Schankwirtschaften

Risiko – Yorckstraße

Sehr bekannt und beliebter Hedonistentreff. Aber eher eine Eckkneipe. Ich erinnere mich, wie mir auch ein gewisser Herr Bargeld ein Bier über die Theke reichte. Es gibt einen etwas langweiligen Film über den letzten Tag im Risiko (1986)

Oranienbar – Oranienstraße

Eine Schankwirtschaft. War sehr angesagt, aber unter dem Namen O-Bar! Man trank Campari Orange oder Curacao Blue. Hauptsache farbig.  Oder Bier. Hinter der Theke war für Touristen, die keine Ahnung hatten,  ein Spruch auf die Wand gemalt: „No fucking Beck’s“. Der gefällt mir heute noch.

Fischlabor – Frankenstraße

Einer der Läden, die neu und wirklich außergewöhnlich waren. Gemütliche Athmosphäre – das war in den Achtzigern eine Revolution. Aber doch noch mit Neonlicht. Das war das, was man heute Lounge und Chillen nennen würde.

Madonna – Wiener Straße

Eine angesagte „Szenekneipe“ mit guter Musik; war mal eine Zeitlang Treffpunkt mit anderen. Auch Berühmtheiten wurden schon gesichtet. Im Film „Herr Lehmann“ verewigt. Gibt es heute noch!

Das Madonna am Abend. Foto: Facebook.

Ex‘n‘Pop – Schwäbische Straße

War ich nie, obwohl es wohl auch eine Reminiszenz an meinen Lieblingsmoderator war. Aber es waren wohl viele bekannte Persönlichkeiten da und es hat auch eine interessante Geschichte im Hinblick auf vielseitige und moderne Kulturdarbietungen.

Domina Bar – Winterfeldtstraße

Dort ging man hin, wenn der Dschungel oder die anderen geschlossen hatten, also ca. ab 4.00 Uhr. Und man traf die anderen Diskogänger deren Läden geschlossen wurden. „Wo wart Ihr denn heute?“

Ruine -Winterfeldtplatz

Wohl ein Überbleibsel aus den Siebzigern. Ein Punk-Rockiger Schlunzladen, der nur mit viel XXX oder YYY zu ertragen war. Habe ich eher selten besucht, war aber interessant. Info extern

Nomen est Omen. Ein schlimmes Etablissement mit schlechtem Bier, aber relativ bekannt und berüchtigt. // Quelle: kneipenlog.de Foto: Timeline Images/xingxeng

 

Slumberland – Winterfeldplatz

Eine Legende, aber war ich auch selten. Und gibt es heute noch. Auch noch mit Sand auf dem Boden? Hier war früher mal der bis 1978 der Dschungel drin. Benannt nach der vom Vorgängerladen verbliebenen Fototapete mit Szenen aus Disney’s „Dschungelbuch“. Das waren aber noch die Siebziger!

Wirtschftswunder – Yorckstraße

Etwas schrammeliger Laden mit spießigen Fünzigerjahre-Möbeln. Weiß nicht mehr genau, warum der so angesagt war, aber man traf sich öfters dort und ich gebe zu, dass ich zu der Zeit auch einen Nierentisch in der Bude hatte, obwohl ich die 50er hasse! Praktisch auch: daneben war das angesagte Yorck-Kino. Bewundernswert: Beide Läden gibt es heute noch/wieder. Ersterer wurde wohl durch die Kinder übernommen, wie auf wiwu.berlin zu lesen ist. Ein Familienbetrieb in zweiter Generation!

Das Wirtschaftswunder gibt es heute noch – zumindest in Form eines Cafes.

Cafe Rizz – Grimmstraße

Darf natürlich auch nicht fehlen und hat es mittlerweile zu etwas Berühmtheit gebracht, wurde wohl aber 2019 nach vielen Jahrzehnten geschlossen. Damals nicht besonders angesagt, aber ok, und ein Treffpunkt, auch weil es um die Ecke von meiner Wohnung am Kottbusser Damm lag. Und man konnte mit Kumpels Billard spielen. Und die Gegend war schon immer schön, heute als Graefekiez verklärt.

Triebwerk – Flughafenstraße

Etwas angesagte Kneipe in Neukölln, das damals sonst vollkommen uninteressant war. War Schichtleiter in einem Kraftwerk. Nach der Nachtschicht, ca. 6.00 Uhr morgens, gingen wir mit der ganzen Mannschaft noch dorthin, weil nichts anderes mehr auf hatte. Kollege P. spendierte etwas zu rauchen und wir haben uns wunderbar amüsiert und entspannt, bevor es dann doch ins Bett ging. Später war ich mal alleine dort und die hübsche Bedienung interessierte sich ungemein für die Hose, die ich an hatte. Das war eine Hose aus rotem Leder, zusammengehalten durch braune Lederstriemen, die ich mir mal selber geschneidert hatte. Am nächsten Tag brachte ich ihr die Hose; sie ging mit mir ins Nebenzimmer, zog sich – bis auf die Unterhose aus – und zog meine Hose an. Gekauft! Für 80,00 DM oder so. Etwas wenig im Nachinein und vor allem aus heutiger Sicht.

Oma Leidicke – Mansteinstraße

Nicht der coolste Achtziger-Laden, aber eine klassische Institution und sollte daher erwähnt werden. Um die Ecke vom Risiko. Und man musste schon sehr vielseitig sein, um dieses Urgestein genießen zu können. Urige Einrichtung, freundliche Bedienung und gepflegte – äh – Fruchtweine und Liköre. Ekelhaft! Aber ein paarmal war ich da. Und auch diesen Laden gibt es heute noch. Als Leidicke. Aber wohl mit etwas anderem Publikum.

Die Gedanken sind frei. Meistens.

Gedanken sind etwas tolles! Man kann sie auf jeden Bereich des Lebens anwenden, steuern, damit spielen. Man kann seiner Phantasie freien Lauf lassen. Welten erschaffen, verbotenes tun, Ideen entwickeln, Mitmenschen beschimpfen, unpopulären Meinungen fröhnen. Sich selbst bestätigen, ohne dass jemand widerspricht. Und keiner kann sie steuern oder zensieren. Niemand kann jemals Denkverbote erteilen oder gar durchsetzen!

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

Ein schönes deutsches Volkslied!

Die einzige Freiheit, die wir (noch) haben?

Außer man verbietet sich selbst bestimmte Gedanken. Verbote sind nicht gut, man sollte sie vermeiden, nur im äußersten Notfall einsetzen. Aber die Freiheit hat man auch! Letztens musste ich das machen: Nicht über das Elend in der Welt nachdenken, nicht über finanzielle Sorgen, nicht darüber, was man im Leben nicht erreicht hat, nicht darüber, wie man den morgigen Tag überstehen soll. Um nicht auf schlechte Gedanken zu kommen ;) Gedanken können nämlich auch destruktiv sein und schlimme Folgen haben. Positiv denken ist eigentlich die Lösung. Das sagt zumindest der Verstand, der manchmal eingreift, was einem aber auch nicht immer hilft. In diesem Fall musste ich Diktator spielen, meine Freiheit einschränken und Denkverbote erteilen. Etwas schizophren, aber es hilft – kurzfristig.

 

19. März 2023 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Neulich in Irland

Wir gehen auf dem Kai im Hafen einer hübschen Kleinstadt im Osten entlang und sind begeistert: abundzu tauchen schnuckelige Seehunde aus dem Wasser auf, prusten durch die Nase und sehen sich interessiert um. Da kommen zwei ältere Herren (ok, die waren sicher jünger, als ich, das spielt hier aber keine Rolle) aufgeregt auf uns zu und rufen: „Out there you can see Whales!“. Jetzt auch noch Wale hier? Wir gucken und gucken, aber sehen weit und breit keine. Der Junge nimmt sein Schlautelefon, ruft ein Kartenprogramm auf und sagt: Kann sein: Wales ist direkt gegenüber von hier. Kleine Verwechslung. Gemeint war ein Bundesland von Großbritannien. Aber auch das konnte ich nicht sehen.

Vom Kai im Hintergrund kann man angeblich manchmal Wales sehen

01. Februar 2019 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Wortschatz

Ein schönes Wort! Es verbindet das Wort mit etwas sehr wertvollem. Das ist eine besondere Wortschatz, ähh, Wertschätz(-ung; Mann, GORG, Du hast schonmal besseres geleistet)! Es definiert die Summe der Wörter, die es gibt, oder die jemand drauf hat. Dabei wird nochmal unterschieden in Wörter, die man versteht (passiv), und Wörter, die man anwendet (aktiv). Es ist ein Zeichen von Bildung, Kultur und Sprachbegabung, wenn man sich auch vielseitig aktiv ausdrücken kann. Darum geht es mir hier.

In diesem Zusammenhang wird gerne der Wortschatz unseres Herr Goethe genannt, der im Rahmen seines Gesamtwerkes wohl auf 91.000 Wörter kommt, das ist wesentlich mehr, als der allgemeine deutsche Wortschatz, der 75.000 Wörter umfasst (Wikipedia). Was aber auch daran liegt, dass er ziemlich viel geschrieben hat, was die Wahrscheinlichkeit für viele Wörter – zumindest bei Menschen mit Anspruch – erhöht. Luther kommt dagegen eher auf 23.000 Wörter (Quelle). Im Alltag braucht man das alles nicht, es reichen wohl wenige tausend, um im Leben klarzukommen.

Das Logo als schöne aber etwas anrüchige Anspielung auf den Titel Wer hat den Größten

Vor einigen Jahren ist ein deutscher Radiosender für Jugendliche auf die Idee gekommen, mal nachzuprüfen, was deutsche Darbieter des Sprechgesangs wohl für einen Wortschatz haben, da diese ja besonders viel mit Wörtern jonglieren. Das Ganze wurde unter dem etwas bemüht provokanten Titel (und Logo!) „Wer hat den Größten“ 2015 veröffentlicht (Quelle). Genauer gesagt, war es nicht deren Idee, das wurde in Amiland schon für Popmusiker durchgeführt (2015 Quelle), die die Idee aus einer Untersuchung für US-Amerikanische Reimer – dem Original – geklaut haben (2011  Quelle).

Die Untersuchung ist natürlich nicht wissenschaftlich, sie wurde von einem bekennenden Anhänger des Sprechgesangs betreut und geht nur peripher auf die Rahmenbedingungen ein: Es wurden die letzten 16.000 Wörter untersucht, die durch die Akteure veröffentlicht wurden. Diese wurden einer Firma zur Auswertung übergeben, die auch bestimmte Filter vorgenommen hat, wobei auch verschiedene Formen eines Wortes ignoriert wurden. Das klingt in Ordnung, zumal, wenn alle dem gleichen Procedere unterworfen werden. Zum Vergleich wurden nach demselben Verfahren Werke von Goethe (Faust I) und einer Schlagersängerin herangezogen.

Das Ergebnis ist verblüffend: Unser Goethe steht mit 2913 Wörtern nur auf dem dritten Platz während der erste Platz eines Sprechgesangsdarbieters  3093 Wörter aufweist. Kann das sein? Die Schlagersängerin auf dem letzten Platz! Es wundert mich vor allem, weil aktuell die genannten Darbieter sich von selbst meist auf wenige Themen beschränken: Kriminalität, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus. Da müsste der Wortschatz doch stark eingeengt sein?! Von der Unmusikalität ganz zu schweigen, aber darum geht es hier nicht.

Im Vergleich mit der Amistudie zeigt sich, dass dort mit 35.000 wesentlich mehr Wörter untersucht wurden und sich der größte Wortschatz auf 7392 Wörter summiert. Das kommt im Verhältnis ungefähr hin, wenn man bedenkt, dass in einem größeren Werk auch mehr Wörter gefunden werden, hier also mehr als doppelt so viel. Auch dort wurde ein Vergleich mit einem Schriftsteller (Shakespeare) gezogen (unter Berücksichtigung unterschiedlicher Werke), der wohl gerade noch im oberen Drittel landete.

Zurück nach Deutschland: es werden auch die häufigsten Wörter bei bestimmten Akteuren genannt. Hier ein paar Beispiele ohne Zuordnung: haben, ficken, leben, immer, kommen, Junge, so, egal, Geld, Wissen, leben, Rapper, Bitch. Und als sogenannte Ad-Libs (von „ad libitum“, die Kür unter den Berufs-Stotterern) Yeah!, Ey!, Hey, Yo!, uh.

Besonders bei letzteren würde ich etwas anzweifeln, ob man die als Wörter definieren kann. Ich verstehe Wörter als Bestandteile des klassischen Sprachgebrauchs. Von mir aus, alles, was im Duden steht, obwohl der auch schon versucht , den Zeitgeist einzufangen und schlimme Modewörter mit aufnimmt. Ich könnte ein Werk nur mit Pupslauten erstellen und würde damit Goethe und alle Sprechgesänger in den Schatten stellen. Natürlich kommt es nicht nur auf die Anzahl an, sondern auch auf den Inhalt!

Einer der Darbieter (Platz 8) hat eine schöne Stellungnahme von sich gegeben: „Ich bin überrascht, dass ich so weit vorne bin. Ich sag‘ ja immer nur das gleiche. Aber eigentlich ist es sowieso viel schwieriger, mit wenig Worten irgendwas sehr Gutes zu sagen. Deswegen ist mein Ziel: Ich möchte an das Ende dieser Liste! Ich will auf Platz 100 sein und auf dem nächsten Album nur noch drei Worte benutzen. Aber trotzdem vielleicht mehr aussagen als manch ein Rapper mit tausenden Wörtern sagt.“ Also, das gefällt mir; es ist ein Merkmal der Kunst mit wenigen Mitteln etwas auszusagen; was ich gut finde; aber es ist auch schön und stilvoll, die Vielfalt eines Wortschatzes zu auszuleben.

Mich würde natürlich auch mal interessieren, wie sich Lustwort so schlägt. Also eigentlich habe ich den Anspruch, mehr als Sprechgesänger zu bieten, aber Goethe will ich nicht übertrumpfen.

Der Titel der Studie ist damit doch sehr zutreffend und ironisierend zugleich. Es geht nicht darum, wer den größten hat, sondern (auch) darum, welche Aussagen getroffen werden und was die Wörter einem bedeuten.

29. September 2020 // Deutsches, Wörter // Kommentar schreiben!

Erdmännchen

Sind schon süß! Ich könnte stundenlang ohne Ermüdung Filme über diese eher androiden Wesen ansehen. Und dann noch der tolle Name! Sind das die männlichen Vertreter dieser Erde? Nein, sonst hießen sie ja Erdemännchen. Aber kleine Männer sind sie dem Namen nach. Eine ziemlich diminutive Sichtweise! Aber es passt gut und ist besser so: ohne -chen würden die primatigen Erdbewohner sie nicht so lieb haben.

Wie nennt man eigentlich die weiblichen Erdmännchen, es gibt sie doch, oder? Das ist schwierig, und heikel,  weil das Wort „Mann“ vorkommt. Erdfrauchen wäre zu banal, Erdweibchen sicher zu abfällig, beides außerdem wieder möglichen Angriffen ausgesetzt und außerdem ausgrenzend. Aktuell schlage ich folgende genusgerechte, allgemein anerkennungswürdige Gleichberechtigungsneologismusvokabel vor, um keinem Schitstorm ausgesetzt zu werden: Erdmännch*Innen. Das könnte im nächsten Jahr, aber schon wieder deplaziert sein. Sexistisch. Die männliche Form wird benachteiligt! Aber die Verniedlichung sollte auch erhalten bleiben: Erdmännch*Innen-chen. Neutraler: Erdchen*Innen?

Uff. Nach diesem Beweis eines bewussten und reflektierten Umgangs mit Neutralismen kann ich das Foto hier jetzt ganz entspannt veröffentlichen. Nur müsste man noch sämtliche Tierbücher auf der Welt in dieser Hinsicht entsprechend umschreiben. Und die Filme neu aufnehmen oder zumindest neu synchronisieren. Liedtexte nach auffälligem durchforsten. Radio- und Fernsehsendungen überprüfen und absetzen.  Dann kann man, sorry, dann können alle  sich wieder unbeschwert zumindest über diese Tierchen erfreuen! Zunächst.

Um die geht es hier eigentlich gar nicht. Ein Symbolbild. Mit Achtziger-Kajal-Augen, die liebe ich! Links, die Frau, rechts der Autor, unten, der Junge. Sind die nicht  süß? Nur  ein gerechter Name muss noch gefunden werden. Kajaltierchen? Erdchen? Foto: pinterest.de

12. Februar 2021 // Deutsches, Glossen, Nettes // 2 Kommentare

Teufel Motiv 2 Mk2 – Viel Bass – wenig Klang

Motiv-2-Mk2

Also, ich hatte den Vorgänger dieser Boxen (nämlich diese http://www.amazon.de/Teufel-Motiv-Set-2-1-schwarz/dp/B000Y13NBS/), um am PC gepflegt Musik zu hören und war sehr zufrieden. Leider kam eines Tages (natürlich nach Ablauf der Garantiezeit) kein Strom mehr am Subwoofer/Verstärker an. Ich wollte das Gerät kostenpflichtig von Teufel reparieren lassen, aber mir wurde mitgeteilt, dass eine Reparatur nicht möglich sei und bot mir diesen Nachfolger zum sehr günstigen Preis an, so dass ich nicht widerstehen konnte. Leider gibt es die Boxen nicht in schwarz (ein Zugeständnis an die Apfel-Anhänger?) so dass ich die Kröte in weiß schluckte.

Das Design ist sonst super, die Funktionsvielfalt genial, aber leider der Klang – relativ wichtig bei Lautsprechern – miserabel! Ich traue mich kaum, das zu sagen. Viel Bass – ja, aber Mitten und Höhen kaum; keine räumliche Darstellung, keine Details – ein schwammiger Klangbrei. Ich habe drei Wochen getestet und verkabelt – nichts zu machen.

Es scheint sich eine allgemeine Tendenz zu entwickeln, schlechte Lautsprecher in schönes Design zu verpacken und möglichst teuer zu verkaufen. Kann ja nicht schlecht sein… Doch, diese Boxen klingen aus meiner Sicht schlecht und sind überteuert. Ich habe sie zurückgegeben (immerhin ist Teufel hier sehr kulant), mir über die elektronische Bucht das alte System (in schwarz!) gebraucht und sehr günstig gekauft und bin wieder glücklich!

Ich mochte Teufel, kenne die Firma noch aus den achtzigern als „Lautsprecher Teufel“ nähe Bundesplatz, wo man früher Bausätze bester Qualität kaufen konnte. Jetzt ist wohl es eine Firma wie alle anderen. Wahnsinns-Marketing, hohe Preise, mäßige Quali? Leute kauft alte Lautsprecher!

Nachtrag: Diese Rezension wurde auch bei einem bekannten Online-Händler veröffentlicht. Kurz danach erschien natürlich eine positive Rezension – ein Schelm wer Böses dabei denkt!

IQ

Ich bin überzeugt davon, einen außerordentlichen IQ zu haben, aber ich habe etwas Angst davor, es zu beweisen ;}

Kleiner Nachtrag: die Angst war berechtigt.

27. Februar 2019 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Pedant

bezeichnet eine Person folgender Art: „in übertriebener Weise genau; alle Dinge mit peinlicher, kleinlich wirkender Exaktheit ausführend“ (Duden). Nun, alle Dinge führe ich nicht auf diese Weise aus, aber manche. Drei Beispiele:

  • wenn ich Geld am Automaten ziehe, sortiere ich die Scheine in meiner Börse nach Wert und zwar die großen Scheine nach hinten und die kleinen nach vorne. Das hilft mir später beim Bezahlen, ich muss nicht suchen.
  • Bei meinem Schlüsselbund habe ich die Schlüssel sortiert! Erst einmal ist es wichtig, dass alle Schlüssel mit dem Bart zu einer Seite zeigen, sonst muss man immer wieder prüfen, wie rum die rein müssen. Dann natürlich die Reihenfolge: Der Haustürschlüssel zuerst, dann der Wohnungsschlüssel, dann der Wohnungsschlüssel 2, dann der Wohnungsschlüssel 3, dann der Briefkastenschlüssel und der Fahrradschlüssel. So kann ich beim Griff in die Hosentasche bereits den richtigen Schlüssel auswählen und sofort anwenden (ich habe nie diese Frauen verstanden, die zu der geschlossenen Tür gehen, dann erstmal ihre Handtasche aufmachen, den Schlüsselbund suchen, dann evtl. den richtigen Schlüssel finden, diesen in die richtige Richtung drehen, um dann erst das Schloss aufzumachen; in der Zeit habe ich bereits einen Teil meiner Arbeit erledigt!). Für’s Büro habe ich einen extra Schlüsselbund: Zwei Schlüssel, keine Sortierung sinnvoll.
  • Ich mag auch allgemein Ordnung: erstens sieht es nicht ästhetisch aus, wenn alles herumliegt, zweitens hilft es erheblich im Alltag. Ich hasse es, wenn ich etwas suche und nicht finde. Dabei hilft mir die Ordnung. Es gibt Menschen, die sagen, Unordnung wäre nur kreatives Chaos. So kann man sich die Welt schönreden; in Wirklichkeit sind sie nur nicht in der Lage, organisiert zu handeln.

Ist das jetzt nur pedantisch oder schon krankhaft? Zusammenfassend würde ich mich nicht als Pedant bezeichnen, bei mir ist es Faulheit – oder auch einfach Bestandteil einer guten Organisation des Alltags!

02. Juli 2018 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Bier weg, egal!

Dose des Anstoßes

Es war in den frühen achtzigern: die Toten Hosen im Loft (in dem ich auch dieses erlebte). Ich stehe schön weit vorne, um einen guten Blick zu haben. Freue mich mit einer gepflegten Dose Karlsquell in der Hand auf ein schönes Konzert. Da geht es schon los: die Jungs  kommen auf die Bühne und fangen an zu schrammeln. Gassenhauer, aber nett.

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Sonstige Diskos

Basement – Mehringdamm

Eine kleine unbekannte Absackerdisco mit guter Musik. Eher regional bedeutend. Etwas rockiger und erst später besucht. Ansonsten bisher keine weiteren Infos gefunden

bronx – Wiener Straße

War halt in der Nähe. „Das bronx in der Wiener Straße 34 in Kreuzberg befand sich in einem ehemaligen Kinosaal, der in den 70er Jahren unter dem Namen Wiener Lichtspiele als Underground-Discothek genutzt wurde.Quelle. Mehr habe ich dazu nicht gefunden.

Lustig: Der Kollege war auf der Suche nach Lichtspielhäusern und hat mit diesem Foto den Standort der ehemaligen Wiener Lichtspiele dokumentiert. Ich hoffe, es ist in Ordnung damit auch den Eingang der ehemaligen Disko bronx zu zeigen. Foto: uwe-friedrich.com

 

XXX – Am Ende der Martin-Luther-Straße (?)

Weiß den Namen nicht mehr, nur dass ich selten da war und zu Tears for Fears getanzt habe. Music Hall ??

Grex – Muskauer Straße

Ein kleiner Tanzschuppen in Kreuzberg 36. Das war schon eher in den späten achtzigern. Ich habe mich als DJ beworben und hatte Chancen. Weiß aber nicht mehr warum nix daraus wurde, ist auch ok so. Keine weiteren Infos zu finden.

Sound – Genthiner Straße

Im Nachhinein sehr interessant. Scheint sogar mal in einem Tatort thematisiert worden zu sein. Eher ein Überbleibsel aus den Siebzigern? Weiß nicht mehr, warum ich nie da war. Wird auch oft mit Christiane F. in Verbindung gebracht. Würde ich bei Gelegenheit gerne mehr drüber erfahren.

Ballhaus Spandau

Etwas rockiger und ok, aber zu weit weg und kein Kult. Gibt es wohl heute noch!?

Trash – Oranienstraße

Ja, blöder Name, aber der Laden immerhin etwas punkiger als die anderen.

Exxcess – Kurfürstenstraße

Ich war wohl nur einmal da, hat aber einen bleibenden Eindruck vermittelt. Alles mit Weißen Fliesen; das obligatorische Neonlicht. Und dann standen noch drei Gestalteten in extremen New Wave Stil mit den wildesten Frisuren herum. Cooler und abweisender hatte ich es noch nie empfunden. Später zog dort eine Sauna ein. Heute ist in dem Haus oder Komplex wohl der „Ruhesitz am Zoo“. Wie sich die Zeiten ändern …

 

Madow – Pariser Straße am Olivaer Platz

War das die Disko, die Bowie betrieb? So raunte man sich zu. (stimmt aber nicht, wie jessi ausführt.) War ich aber nur selten.

Far Out – Kudamm

Von den Sanyassins und später sehr angesagt. War ganz was Neues, positivste Stimmung, aber mir war mulmig dabei und hat mir nicht gefallen.

Cri du chat – Joachimstaler Straße

War ich mehrfach, kann aber nicht mehr dazu sagen.

24. Juni 2019 // Meine achtziger Klubs // 2 Kommentare