Kaffe

In Berlin heißt der Kaffee „Kaffe“. Immerhin sind die Zeiten vorbei, in denen man im Tiergarten draußen sitzend immer ein ganzes Kännchen Filterkaffee bestellen musste (Weil die Bedienung weiter laufen musste? Geldschneiderei? Weil die zusätzlichen Stühle so teuer waren?). Egal: Heute gibt es an jeder Ecke Cappucino und alle haben auch eine echt italienische Espressomaschine, die tatsächlich erforderlich ist, um guten Cappucino zu machen.

Aber es ist noch etwas anderes erforderlich: gute Bohnen, etwas Gefühl und vor allem: die richtige Dosierung! Der Cappucino wird immer milchiger! Das liegt zum Einen daran, dass die Tassen immer größer werden und zum Anderen wohl daran, dass an den teuren Bohnen gespart wird. Wir weisen die Einschenker mittlerweile immer darauf hin, bitte nicht so viel Milch in die Tasse zu kippen. Es ist ein Phänomen: die meisten ignorieren das, weil sie es nicht verstehen! Man muss schon genau zusehen und laut STOP! rufen, um ansehnliche/trinkbare Ergebnisse zu erzielen.

Kaffee mit zwei e – genauer gesagt: ein klassischer Cappucino

Eine weitere unsinnige Entwicklung ist die Vielfalt, die mittlerweile angeboten wird. Man kann nicht mehr einfach in ein Café gehen und sagen, einen Cappucino bitte! Es kommt die Nachfrage klein, mittel oder groß? Mit normaler Milch oder Soja? Mit Karamel-Geschmack oder xxx-Geschmack? Zum hiertrinken oder mitnehmen? Puh, das wird mir schon zuviel. Normal ist doch, dass man einen klassischen Cappucino zum hiertrinken bestellt oder? Egal, lieber die Vielfalt als das Einheitskännchen Filterkaffee….

30. November 2017 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Der Götterbote (aber auch Gott der Diebe)

Hermes, wie er früher mal aussah – heute ein miserables Unternehmen

Hermes (griechisch Ἑρμῆς, auch Hermeias Ἑρμείας, dor. Hermas Ἑρμᾶς) ist in der griechischen Mythologie der Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten, andererseits auch der Gott der Diebe, der Kunsthändler, der Redekunst, der Gymnastik und somit auch der Palästra und der Magie. Als Götterbote verkündet er die Beschlüsse des Zeus und führt die Seelen der Verstorbenen in den Hades (Unterwelt). Er gehört zu den zwölf großen Olympischen Göttern. (Wikipedia)

Eigentlich ist mir die Zeit zu schade, um über dieses öde Thema zu schreiben. Eine Erfahrung hat mich dann doch dazu inspiriert, vor allem, weil diese auch auf andere Bereiche übertragen werden kann.

Also: habe letzte Woche etwas harte Ware im Netz bestellt. Am selben Tag kam die Bestätigung per E-Mail: „Ihre Bestellung wurde an den Logistik-Dienstleister Hermes übergeben.“ Sollte am nächsten Tag eintreffen. Donnerwetter, das funktioniert ja gut!

Ich hatte bisher keine Erfahrung mit Hermes, jetzt habe ich sie. Ohne in die Details zu gehen, das Päckchen ist bisher nicht angekommen. Man hat ja immerhin die Sendungsverfolgung, mit der man sehen kann, wie der aktuelle Stand der Zustellung ist. Und diese deutete schon Probleme an. Erst nach fünf Tagen gab es den ersten Zustellversuch, der scheiterte, da gerade keiner da war. Ich dachte: egal, dann kann ich das beim Nachbar abholen.

Nein. Hermes gibt nicht ab, sondern möchte nochmal zustellen. Am nächsten Tag. Ich weiß, dass ich da nicht da bin. Es gibt Möglichkeiten, die Abgabe beim Nachbarn zu beantragen. Leider kann man nicht sagen: bei EINEM Nachbarn abgeben, sondern muss den Namen nennen. Das kann man natürlich keinem zumuten. Also habe ich die Abgabe in einem Hermes-Shop gewählt, obwohl einige hundert Meter entfernt. Da kann man wählen zwischen den Gewerben: Späti, Reisebüro, An- und Verkauf, Bäckerei. Alles nicht sehr vertrauenswürdig. Ich habe die Bäckerei gewählt, da die auch Sonntags auf hat und damit die Abholmöglichkeiten erhöht. Mal sehen, was passiert….

Auf dieser Grundlage habe ich mir mal den Spaß erlaubt zu recherchieren, welche Erfahrungen bei anderen vorliegen. Die Suchmaschine wurde mit dem Begriff „Nie wieder Hermes“ gefüttert. Es kam die Bestätigung: Ich bin nicht allein. Das ist schön, dokumentiert aber auch den unglaublichen Missstand. Es gab einige interessante Ergebnisse, die Anzahl wird von der Suchmaschine leider nicht mehr verraten. Unter anderem bin ich dabei auf ein Portal gestoßen, das wohl Bewertungen zu allem ermöglicht.

Die möchte ich Euch nicht vorenthalten. Es handelt sich um Bewertungen von Ende September/Anfang Oktober. Das Datum der Kommentare wird nicht angegeben, auch so ein neuer Trend der Verschleierung. Was soll die Anmerkung „Veröffentlicht vor 30 Stunden“? Egal. Alle Bewertungen sind chronologisch absteigend geordnet; und ich versichere, es wurden alle Bewertungen berücksichtigt. Wenn nicht anders angegeben, wurde ein Stern vergeben (die schlechteste mögliche Bewertung).

Hier die wesentlichen Aussagen (Rechtschreibfehler wurden übernommen, da Zitate):

  • Jedesmal unpünktlich,
  • Schlechter geht es nicht !
  • Nie wieder mit Hermes
  • Selbst dieser eine Stern ist noch zuviel!!!
  • Manche Menschen haben ihren Kopf nur, damit es in den Hals nicht rein regnet
  • Dass Amazon immer noch mit diesem unterirdisch – schlechten Lieferservice arbeitet, ist eine absolute Frechheit.
  • Nie wieder Hermes!!!!!!!
  • Innerhalb dieses Jahres sind allein schon vier Sendungen deutlich verspätet oder gar nicht angekommen.
  • Blumen sollten am 02.10 im Krankenhaus ankommen, 04.10 13:00 Uhr Lieferung ist noch immer nicht angekommen.
  • Ich verstehe nicht warum die existieren dhl ist so viel besser
  • Ich bekomme regelmäßig Ware aus Holland : […] 1 Paket dümpelt dann […] ca. 5 Tage vor sich hin (2 Sterne)
  • Ich habe noch nie ein so schlechten Paket Zusteller kennengelernt wie Hermes…..
  • Mit mächtig Vorsprung zum schlechtesten Lieferservice
  • 5 Sterne für Unzuverlässigkeit
  • Absolut unfähig
  • Sehr schlechte Service werde ich nie wider benutzen.
    Antwort von Hermes (hier haben sie gemerkt, dass sie mal reagieren sollten, wenn auch auf englisch)
    „Hi Hassan, We’re sorry to hear you’re not happy. We appreciate all feedback as it helps us to improve, so thank you for letting us know. […]“ Für weitere Infos soll man eine kostenpflichtige Nummer anrufen. Das Wort „improve“ war wohl nicht ernst gemeint.
  • Hermes ist der schlechteste „Versanddienstleister“ von allen.
    (Sarkastische Antwort von Hermes s.o.)
  • Ich schließe mich ausnahmslos allen Ein-Stern-Bewerbungen an.
    (Sarkastische Antwort von Hermes s.o.)
  • Fahrer gibt vor mich nicht angetroffen zu haben, ich war zu Hause, er hat nicht geklingelt.
    (Sarkastische Antwort von Hermes s.o.)
  • Ich hasse Hermes immer mehr
    (Sarkastische Antwort von Hermes s.o.)

Quelle: https://de.trustpilot.com/review/www.myhermes.co.uk

Das war nur die erste Seite mit Bewertungen. Es gibt noch acht weitere. Die erspare ich mir. Gibt wohl auch nicht viel neues zu erfahren. Die Gesamtbewertung des Dienstleisters liegt aktuell bei zwei von fünf Sternen (ich nehme an, freundlich aufgerundet, da es keine viertel-Sterne gibt), entspricht „mangelhaft“. Es wundert mich, dass es diese Firma noch gibt.

Früher wurde die Post auf diese Weise ausgeliefert. Manchmal denkt man, dass es heute noch so ist. Quelle: https://www.flickr.com/photos/94791180@N06/13957549520

Nachtrag vom 27.12.18: Das gleiche gilt natürlich auch für DHL.

05. Oktober 2018 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Klimabild

Quelle: https://www.climate-lab-book.ac.uk/

Ein schönes Bild. Ist das Kunst ? Könnte man meinen; aber es ist nur eine Visualisierung von Daten. Blau ist kalt, Rot ist warm. Es zeigt die weltweit gemessenen durchschnittlichen Temperaturen im Jahresverlauf von 1850 (links) bis 2017 (rechts). Also die letzten 167 Jahre. Man könnte eine gewisse Tendenz zur Klimaerwärmung daraus folgern. Zumindest ist es ja wohl schwierig, diesen komplett zu leugnen. Manche tun es trotzdem.

Kleiner Nachtrag dazu:

Von Guerilla Knitting im öffentlichen Raum bis zu Pussy Hats als Demokleidung gibt es einige ungewöhnliche Strickprojekte. Mit ihrem Klimwandel-Pullover setzt auch die Klimaschutzberaterin Anja Kollmuss auf die Verbindung von Mathematik und Wolle und visualisiert damit die globale Erwärmung am eigenen Körper. Quelle https://www.heise.de/make/meldung/Climate-Sweater-ein-Pullover-visualisiert-die-globale-Erwaermung-4374307.html.

29. März 2019 // Politisches // Kommentar schreiben!

Bowie

Nun ist es doch schon sehr lange her, dass David Bowie gestorben ist, es war laut Wikipedia der 10. Januar 2016, und ich wollte seitdem schon immer mal schreiben, was mich mit ihm verbunden hat. Ich war – ehrlich gesagt – nie so der riesen-Bowie-Fan hatte aber immer großen Respekt vor dem wunderbaren Künstler (ja Künstler, nicht nur Musiker!).

Immerhin habe ich drei wichtige Begegnungen mit ihm gehabt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte und zur Dokumentation für die Nachfahren hiermit wiedergebe:

1 Es war in den Siebzigern: Meine Freundin und ich fahren zusammen mit ihrem Freund (ja, ganz blöde Zusammensetzung!) in einer Ente (für die jungen unter Euch: ein Citroen 2CV; Kultauto!) nach Italien. Im Kassettenrekorder (für die jungen unter Euch: Ein Gerät, mit dem man über Mini-Tonbänder gespeicherte Musik im Auto abspielen kann (konnte))  nudelt Bowies Station To Station und/oder Aladdin Sane von Anfang bis Ende und wieder von Anfang etc.. Das war schon auch prägend.

2 Meine kleine Cousine war mal mit Bowie zusammen (kein Scheiß!)

3 Am Tag als Bowie starb, fuhr ich mit dem Jungen im Auto nach Hause und hörte im radio1 von der Nachricht, dass er von uns gegangen war, und dass sich die Leute vor dem Haus in der Hauptstraße versammeln, in dem er in den Achtzigern mal gewohnt hat. In dem Moment fuhren wir gerade über die Hauptstraße und beschlossen, direkt zu dem Haus zu pilgern und ein kleines Andenken zu halten. Ja, wir wohnen im Bowie-Kiez.

10. Januar 2016: Blumen und Trauernde vor dem Haus in der Hauptstraße, in dem Herr Bowie mal gelebt hat.

Nachtrag vom 12.01.2019 (ca. zwei Jahre Später).

Der Senat hat bereits kurz nach seinem Tod eine Gedenktafel angebracht. Jemand hat ein schönes Graffito im Stil von Banksy angebracht. Viele haben noch Blumen und Trauerkerzen dazu gestellt. (12.01.2019)

15. September 2017 // Musikalisches // Kommentar schreiben!

Lieblingsnetzadressen (teilweise leider schon vergeben)

reizwort.de
Wäre auch ein passender Titel für dieses Tagebuch gewesen.

gedankenspiele.de
Sorry, gedankenspiele.de wurde bereits registriert.

Schlautelefon

www.schlautelefon.de
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allmächtiger.de
gehirnwäsche.de
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Früher war mehr Lametta!

Hier der Beweis: frueher-war-mehr-lametta.de

i-mog-di.de
krautwerk.de
die-da-oben.de
cogito-ergo-sum.de

[wird bei Gelegenheit fortgeführt]

19. Februar 2009 // Internetz // Kommentar schreiben!