Suchmaschinenpositionierung

Test vom 10.02.2012:
Eine Suchmaschine – 5 Browser – 4 Ergebnisse
Suche nach „internetagentur berlin“
Position meiner Firma:

Internet Explorer: Platz 1 (Yeah!)
Firefox: Platz 2
Chrome: Platz 4
Safari: Platz 5
Opera: Platz 5

Es erübrigt sich die Frage, welcher Browser der beste ist.

Wie ist es bei Dir?

29. Februar 2012 // Internetz // Kommentar schreiben!

Progrock

In den siebzigern hat man – wenn man etwas anders war – Progressive Rock gehört. Das hieß damals nicht so, sondern so etwas wie „unkommerzielle Musik“, aber egal. Man betonte bei jeder Gelegenheit: Ich höre keine kommerzielle Musik – baäh – sondern nur XXX oder YYYY!. Progrock war so etwas wie, Emerson, Lake and Palmer, Yes, King Crimson, Triumvirat, PFM.

ELP war mein Favorit. Meine absoluten Helden. So hoch angesiedelt: Zu meinem Geburtstag, ging ich in den Plattenladen in Bonn, kaufte mir die neu erschienene „Brain Salad Surgery“, hörte sie mir einmal bewusst an, und legte sie dann beiseite. Lange Jahre habe ich besondere Musik nur noch zu besonderen Gelegenheiten gehört. Ein sehr bewusster Umgang mit Musik, den ich heute nicht mehr habe. Aber das schadet auch nicht.

Helden-Epos der Siebziger mit Grafik von H. R. Giger.

Noch eine kleine Begebenheit aus dieser Zeit: auf dasselbe Gymnasium ging auch der Sohn des Regierungspräsidenten. Es war die Zeit der ersten Taschenrechner. Er hatte natürlich das neueste Modell von Hewlett Packard. Programmierbar mit Lochstreifen. 800 D-Mark. Unglaublich! Später gab es so etwas für ein Zehntel des Preises.

Es war auch die Zeit der Gitarre, die ich autodidaktisch erlernte. Ich fing an, Musik von Yes und anderen nachzuspielen. Also anhören, nachspielen, nochmal anhören, korrekt nachspielen, bis ich das auswendig konnte. Dabei sind großartige Sachen bei rausgekommen. Ich konnte zum Beispiel das gesamte spanisch anmutende Stück „Mood for a Day“ nachspielen! Schade, dass es heute nicht mehr möglich ist.

07. November 2018 // Musikalisches // Kommentar schreiben!

Ein Vater-Sohn Gespräch

Erst war es nur ein diffuses Gefühl, dann gab es vereinzelt vage Andeutungen, die möglicherweise auf eine Neuerung hindeuten könnten. Ein paar Beispiele, die vollkommen ungewöhnlich und unter normalen Umständen nicht erklärbar waren: Das Zimmer des Jungen ist ohne Androhung schärfster Maßnahmen plötzlich aufgeräumt. Es wird selbstgebackener Kuchen mit nach Hause gebracht. Haare werden frisiert und eine Vielzahl an Duftmitteln eingesetzt!

Aber ich wollte es doch etwas genauer Wissen. Da ich trotz mehrerer Versuche keine Informationen aus erster Hand herausbekommen habe, musste ich Sekundärquellen Nutzen, Hinweise deuten, Vermutungen zusammenführen, Indizien sammeln, zarte Andeutungen auswerten, Schlußfolgerungen ziehen, Ahnungen verfestigen, indirekte Beweissicherung betreiben, um zu dem vagen Schluß zu kommen: Unser Sohn hat wohl eine Freundin – oder ähnliches!

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Misanthropie

Misanthropie beschreibt die Sichtweise einer Person, welche die Menschen hasst oder zumindest deren Nähe ablehnt. Misanthropie charakterisiert eine Geisteshaltung, keine Handlungsweise. Ein Misanthrop muss weder gewalttätig, aggressiv noch arrogant sein, altruistisches Handeln ist bei ihm nicht ausgeschlossen. (Wikipedia)

Gelegentlich und immer öfter gefällt mir diese Haltung.

Das unbekannte, aber tödliche Orchester

Musik ist so etwas schönes! Leute hört mehr Musik, nicht nur den Dudelfunk und Schlager, auch mal etwas neues ausprobieren! Letztens bin ich durch die gute alte SPEX (ja schon seit den achtzigern nicht mehr gelesen, aber ab und zu auf die Website gestoßen) eine Musikkapelle entdeckt, die es mir seit langem mal wieder richtig angetan hat: Unknown Mortal Orchestra, vom Ende der Welt, aus Neuseeland. Besprochen wurde die zweite Veröffentlichung, mit einem wunderbaren ungewöhnlichen Titelbild, Frau mit Schwert, könnte aus einen Fritz Lang Film stammen. Aber ja, die Musik, wird als psychedelisch bezeichnet (liebe ich) aber ist mehr: verspielt, mit Anleihen aus den späten sechzigern / frühen siebzigern, die Gitarre von Jimi Hendrix erkenne ich in der Ferne. Auch Gitarre mit wah-wah-Effekt (liebe ich). Slow motion Rock. Manchmal etwas zu akademisch kompliziert. Zuviel des Guten. Anway,  mein Lieblingslied ist auf jeden Fall Monki. Für andere steht dies erst an 8. Stelle (last.fm).  Auch die Kritiken etablierter Medien sind eher durchwachsen. Egal. Habe gleich darauf auch die erste LP (ohne Namen) durchgehört und für gut befunden. Ist noch etwas rauher (neue Rechtschreibung: rauer), originaler. Also sicher keine Eintagsfliege. Freue mich auf neues.

Unknown Mortal Orchestra - II

Etwas faschistisch? Ja, aber wunderschön, könnte aus einem Fritz Lang Film stammen …

Die Generation XYZ

Wie nennt man Menschen, die heute 19,5 Jahre alt sind? Es gibt doch in öffentlich-akademischen Diskursen für alles eine Schublade, sogar für Generationen! Deren Mitglieder dann natürlich alle gleich sind und bestimmte Eigenschaften haben. Egal. Was man allerdings eindeutig und nachweisbar feststellen kann, ist, dass die heutigen Generationen eher mit digitalen als mit klassisch-analogen Kommunikationsweisen vertraut sind.  // weiterlesen! 

25. Januar 2024 // Verschiedenes // Kommentar schreiben!

Zur Dummheit 2

Oder auch Einzeller 2.

Ich finde es ja immer wieder erschreckend, dass Dummheit so verbreitet ist, ja geradezu dominant ist. Es ist sogar soweit gekommen, dass dumme Menschen ihre Eigenschaft auch noch stolz nach außen tragen, zum Beispiel im Fernsehen, Internet sowieso, aber natürlich auch in Büchern, also eigentlich überall. Es gibt Bereiche, in denen Dummheit zum Markenzeichen gehört, insbesondere bei Vertretern des Sprechgesangs und alle, finden es auch noch gut oder lustig oder gar cool.

Ist es nicht eigentlich besser und erstrebenswert, intelligent zu sein? Vielleicht lebten wir dann in einer besseren Welt?

Nun wahrscheinlich sind die Menschen so und es war schon immer so, und vielleicht ist es auch gut so, dass nur manche Menschen weiter denken als andere… Sonst gäbe es wohl auch keine Intelligenz.

Aber ein paar mehr wäre schon schön…

[Siehe auch hier]

15. Juli 2011 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Zum Umgang mit Drogen

Drogen sind ja dazu da, den Alltag nicht nur zu überstehen, sondern ihn auch angenehm zu gestalten, Spaß zu haben oder ihm sogar ganz zu entkommen. In schlimmen Zeiten können sie einem kurzzeitig helfen, in guten Zeiten beflügeln, ein zerebrales High bescheren. Aber man sollte vorsichtig damit umgehen, nicht zu viel und nicht zu häufig konsumieren, die Dosis macht das Gift, sie nur gezielt und nach Bedarf einsetzen. Entscheidend ist vor allem, dass man selbst die Kontrolle behält und nicht umgekehrt.

Letztens dachte ich: Vorsicht, jetzt wird es gefährlich. Es fängt an, mein Leben zu bestimmen. Ich sollte den Konsum reduzieren, sonst gehe ich noch darin auf, verliere mich, fange an, anderes zu vernachlässigen und bekomme Schwierigkeiten mit den normalen Anforderungen des Alltags.

Da ich manchmal auch selbstdiszipliniert sein kann, und mir die Kontrolle über mein Leben auch sehr wichtig ist, entschloss ich mich, radikale Maßnahmen zu treffen, um den Teufelskreis zu durchbrechen: einen Tag die Woche mal keine Musik hören! Eine Auszeit hilft manchmal. Sondern irgendetwas anderes zu machen. Vielleicht schreiben? Aber dafür brauche ich sie doch! Egal, mal sehen ob es hilft. Aber ganz verzichten werde ich sicher nie.

 

25. April 2023 // Glossen, Privates // Kommentar schreiben!

Wichtiges

Es ist schön, zu sehen, wie etwas, das einem mal extrem wichtig war, auch mal wieder unwichtig wird. Zunächst wollte ich dieses Tagebuch unbedingt einem bekannten Schreiberling nahebringen, den ich großartig fand, der aber totz wiederholter Kommunikationsversuche, nicht willens war, zu antworten. In der Zwischenzeit rasen die Gedanken davon. Und ich entdecke andere Schreiberlinge, die auch nicht schlecht sind und die sich als Zielgruppe anbieten. Konkurrenz ist etwas gutes (wenn man der Konsument ist)! Mittlerweile bin ich gar nicht mehr soo wild auf den Erstwunschkontakt. Phasenweise sogar eher auf gar keinen Kontakt. Das kann einen ja auch unter Druck setzen. Ich existiere auch so.

Dazu fällt mir eine extrem gute und komprimierte Szene aus „Blow Up“ ein. Späte Sechzigerjahre, genaugenommen 1966. Der Hauptprotagonist läuft etwas ziellos durch die Stadt und landet in einem Beatkeller, dem wohl damals real existierenden und einflussreichen Ricky-Tick (das bedeutet: „as soon as possible“ oder es bezeichnet „A style of jazz regarded as old-fashioned or unsophisticated“). Es spielt, in einer legendären Szene, eine legendäre Band, mit den später legendären Jimmi Page und Jeff Beck, ein tolles Stück (für die Liebhaber unter Euch: The Yardbirds – Train Kept A Rollin‘).

Das Publikum schaut stoisch und unbeweglich zu. Nur ein Paar tanzt am Rande, selbstverliebt und etwas lustlos, dazu. Dann passiert etwas unerhörtes. Der Gitarrist zerdeppert – vor Publikum – aus Frust vor dem schlechten Verstärker seine Gitarre;  kaputt! (hat er hier von Pete von The Who abgeguckt oder umgekehrt?) Während die Musik weiter läuft! Die funktioniert auch ohne Leadgitarre. Und wirft den übriggebliebenen Gitarrenschaft in die Menge. Alle flippen aus und stürzen sich wie verrückt darauf. Zufällig erhascht unser Protagonist das Teil, kann sich gerade noch aus der ihn wild verfolgenden Menge winden und schafft es nach draußen. Dort ein kurzer Blick auf die Beute und dann schon ehemalige Devotionalie: das gute Stück wird desinteressiert in die Ecke geworfen. Ein Passant sieht es, hebt das Teil nochmal prüfend auf – und wirft es etwas achtlos wieder weg.

Die Wichtigkeit ergibt sich manchmal nur aus dem Zusammenhang heraus, aus Vorstellungen und Bildern – und kann sich auch wieder verflüchtigen. Das entspannt.

Und hier das Werk zum Beweis.

Wunderbare Szene aus Blow Up von Antonioni, die zeigt, dass wichtiges auch sehr schnell mal wieder  unwichtig werden kann.