Ein paar Gedanken zur militärischen Spezialoperation

  • Natürlich ist es ein Krieg
  • Es gibt genau zwei Gründe für einen Krieg: Man wird angegriffen und muss sich verteidigen, oder man möchte seinen Machtbereich ausweiten. Zu den vielfältigen vorgeschobenen Gründen dieses Krieges möchte ich nochmal etwas ausführlicher schreiben.
  • Eine Lehrstunde in Geschichte. Und ein Vorgehen, wie aus dem Lehrbuch.
  • Der Angreifer hat wohl das Standardwerk verinnerlicht „Wie führe ich einen unschuldigen Angriffskrieg und manipuliere die Welt?“
  • Geschichte wird gemacht. Das hat auch ein russischer Diktator für sich beschlossen.
  • Diplomatie funktioniert nur mit entsprechender Macht im Rücken.
  • Wer jetzt noch von Diplomatie oder Verhandlungen träumt, ist ein Depp.
  • Sanktionen können ärgern, aber nicht die Okkupation verhindern.
  • Als alter Pazifist muss ich sagen, jetzt hilft nur noch blanke Gewalt.
  • Ich freue mich über die Geschlossenheit und Stärke der Europäer.
  • Mann, bin ich froh in einer Demokratie zu leben!
  • Staaten: unterstützt die Ukraine – auch mit Waffen.
  • Es ist verständlich, dass kein Staat direkt eingreifen möchte.
  • Deutschland macht zunächst Symbolpolitik, schwenkt aber glücklicherweise doch noch um.
  • Es wundert mich, dass nach der Okkupation der Krim, immer noch niemand Russlands lupenreinen Demokraten ernst genommen hat.
  • Warum gibt es keine Sanktionen gegen Belarus? Die ermöglichen immerhin den direkten Angriff auf Kiew.
  • Hoffen hilft nicht mehr – nur noch Handeln.
  • Würden wir Deutschen unsere Demokratie auch so überzeugt/überzeugend verteidigen?
  • Ja, es ist auch ein Informationskrieg.
  • Der Ukrainische Präsident macht seinen Job schon gut. Aber die verbalen Angriffe gegen Deutschland nerven mittlerweile.
  • Hier kämpft das letzte Jahrhundert gegen die neue Welt.
  • Bin ich froh, dass wir Verbündete haben.
  • Es wird mir wieder bewusst, wie wertvoll unsere Demokratie, die Meinungsfreiheit und der europäische Gedanke sind.
  • Kriege kann man heute nicht mehr so führen, wie vor 60 Jahren.
  • Dieser Krieg darf auf keinen Fall gewonnen werden, da er sich gegen den Westen und die Demokratie richtet.
  • Wir sollten die Ukraine – neben der politischen und sozialen Hilfe – auch mit möglichst vielen Waffen versorgen
  • Eigentlich ist es ja aus politischen Gründen auch sehr interessant, was in einer solchen Ausnahmesituation alles passiert, welche Initiativen ergriffen werden, welche Aktionen und Gegenreaktionen es gibt. Wäre da nicht auch das schreckliche Leid.
  • Und der Angriff ist schon ziemlich oldschool.
  • Es ist richtig, endlich die Bundeswehr besser aufzustellen und mehr Geld für Verteidigung (ja: Verteidigung) auszugeben.
  • Autokrat ist ein zu freundliches Wort für einen Diktator.

Und hier mal aus sprachlicher Sicht (ein Schwerpunkt dieses Tagebuchs) Synonyme für Autokrat: Führer, Diktator, Monarch, Souverän, Tyrann, Alleinherrscher, Unterdrücker, Gewaltherrscher, Selbstherrscher, Schreckensherrscher, Absolutist, Despot

Nachtrag: der Duden war ja mal eine angesehene Institution der deutschen Sprache; dieses Bild versucht er seit vielen Jahren mit allen Mitteln erfolgreich zu zerstören. Synonyme für „Autokrat“ kennt er aktuell gar keine. „Suche nach Autokrat. Leider gibt es für Ihre Suchanfrage im Wörterbuch keine Treffer. Vielleicht werden Sie in einem der anderen Seitenbereiche fündig: [Bla Bla]“ Es wird angeboten, seine Anmerkungen über ein Kontaktformular mitzuteilen. Das habe ich genutzt: „Hallo, Sie finden keine Synonyme für „Autokrat“?! Da frage ich lieber meinen 10-jährigen Sohn, als den Duden! gorg“. Mein Sohn ist zwar älter, aber aus dramatischen Gründen habe ich mich hier nicht ganz wahrheitsgemäß artikuliert, ohne die grundsätzliche Aussage zu verändern. Beim Abschicken des Formulars kam eine Fehlermeldung: „The website encountered an unexpected error. Please try again later.“ Nicht einmal das können die. Ich hoffe, dass dieses populistische Machwerk bald die Unbeachtung findet, die es verdient.

Meine Wortbibel DWDS bietet dagegen mehrere Alternativen und verzeichnet einen starken Anstieg des Begriffs seit 2007. Anwendungsbeispiel: „an der Spitze des russischen Staates stand der Zar als Autokrat“

Und: das Wort Autokratin habe ich noch nie gehört. Heute soll man wohl sagen: Autokrat_In. Da bin ich schon froh, dass alle männlich sind und wir diese Form nicht brauchen. Auch die Rechtschreibprüfung von WordPress findet das Wort Autokrat nicht. Alternativ wird angeboten: Autorat, Autokarat, Autokraft, Kraut. Häh??

Und wie unser beliebter Sprachbloggeur berichtet, ist der aktuelle Möchtegernautokrat im Vergleich doch wohl eher eine Lachnummer.

17. März 2022 // Politisches // 2 Kommentare

2 Antworten auf „Ein paar Gedanken zur militärischen Spezialoperation“

  1. Ja, lieber Gorg, eine Lachnummer schon, aber auch in der Hölle wird er seine Mühe haben, so viel Blut von den Händen abzuschrubben. Was geht zuerst kaputt? Er oder die Welt? Ich tippe auf Ersteres. Herzlichst PJ

    1. gorg sagt:

      Ja, wir hoffen es alle.

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