Internetz // Seite 1

Das hat alles irgendwie mit dem Wehwehweh zu tun.

#niedermitdensome

Ich bin ja ein erklärter Gegner der sogenannten Sozialen Medien. Sie produzieren hauptsächlich Müll, verbrauchen Strom, hindern Menschen daran, etwas hilfreiches zu tun, nutzen nur den Großkonzernen, zerstören unsere schöne Demokratie  und machen alle Menschen zu schlimmen Narzissten. Darauf könnte und müsste ich noch ausführlicher eingehen, aber es wäre mir zu aufwendig. Und ich nutze sie nie, daher kann ich meine Behauptungen leider nicht so ganz belegen.

  // weiterlesen! 

19. Februar 2022 // Internetz // Kommentar schreiben!

Eine kleine Medienkritik

Und ich meine damit seriöse Medien, auf keinen Fall diese neumodischen asozialen Medien. Zu denen könnte ich noch über viele Seiten einen wunderbaren Verriß schreiben, aber ich weiß nicht, ob sie es würdig sind und ich die Zeit dafür opfern möchte. Ich beziehe mich hier vor allem auf die Digitalversion meiner wichtigsten klassischen Medien im Netz. Und auch die kann man kritisieren.  // weiterlesen! 

07. Februar 2022 // Internetz, Rezensionen // Kommentar schreiben!

Neulich musste ich mich im Netz nackt ausziehen, unterwerfen, versklaven, erniedrigen lassen.

Dabei gab es nur den Wunsch, eine Ferienwohnung für ein paar Tage anzumieten. Mit der Familie. Einen Geburtstag feiern und dabei ein paar Tage ausspannen. Dazu kann man die schönsten Angebote im Netz finden; es gibt Anbieter, die Angebot und Nachfrage vermitteln. In diesem Fall ein US-amerikanischer Großkotzkonzern mit A. Ihr werdet gleich erfahren, warum diese Information wichtig ist.

Freistehende Villa mit Garten und Grünblick – klang sehr gut. Etwas stutzig wurden wir bei den Nutzerkommentaren: Es gab genau zwei davon, die beide darauf hinwiesen, dass die Buchung durch den Gastgeber gekündigt wurde. Das habe ich nicht verstanden. Sind Gastgeber nicht froh, wenn man Ihnen Geld gibt? Oder haben die vielleicht jemanden gefunden, der mehr Geld gibt? Egal, das Angebot klang verlockend und wir wollten das buchen.

Halt! Buchen geht natürlich nicht einfach so. Man muss sich erst als Nutzer registrieren. Kein Problem, einfach Namen und Adresse eingeben und dann buchen. Nee, die altmodische Adresse möchten die gar nicht wissen, stattdessen werden Geburtstag, Telefonnummer, E-Mail abgefragt. Nur personenbezogene Daten sind wertvoll! Na gut das kann ja zur Kommunikation wichtig sein. Die letzten beiden Informationen müssen aber verifiziert werden – es wird kontrolliert, ob man nicht gelogen hat.

Man bekommt eine E-Mail, die man bestätigen muss. Dann bekommt man noch einen Anruf mit einer Nummer, die man bestätigen muss. Alles gut, jetzt aber! Nein. Bitte verifizieren Sie sich über ein offizielles Dokument. Führerschein, Pass, Personalausweis. Hallo!? Ich möchte mich nicht beim BND bewerben, sondern eine Unterkunft buchen! Dazu muss man das Dokument in die Kamera halten, die ein Foto davon macht und es an den Anbieter weiterleitet. Na, da nehme ich doch meinen Führerschein. Ein alter grauer Lappen aus den Siebzigern ;-) Der wurde natürlich nicht akzeptiert. Da gibt es wohl Menschen, die die Dokumente prüfen. Mit dem grauen Lappen konnten die natürlich nichts anfangen. Das war der Moment, an dem ich aufgeben wollte. Aber nicht mehr konnte. Ich nahm meinen wertvollen Personalausweis und hielt ihn in die Kamera.

Das wurde schließlich akzeptiert. Alles gut? Nein! Um das Bewerbungsverfahren abzuschließen, machen Sie jetzt bitte ein Foto von Ihrem Penis. Danke; und jetzt bitte auch im eregierten Zustand, damit wir die Echtheit verifizieren können. Jawoll! [Hackenzusammenschlag] Heil Dir Vermittlungsunternehmen A!

Das letzte habe ich jetzt – ehrlich gesagt – erfunden, aber ich hatte es wohl mit einem faschistischen Datensammlungsunternehmen zu tun, das offensichtlich machen darf, was es will. Das Hauptziel ist es, personenebezogene Daten abzugreifen. Diese werden dann mit größtmöglichem Gewinn an andere verkauft, verknüpft und gegen einen verwendet. Die Funktion als Vermittlungsagentur ist nur Tarnung.

Jedenfalls war ich jetzt in der Lage, die gewünschte Unterkunft zu buchen. Buchen? Nein! ich darf eine Buchungsanfrage stellen. Ich soll mich bewerben! Haben die sie noch alle? Die Anfrage wurde natürlich abschlägig beurteilt. Das Objekt wäre für die nächsten 8 Monate bereits ausgebucht. Kann man das nicht vorher schon klären? Ja, aber dann kommen die nicht an die Daten.

Nach deutschem Recht ist es immerhin möglich, persönliche gespeicherte Daten auch wieder löschen zu lassen. Natürlich wird einem das so schwer wie möglich gemacht. Als Antwort auf meinen Antrag kam eine E-Mail: Bitte beantragen Sie das nochmal und senden uns zur Verifizierung Ihren Personalausweis (und das Penisfoto). OK, erster Teil erledigt. Dann kam die zweite E-Mail. Wir haben Ihr Anliegen geprüft; wenn Sie nichts mehr von uns hören, ist wohl alles erledigt. Nein, ich möchte eine Bestätigung der Löschung! Dazu habe ich dann nie mehr etwas gehört. Und das Gefühl, dass da draußen im Netz vielleicht noch irgendwo mein Perso rumgeistert verunsichert mich.

 

Digitalangriff

Diese Seite ist – wie wohl alle Seiten – Ziel böser Angriffe. Von Menschen, die sie zerstören wollen, schädigen wollen, Daten abgreifen wollen, das System infizieren und als Multiplikator für schlimme Programme nutzen wollen, Schundnachrichten über das System verschicken wollen. Ich nehme das bisher nicht persönlich und es geht wohl auch nicht speziell um diese Seite, aber es stört ein wenig.

Diese Unterwelt-Menschen machen das nicht selbst; sie setzen etwas bequem Programme ein, die sich durch das Netz hangeln und es überall mal versuchen. Dann brauchen sie nur noch abzuwarten, sich auf dem Sofa fläzen, die Zeit totschlagen, ein, zwei Bier trinken – und wenn das Programm einen Treffer meldet, entsprechend handeln.

Zum Glück gibt es aber auch Gegenprogramme, die die Tricks der Angreifer kennen, die diese Versuche abwehren und unschädlich machen. So etwas setze ich hier auch ein. Einmal installiert, braucht man sich nicht mehr darum zu kümmern. Es zählt auch die Angriffsversuche und ordnet sie grob in drei Kategorien ein, je nach Gefährlichhkeit des Angriffs: kritisch, hoch, mittel. Das Ereignis und der Ansatzpunkt werden gespeichert, so dass man erkennen kann, wann und was die Schadprogramme so versucht haben.

Abgewehrte Angriffe auf Lustwort im Februar 2020

Im Februar (ein kurzer Monat) gab es hier 822 geblockte Angriffe, davon 32% kritisch, 16% hoch, 52% mittel. Das ist ganz schön viel. Dagegen gab es nur 65 echte Besuche.

Im Grunde genommen sind die Schadprogramme wohl meine häufigsten und zuverlässigsten Nutzer. Und ich freue mich etwas über die Aufmerksamkeit. Schade nur, dass sie nicht auch die tollen Texte lesen und verstehen.

19. März 2020 // Internetz // Kommentar schreiben!

WordPress ist auch eine Schundschleuder

Die Kommentarfunktion wird gerne von Robotern benutzt, um Werbung zu machen. Man soll günstig Medikamente kaufen, oder jemanden helfen, 35 Millionen Dollar außer Landes zu schaffen und dabei ordentlich mitverdienen (aber erstmal Geld dafür überweisen), natürlich gibt es auch geschlechtlich orientierte Angebote – oder einfach nur Werbung, um sein Bad günstig renovieren zu lassen.

Gut, dass es Zusatzprogramme gibt, die diesen Schund herausfiltern und markieren. Außerdem sollte man Kommentare natürlich nicht automatisch veröffentlichen lassen, sondern erst prüfen. Man kann als Administrator entscheiden, ob der Kommentar veröffentlicht wird, oder nicht.

WordPress – Schundschleuder

Im Zeitraum vom 19.01.20 bis 28.01.20, also keine 10 Tage, gab es hier 132 Kommentare. Davon 100% Werbung. Gut, dass es die Mehrfachfunktion gibt: alle Kommentare markiern und löschen. Leider muss man vorher doch nochmal durchgucken, ob sich nicht doch noch ein echter Kommentar dazwischen befindet. Und schade, dass es keinen gab.

28. Januar 2020 // Internetz // Kommentar schreiben!

Versandhändler lügen (und alle anderen auch)

Nun, es ist ja mittlerweile bekannt, dass Rezensionen bei Händlern im Netz gekauft, geschönt, gelogen, übertrieben, gefälscht, computergeneriert, manipuliert sind. Das heißt: sie sind vollkommen irrelevant. Dennoch sehe ich mir eigentlich gerne Rezensionen an (übrigens eines der beliebtesten Rechtschreibfehler im Netz ist „Rezessionen“ LINK), nehme diese aber nicht mehr ernst. Wenn mich ein Artikel interessiert, konzentriere ich mich vor allem auf die negativen Rezensionen und überlege, ob die beschriebenen Nachteile für mich relevant sind.

Neu entdeckt habe ich jetzt die zusätzliche Manipulation der Anbieter, in diesem Fall ein Versandhändler mit A. Ein Beispiel ist die Beurteilung eines Monitors, der extrem gut sein soll und entsprechend viel kostet: 2.154,00 €! Dazu gab es drei Rezensionen: zweimal einen Stern (die geringstmögliche Beurteilung) und einmal fünf Sterne (die höchstmögliche Beurteilung). Abgesehen davon, dass diese extrem unterschiedlichen Bewertungen möglich sind, hat der Algorithmus des Versandhändlers daraus ein zweifelhaftes und geschöntes Fazit gezogen: 2,7 Sterne.

Rein rechnerisch müsste das Gesamturteil heißen: 2,3 Sterne. Ich verstehe, dass der Algorithmus dahinter auch die Glaubwürdigkeit der beurteilenden Nutzer berücksichtigt. Aber die meisten fanden die Rezension mit einem Stern hilfreich! Daher müssten die rechnerisch korrekten 2,3 Sterne nochmal erheblich verringert und nicht erhöht werden. Auch Prozentualrechnung kann er nicht: Einmal 5 Sterne werden mit 43% angerechnet, zweimal ein Stern nur mit 57%. Korrekt wäre 33% zu 66%. Das passiert nicht. Es wird geschönt. Der Konzern will verkaufen. Und dafür lügt er.

Und hier der Beweis: amazonluege.

05. November 2019 // Internetz // Kommentar schreiben!