Dumme Anglizismen
Dieser Wahn zum Anglizismus bringt ja bisweilen auch lustige und ungewollte Ergebnisse zutage: Ein bekanntes Beispiel ist der Spruch einer Parfümeriekette. „Come in and find out“. Von vielen wurde das als Herausforderung angesehen: wie finde ich aus dem Laden wieder raus?
Ein Beispiel aus meiner Feder ist die Parfumwerbung: „Get XXX the new fragrance from YYY“.
Habt ihr das schon mal gehört, das Wort FRAGRANCE, amerikanisch ausgesprochen? Vollkommen unpassend, brutal, ja abstoßend! Da lobe ich mir das französische „Parfum“. Selbst „Duftstoff“ klingt verlockender. Gut, das interessiert nur Sensibelchen.
Verteuerung
Neulich ein Bericht zur positiven Weiterentwicklung eines heruntergekommenen Berliner Bezirks. Ein elektronischer Großkonzern mit dem Namen S. verlegt seinem Hauptsitz von München nach Schöneberg. Es wird auf das Umfeld eingegangen: die spezielle Gegend, das horizontale Gewerbe. Der erste Kommentar zu dieser Meldung kam von macthepirat (ein unverständlicher, dummer und fehlerhafter Mischmasch aus Deutsch und Englisch): „Endergebnis: Auch diese Gegend wird für den Normalberliner unbezahlbar.“ Der zweite Kommentar kam von mir: „Meinen Sie damit die Dirnen?“ Der Kommentar wurde von der Redaktion des TSP zensiert. Das war aber doch lustig, oder? Wahrscheinlich wurde das Wort „Dirnen“ automatisch erkannt und der Beitrage daher verworfen. Vielleicht hätte ich „horizontales Gewerbe“ schreiben sollen. Mittlerweile ist mir das schon öfter passiert. Gut, dass ich ihn hier veröffentlichen kann. Aber so wichtig ist das auch nicht; schlimm aber der dumme Nutzerkommentar und die krasse Filterfunktion beim TSP! Fünf andere Antworten hierauf wurden durchgelassen. Und schlimm auch der verbreitete Hass auf die Verbesserung des Umfeldes. Etwas Gentrifizierung würde hier guttun.
Äußerliches
.. kann keine Persönlichkeit schaffen, aber es kann sie unterstützen.
Lotto
Ja, ich spiele es seit vielen Jahren. Aber nicht regelmäßig, sondern einfach mal ab und zu. Man muss das Glück auch mal herausfordern. Der Einsatz ist ja nicht sehr hoch. Vielleicht klappt’s ja mal.
Bisher nicht. Einmal drei richtige, machte 149,00 D-Mark (man erkennt an der Währung, dass es bereits etwas länger her ist). Dagegen stehen Ausgaben, die mindestens das Zehnfache betragen.
Das Ziel ist es eigentlich, einen Gewinn zu erzielen, der es mir ermöglicht, nicht mehr arbeiten zu müssen. Nicht dass ich nicht gerne arbeite, wahrscheinlich würde ich das genauso weiter machen, wie bisher, aber es wäre alles etwas entspannter mit entsprechender Knete im Rücken.
Außerdem könnte ich mich voll und Ganz meinen Steckenpferden widmen: unter anderem wissenschaftlich Musik hören und dieses Tagebuch pflegen. Das wäre auch für Euch vorteilhaft!
Unsoziales
Habe vor vielen Jahren mal einen gefälschten Zugang zu einem „sozialen Netzwerk“ angelegt, um Informationen über einen Teilnehmer zu erlangen und das ist dabei herausgekommen.
Entwickler
Ich bin unter Anderem Entwickler. D.h. ich entwickle Rechnerprogramme, die im Netz lauffähig sind. Privat bin ich ein Spätentwickler. Aber ich entwickele mich. Im Gegensatz zu manchen.
#niedermitdensome
Ich bin ja ein erklärter Gegner der sogenannten Sozialen Medien. Sie produzieren hauptsächlich Müll, verbrauchen Strom, hindern Menschen daran, etwas hilfreiches zu tun, nutzen nur den Großkonzernen, zerstören unsere schöne Demokratie und machen alle Menschen zu schlimmen Narzissten. Darauf könnte und müsste ich noch ausführlicher eingehen, aber es wäre mir zu aufwendig. Und ich nutze sie nie, daher kann ich meine Behauptungen leider nicht so ganz belegen.
Morgens mit dem Fahrrad durch den Tiergarten
Früher musste ich nach Moabit zur Arbeit fahren. Da konnte ich ab und zu auch in 25 Minuten hin radeln. Bei schönem Wetter, im Sommer, tauche ich von der hektischen und lauten Straße in den Wald ein. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und ab und zu hoppelt ein Kaninchen über den Weg. Ich bin glücklich.
Geheimsprache: Der WAF
Hiermit möchte ich mal ein Geheimnis aus der Männerwelt ausplaudern. Nichts dramatisches, aber für Eingeweihte von Bedeutung. Es gibt ja durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen – auch wenn manche dies leugnen.
Ein Beispiel: die HiFi-Anlage. Kennt heutzutage kaum noch jemand, für Männer aus meiner Generation überlebenswichtig. Zur Erklärung: mit so einem Ding kann man gepflegt und stilvoll gute Musik hören. Zu einer guten Anlage gehören – neben dem Turm mit verschiedenen Geräten, wie Verstärker, Plattenspieler, Kassettenrekorder (ggf. Tonbandgerät), CD-Player, Radio – vor allem auch gute Boxen.
Damit auch die Bässe gut wiedergegeben werden, müssen diese möglichst groß sein, Resonanzvolumen haben. Das ist der Punkt, an dem spätestens die Probleme auftauchen können. Die Frau ist der Meinung, dass dies schrecklich aussieht, während der Mann sich an der Größe, Ausfertigung und Funktion ergötzt.
Im Netz – vorwiegend in Technikforen – gibt es eine Geheimsprache unter Männern die diesen Aspekt berücksichtigt: Der Woman Acceptance Factor. Der Wert für richtig coole und große Boxen liegt ca. bei 0,0001 WAF. Wären die Boxen unsichtbar, läge dieser bei 1.0 WAF. Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen. In den Foren werden Lösungen vorgeschlagen und diskutiert, die trotz der Bedürfnisse des Mannes auch einen möglichst hohen WAF haben, um die Umsetzung nicht zu gefährden. Also, ich hätte nichts dagegen, alles einzusparen: ein Streamingerät mit Verstärker als einziges Gerät aufzubauen. Und unsichtbare Boxen aufzustellen, solange die Funktion – guter Klang – erfüllt wird. Leider ist das so noch nicht möglich.

