass es auch sehr gute neue Musik gibt. Hauptsache, sie klingt, wie Achtziger!

Post-Punk zum Beispiel. Bezeichnete angeblich früher schon Musik, die nach der Zeit des Punk, also, den frühen Achtzigern (?) kam. Für mich war das immer New Wave; niemand hat damals von Post-Punk geredet. Egal. Es gibt auch aktuelle Musik, die als Post-Punk bezeichnet wird und wunderbar wie damals klingt. Der Begriff ist aber sehr unscharf, das half mir dabei, diese tolle Liste mit herausragender Musik zusammenzustellen.

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17. August 2022 // Musikalisches // 2 Kommentare

Kulturelle Aneignung

Ein neues Modewort mit Aufregercharakter. Von denen gibt es viele und ich möchte sie mal gesammelt darstellen, um den absurden Stand der öffentlichen Diskussion zu dokumentieren. Hier aber erstmal ein paar Gedanken zur „Cultural Appropriation“, wie es auf englisch heißt und das wie die meisten dieser pseudowissenschaftlichen und dogmatischen Verhalten-Modewörter aus den USA kommt. Die haben für jegliches angebliche Fehlverhalten einen Begriff, der Menschen zugewiesen wird, diese in eine Schublade steckt und sie pathologisiert.

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