Alles ist gut und schlecht zugleich.

Der Lottogewinn zum Beispiel wird – üblicherweise – als gut angesehen. Man hat viel Geld und muss nicht mehr arbeiten. Aber gleichzeitig wird man faul und überheblich, das Geld ist nach kurzer Zeit verschwunden und man verkommt vielleicht im Suff. Der Tod dagegen – eher schlecht. Man ist halt tot! Und kann keinen Cappucino mehr trinken. Aber vielleicht hat es auch etwas gutes: man ist von allen Leiden befreit; man sitzt obergemütlich auf einer Wolke im Himmel und guckt amüsiert herab auf die dumme Menschheit und ist für alle Zeiten entspannt und glücklich. Ein Kind bekommen und großziehen: Was für ein Glück! Aber er kann während der Pubertät auch ganz schön nerven! Dagegen Krankheit. Ist gar nicht gut. Aber es ermöglicht einem, den ganzen Tag im Bett zu liegen und sich verwöhnen zu lassen. Nennt mir ein Beispiel, bei dem es nicht möglich ist, zwei verschiedene Meinungen zu haben. Nichts? QED.

Morgens mit dem Fahrrad durch den Tiergarten

Früher musste ich nach Moabit zur Arbeit fahren. Da konnte ich ab und zu auch in 25 Minuten hin radeln. Bei schönem Wetter, im Sommer, tauche ich von der hektischen und lauten Straße in den Wald ein. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und ab und zu hoppelt ein Kaninchen über den Weg. Ich bin glücklich.

06. August 2016 // Glücksmomente // Kommentar schreiben!

Schreibblockade

Ist ein psychisches Phänomen, bei dessen Auftreten ein Autor dauerhaft oder vorübergehend nicht in der Lage zu schreiben ist. Sie kann als Spezialfall der Kreativitätsblockade gesehen werden. Darunter leiden besonders Schriftsteller, Journalisten und Studenten beim Schreiben von Haus- und Examensarbeiten. (Wikipedia; grammatikalische Unzulänglichkeiten übernommen)  // weiterlesen! 

29. Oktober 2021 // Gedanken, Glossen // 2 Kommentare

Vorurteile

Sind Urteile, die man fällt, vor etwas, aber was? Nun ich nehme an, bevor man sich ausführlich informiert hat. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Vorurteile liebe? Die machen einen Riesenspaß! Und sind natürlich vollkommen unkorrekt und sollte man auf keinen Fall mehr einsetzen, da sie falsche Meinungen festigen und oft unzutreffend sind. Aber manchmal doch: Vorurteile entstehen ja nicht von alleine, oder weil sich jemand etwas ausdenkt. Sie gründen auf individuellen Erfahrungen, also Tatsachen, haben aber die ungünstige Tendenz, diese zu verallgemeinern. Das ist das Problem. Ein Vorteil von Vorurteilen ist: sie machen einem das Leben einfacher. Es ist doch viel schöner zu sagen: alle xxx sind yyy, als zu differenzieren: nun, manche sind so, manche so und manche ganz anders. Man müsste auch den Anteil nennen, wer wie ist, um ernst genommen zu werden. Daher nutze ich gerne auch Vorurteile, meine es aber auch nicht immer ernst.

Wichtiges

Es ist schön, zu sehen, wie etwas, das einem mal extrem wichtig war, auch mal wieder unwichtig wird. Zunächst wollte ich dieses Tagebuch unbedingt einem bekannten Schreiberling nahebringen, den ich großartig fand, der aber totz wiederholter Kommunikationsversuche, nicht willens war, zu antworten. In der Zwischenzeit rasen die Gedanken davon. Und ich entdecke andere Schreiberlinge, die auch nicht schlecht sind und die sich als Zielgruppe anbieten. Konkurrenz ist etwas gutes (wenn man der Konsument ist)! Mittlerweile bin ich gar nicht mehr soo wild auf den Erstwunschkontakt. Phasenweise sogar eher auf gar keinen Kontakt. Das kann einen ja auch unter Druck setzen. Ich existiere auch so.

Dazu fällt mir eine extrem gute und komprimierte Szene aus „Blow Up“ ein. Späte Sechzigerjahre, genaugenommen 1966. Der Hauptprotagonist läuft etwas ziellos durch die Stadt und landet in einem Beatkeller, dem wohl damals real existierenden und einflussreichen Ricky-Tick (das bedeutet: „as soon as possible“ oder es bezeichnet „A style of jazz regarded as old-fashioned or unsophisticated“). Es spielt, in einer legendären Szene, eine legendäre Band, mit den später legendären Jimmi Page und Jeff Beck, ein tolles Stück (für die Liebhaber unter Euch: The Yardbirds – Train Kept A Rollin‘).

Das Publikum schaut stoisch und unbeweglich zu. Nur ein Paar tanzt am Rande, selbstverliebt und etwas lustlos, dazu. Dann passiert etwas unerhörtes. Der Gitarrist zerdeppert – vor Publikum – aus Frust vor dem schlechten Verstärker seine Gitarre;  kaputt! (hat er hier von Pete von The Who abgeguckt oder umgekehrt?) Während die Musik weiter läuft! Die funktioniert auch ohne Leadgitarre. Und wirft den übriggebliebenen Gitarrenschaft in die Menge. Alle flippen aus und stürzen sich wie verrückt darauf. Zufällig erhascht unser Protagonist das Teil, kann sich gerade noch aus der ihn wild verfolgenden Menge winden und schafft es nach draußen. Dort ein kurzer Blick auf die Beute und dann schon ehemalige Devotionalie: das gute Stück wird desinteressiert in die Ecke geworfen. Ein Passant sieht es, hebt das Teil nochmal prüfend auf – und wirft es etwas achtlos wieder weg.

Die Wichtigkeit ergibt sich manchmal nur aus dem Zusammenhang heraus, aus Vorstellungen und Bildern – und kann sich auch wieder verflüchtigen. Das entspannt.

Und hier das Werk zum Beweis.

Wunderbare Szene aus Blow Up von Antonioni, die zeigt, dass wichtiges auch sehr schnell mal wieder  unwichtig werden kann.

Ergebnisse vom 3. Februar 2016

  • Um das mal klarzustellen: Ich mache das hier für mich. Wer mitlesen möchte, darf das.
  • Ich bin froh, dass ich ich bin und kein anderer bin.
  • Ein Projekt: psychomusik – Internetradio
  • Die Grundhoffnung eines Jeden ist es, erkannt zu werden.
  • The Knife – Die schönste pop-elektronik
  • Man wird älter und ist nicht mehr so schnell – dafür ist man weiser.
  • Dafür brauche ich 3 Monitore (Screenshot)
  • Warum machen Sie das? – Weil ich es KANN!
  • gedankenlogbuch.de Nachtrag vom 26.09.18:
    Hier der Beweis
  • izmir-egal.de
  • ist-mir-egal.de
  • Popcorn daneben – ist mir egal
04. Februar 2016 // Gedanken // Kommentar schreiben!