Musikalisches // Seite 1

Verschiedenes, das mit Musik zu tun hat.

Radikalmusik

Neben der extremen Linksmusik gibt es ja auch den fundamentalen Rechtsrock. Eine etwas unpopuläre Musikrichtung, aber auch mit speziellem Gedankengut. Es hat mich interessiert, mal genauer nachzugucken, was die so machen. Man sollte sich immer aus erster Hand informieren! Es gibt wenige Quellen. Die Suchaggregate spucken vor allem Ergebnisse aus, in denen es GEGEN Rechtsrock geht. Das hat Tradition. Die eigentliche Musik ist kaum zu finden. Da mich das aber als quartoprofessioneller Musikwissenschaftler interessiert, habe den Begriff dann mal in das Suchfeld eines bekannten Musikströmungsdienstleisters eingegeben und die erste Abspielliste mit diesem Namen aufgerufen.  // weiterlesen! 

06. September 2021 // Musikalisches // Kommentar schreiben!

Schwermetall für Akademiker

Ich erwähne den Namen hier ungerne, da er Suchaggregate auf die falsche Fährte locken könnte und ich nicht unbedingt im Zusammenhang mit dieser Grippe, äh Gruppe, gebracht werden möchte. Da ich sie eigentlich furchtbar finden müsste. Die Musik ist schlecht, das Auftreten nur auf billige Effekte ausgerichtet, die Texte möchtegern tiefgründig und klischeehaft. Trashmusik! Der provozierende, pathetische und leicht faschistische Auftritt ist außerdem schwer von Laibach abgeguckt, die das aber schonmal besser gemacht haben. Aber die sind nicht rechts, die wollen nur spielen!  // weiterlesen! 

Meine Musiklisten

Ich werde langsam etwas müde, auf alle meine Abspiellisten bei einem bekannten Strömungsdienstleister mit S. mit einem eigenen Beitrag hinzuweisen und ausführlich darauf einzugehen, da sowieso kaum jemand reinhört oder -liest und es entsprechend einfach zuviel Arbeit ist und es mir dann auch gar nicht so wichtig ist, da ich selbst weiß, was ich an den Listen habe.  // weiterlesen! 

20. Juli 2021 // Musikalisches // Kommentar schreiben!

gorgs // deutschpop schön und schräg

Eigentlich geht es hier ja vorrangig um Sprache, aber in letzter Zeit immer mehr und gerne auch um Musik! Vielleicht muss ich dieses Tagebuch bald mal in lustmusik umbenennen? Aber man darf auch beides machen. Und während ich mich bereits ausführlich mit der deutschen Sprache befasst habe, kann ich auch mal wieder etwas zur Musik loswerden.

Kenner wissen bereits, dass der Titel auf eine Abspielliste hinweist, die bei einem Strömungsdientsleister mit S. erstellt wurde und von allen abrufbar ist. Das hier ist „Meine spezielle Auswahl an sehr guter, ungewöhnlicher und weitgehend unbekannter deutscher Popmusik. “ (Natürlich nur was mir auch gefällt; es gibt noch haufenweise gute Musik, die mir aber nicht gefällt ;)

In vielen Jahrzehnten professionellen Musikhörens habe ich deutsche Künstler bisher zu wenig beachtet. Die wichtigsten Phasen – Krautrock und Deutsche Welle – natürlich nicht (sehr nicht nicht beachtet)! Die deutschen Achtziger habe ich in der Liste // deutsche welle unbekannt dokumentiert. Im Vergleich merkt man erst, wie viel besser die Musik der Achtziger im Vergleich zu heute war. Eine Liste zum Krautrock ist in der Planung.  Es gibt aber auch viel hörenswertes aus halbwegs aktueller Zeit und dieses Portal hilft mir dabei, das ergiebig zu erkunden und zu dokumentieren.

Deutsche Popmusik hatte ich auch immer etwas vernachlässigt, weil sie musikalisch nicht so interessant war, und selten die tolle Leichtigkeit und Verspieltheit britischer Popmusik  erreichte, das hat sich mittlerweile erheblich verbessert, teilweise internationales Niveau, aber viel schlimmer waren und sind nach wie vor deutsche Texte, die im anglophilen ja anerkennend als Lyrics bezeichnet werden. Die sind manchmal einfach sehr platt, nicht poetisch, passen nicht zur Musik, nicht im Rhythmus und oft verkrampft, bürokratisch und möchtegern-lustig. Ein Ausschlusskriterium. Dennoch habe ich durch weitreichende Recherchen eine ansehnliche Sammlung (unter 100 Titeln mache ich es nicht) sehr guter und höhrenswerter Musik der letzten Jahrzehnte zusammenstellen können, die überwiegend nicht bekannt sind und gerne mal etwas ungewöhnlich sind. Das kann man gut nebenbei hören und es macht Spaß! Und ich möchte auch dabei helfen, diese Musik etwas bekannter machen, da es in Deutschland ja nicht so eine imperialistische Marketingmaschinerie wie in den USA gibt, um anderen Ländern ihre Kultur aufzuzwingen und weil deutsches im Radio viel zu selten zu hören ist.

Eine echte Entdeckung ist Sofia Portanet, von der ich so begeistert bin, dass ich einen eigenen Artikel dazu schreiben wollte. Das wird mir aber gerade zuviel Arbeit, daher erstmal hier: Musik im Klang der Achtziger mit einer wunderbaren und exprimentierfreudigen Stimme. Wenn sie xxx macht (das klingt so, als wenn man mit beiden Fingern die Haut an der Gurgel anfasst und hin schnell und herbewegt, dabei die Gurgel berührt; ich kenne den Fachbegriff nicht (Tremolo? Vibrato?), aber sie macht es natürlich ohne Manipulation) schmelze ich dahin. Musik etwas ähnlich, wie meine Lieblingin Siouxsie, Stimme wie xxx (Name fällt mir gerade nicht ein, wird nachgeliefert. Lene Lovich? Ari Up? Egal.) Und dann noch mit Texten von Heine. Und eine starke Musik! Und eine charmante Frau. Ich glaube, ich habe sie letztens am Winterfeldmarkt vorbeilaufen sehen, und wir haben uns lange ca. 1,2 Sekunden  nachgeguckt. Ich habe mich aber nicht getraut, zu fragen, ob ihre Initialen S.P. wären. Das hätte mir gereicht, um ihr meine Begeisterung mitzuteilen. Wenn Du das wirklich warst, melde dich mal! Habe mich ein wenig in Dich verknallt …

Sofia P. geht mit Heine als Wanderratte akustisch auf die Reise. Ein wunderbarer Auftritt! Vielleicht etwas illegal, aber ich mach‘ ja hier Werbung, wenn’s Probleme gibt, bitte melden! Und schade, dass Ansage und Absage nicht auf deutsch sind.

Die Liste umfasst sehr unterschiedliche Musik, aber aufgrund des Popfaktors meistens kompatibel und hörbar.

Und das sind meine Lieblinge, mindestens zwei Stücke, alphabetisch: Blond,  Charlotte Brandi, The Düsseldorf Düsterboys, Erregung Öffentlicher Erregung, New Days Delay, Rolf Blumig, Sofia Portanet.

Ich nenne mal auch ein paar ungewöhnliche Namen, die mir aufgefallen sind, unabhängig von der Qualität der Musik: Acht Eimer Hühnerherzen, Die Goldenen Zitronen, Die Wilde Jagd, Greta Schloch, Mühlheim Asozial, Pisse, Schnipo Schranke.

Aber alles gut!

Hier der Link https://open.spotify.com/playlist/
5pKkailmTuXEsbNyOuuKLH?si=200196e6a03f453c

Und hier eine Auswahl:

 

Deutsche Welle Unbekannt

Das hier ist ja eigentlich ein Tagebuch mit Liebe zur Sprache, aber ehrlich gesagt ist mir die Musik eigentlich ein kleines etwas wichtiger; ohne sie könnte ich tatsächlich nicht überleben (sorry an PJ)! Anders formuliert: Sprache ist mein Steckenpferd, damit befasse ich mich gerne, aus Spaß, nach der Arbeit, am Feierabend, nebenbei. Musik hören ist dagegen eher mein Zweitberuf! Ich mache das professionell und bin sehr vielseitig. Lange Jahre war für mich die Musik aus den Achtzigern die einzig wichtige. Aber ein bekanntes Strömungsportal mit S. hat mir auch unglaublich viele sehr gute Musik aus der Zeit danach und aktuell beschert und meinen Horizont erweitert. Das wird von Zeit zu Zeit auch dokumentiert, zum Beispiel unter gorgs // gutes oder gorgs // deutschpop schön und schräg

Dennoch, die Achtziger waren prägend: mehr schräges, experimentelles, psychedelisches, politisches, saxophonisches, unkorrektes, deprimierendes, rohes, kreatives, nicht medienoptimiertes, autotuneloses, künstlerisches, welliges, dilettantisches, sympathisch unprofessionelles (aber oft auch unsympathisch unprofessionelles), punkiges, anarchisches, originelles; und vor allem mehr Charme!

Jeder konnte auf einmal Musik machen, und damit Erfolg haben, das war neu und wurde ausgiebig praktiziert und ist sehr interessant. Eine Demokratisierung der Musik, die aber teilweise auch zu ihrem Tod geführt hat. Man findet die Einflüsse dieser Musik heute noch in gefühlt 50% aller Musik. Ich plane noch eine Liste mit dem Namen „klingt wie achtziger“ (erledigt!). Das kann gut sein, aber nicht so einzigartig – es fehlt der historische Kontext der wilden Achtziger. Das Flair! (oder der Flair, le Flair? Das möchte ich bei Gelegenheit mal näher ausführen.) Egal. Wenn ich mich entscheiden müsste, nur noch aus einem bestimmten Jahrzehnt Musik hören zu dürfen, würde ich mich gerne und gefügig auf dieses einschränken und wäre trotzdem glücklich.

Es sind vor allem die Tommies, die damals unglaublich vieles und gutes hervorgebracht haben. Hierzu kann ich keine Liste erstellen, viel zu umfangreich und aufwendig! Aber auch die Krauts waren nicht schlecht – das wird unterschätzt, auch weil die nicht so ein wahnsinniges Marketing hatten und wie immer im eigenen Land nicht so wichtig genommen wurden. Ich sehe die Achtziger als zweite wichtigste Periode für deutsche Popmusik aller Zeiten, nach den Siebzigern mit dem sehr erfolgreichen und anerkannten Krautrock.

Dies möchte ich daher (auch für  mich) dokumentieren und ein wenig fördern und habe eine Liste mit unglaublich guten, weitgehend unbekannten definitiv deutschen Stücken (inkl. ein paar Ösis und Ricolas) – strikt nur aus den Achtzigern – zusammengestellt und bei dem genannten Musikportal veröffentlicht.

Vieles davon habe ich damals in den Sendungen von John Peel gehört, manches, aber auch erst jetzt entdeckt. Dabei sind Stücke, die dauern nur 37 Sekunden.

Hier mal ein paar Namen zum Anreiz und als Futter für die Suchaggregate, mit extrem subjektiven Kommentaren:

1. Futurologischer Kongress (akademisch und schräg), 39 Clocks (klingt wie Velvet Underground und ist gut), AG Geige (die einzige Ossi-Kapelle, erst kürzlich entdeckt), Abwärts (Helden), Bärchen und die Milchbubis (poppig und punkig), Carambolage (neu entdeckt, sehr hörenswert), Christiane F. (die hat auch Musik gemacht), Conrad Schnitzler (ein Klassiker der elektronischen Musik), DAF (Deutsch-Amerikanische-Freundschaft; Helden; haben auch bisher unbekannte tolle Sachen gemacht), Der Moderne Man (wunderbar punkwavig und supergut), Die Krupps (bekannt und musste mit rein), F.S.K. (schräge Deutsche Welle, musikalisch und eingängig), Geisterfahrer (schräg-punkiger Untergrund mit Mathias Schuster), Hans-A-Plast (bekannter, aber unterschätzter Frauenpunk; Feminismus zum Mitgröhlen), Kleenex/Liliput (wunderbarer Teenie-Mädels-Wave), Malaria! (bekannt, auch international erfolgreich, wunderbar psychedelisch), Mathias Schuster (eine tolle Elektronik-Neuentdeckung), Mittagspause (ja, mit Peter Hein, später bei Fehlfarben) , Mythen in Tüten (wunderbare Popstücke mit viel Saxophon), Notorische Reflexe (eine Künstlergruppe, die nebenbei auch Musik machte und mich damals schon sehr beeindruckt hat),  Östro 430 (Frauenwavepunk mit toller Hauptdarstellerin; Video ansehen! Starkes Saxophon, ohne Gitarre, das ist bemerkenswert.), Phillip Boa and the Voodooclub (professionell und international), Pyrolator (herausragende und originelle Elektronik, vollkommen unterschätzt!), Silvia (wunderbarer wavepop, vollkommen unbekannt, wohl mit dem genialen Tommi Stumpff; die später schlimme Schlagermusik gemacht hat?), S.Y.P.H. (sehr psychedelisch und gut), X Mal Deutschland (ja bekannt und Helden, mussten aber mit rein)  und noch mehr.

Ist das nicht Bettina Köster, zumindest, die halbe (und 1/2 Gudrun Gut?), die ziemlich androgyne, Sängerin und gelegentliche Saxophonikerin von Malaria!? Vorher Mania D. Ein tolles Bild und eine Frau mit einer tollen Stimme! Die ist heute noch aktiv, zum Beispiel bei radioeins und spielt zwar furchtbare Musik, hat aber mittlerweile ein vollkommen unglaubliches, dunkles Timbre bekommen, das mich zuerst an einen Übertragungsfehler glauben ließ. Die Staatsanwältin im Münster-Tatort ist nichts dagegen! Siehe unten. (Foto: https://de-de.facebook.com/bettinakoster/)

Es gehört nicht ganz hierher, aber ich möchte hier gerne mal die aktuelle unglaubliche Stimme der Frau Köster dokumentieren, da sie einzigartig ist. Ich hoffe, ich breche hiermit keine Urheberrechte und bitte um Nachsicht/Nachricht, falls doch.

Dokumentation des aktuellen Stimmorgans von Bettina Köster in Radio1 vom 19.01.2021, aber wohl auch technisch etwas nachgeholfen …

Es haben sich auch ein paar bekannte Gruppen eingeschlichen, aber dann eher mit unbekannten Stücken. Das war mir wichtig, wie im Titel angedeutet. Es gibt natürlich auch sehr viele bekannte tolle Sachen, HELDEN, sehr erfolgreich, die sind hier nicht berücksichtigt, da ja schon bekannt. Und: die Musikauswahl war leider recht beschränkt, da nur ein kleiner Teil bei diesem Portal verfügbar war. Es fehlen zum Beispiel Kapellen, wie PVC, Die Tödliche Doris, Neonbabies.

Zu finden unter
https://open.spotify.com/playlist/1BmOoEAdcNDmpc2fpwl2Vo

Hier der Link für das Programm:
spotify:playlist:1BmOoEAdcNDmpc2fpwl2Vo

Oder nur teilweise hier:

gorgs // gutes

Ich habe ja bereits verschiedene Listen veröffentlicht, aber hier konzentriere ich mich auf die etwas ruhigere, nette, unbekannte, nur leicht außergewöhnliche und etwas schräge Musik aus aktueller Zeit. Das sind alles Sachen, die ich bisher nicht kannte und erst bei diesem Strömungsdienstleister entdeckt habe. Je mehr ich hörte, desto passendere Vorschläge und Inspirationen lieferte mir dieser. Ein Teufelskreis an immer Neuem. Und viel Arbeit. Ich muss mittlerweile aus einem Fundus von vielen zigmillionen Titeln im oberen achtstelligen Bereich auswählen.

Egal. Daraus ist eine Sammlung entstanden, die ich selber immer wieder gerne höre. Überwiegend ruhiges, schönes, leicht schräges, gerne psychedelisches, sehr musikalisches, unglaublich gutes und allgemein weitgehend unbekanntes aus den Nach-Achtzigern.Hier ein paar Namen: Anika, Beak>, Chelsea Wolfe, Deerhunter, Jonathan Bree, Laura Marling, Saint Etienne, Timber Timbre, Warpaint.

Anika. Eine meiner Neuentdeckungen. Foto: last.fm

Das entspricht nur einem klitzekleinen Teilbereich meiner Musikliebhaberei und meiner Vorlieben, ist aber auch von Bedeutung. Es gibt ja drei wichtige Phasen der Popmusik: die Siebziger, die Achtziger und alles danach. Dies sind die Perlen aus danach. Die anderen sind noch in Arbeit.

Ich empfehle ja gerne den Zufalls-Abspielmodus bei meinen Listen und möchte das sogar gerne verbindlich einführen; und wer diese Möglichkeit und die ganze Liste haben möchte, klickt auf diese Verknüpfung.

03. Februar 2021 // Musikalisches // Kommentar schreiben!