Gedanken // Seite 2

Alles für alle kostenlos!

Die Idee von der Grundrente war gestern. Meine etwas radikale Idee: Jeder sollte ohne Entlohnung arbeiten und alles kostenlos zur Verfügung stellen. Das heißt, jeder kann auch alle Leistungen kostenlos in Anspruch nehmen. Dann brauchen wir gar kein Geld mehr, und alle wären glücklich – oder? Nein, leider funktioniert das nicht. Da es keine Motivation zur Arbeit mehr gibt. Das heißt, es werden kaum noch Leistungen zur Verfügung gestellt, die in Anspruch genommen werden können. Alle fahren nur noch Porsche und trinken Schampus. Schade, wäre schön gewesen. Eine Utopie.

Freigeist

Ist ein denkender Mensch, der frei ist. Frei von Konventionen, Regeln, Meinungen, Gesellschaft. Jemand, der sich einfach seine eigenen Gedanken macht. Weil es ihm gefällt.

Etwas differenzierter und interessanter beschreibt es dieser Kollege: „Ein Freigeist liebt die eigene Erkenntnis um ihrer selbst willen, weil sie nicht der Historie der Gesetzmäßigkeiten, sondern den Realitäten in Bezug auf sein Dasein als ein Teil eines faszinierenden, unendlich freien aber auch unermesslichen Ganzen, geschuldet ist„.

Eine sehr interessante und vielseitige aber etwas langatmige und rechtschreibfehlergespickte Analyse (ich habe sie nicht vollständig gelesen) gibt es unter heinzsauren.blogspot.com

Also, den Definitionen fühle ich mich nicht verpflichtet, auch dem Vorwurf des Atheismus nicht, aber in vielen Eigenschaften habe ich mich wiedererkannt.

Gesunder Menschenverstand

Ein Begriff, der oft auch mißbräuchlich verwendet wird; von rechts, von links, von oben, von unten, von Diagonal, von sonstwo. Und jeder versteht etwas anderes darunter. Ich finde den Begriff eigentlich gut – und lebe danach – und Betroffene sicher auch. Für mich bedeutet er: in einer Welt voller Bekloppter und schlimmer Manipulation durch manche Medien,  das eigene Hirn zu bemühen und vernünftig zu denken und zu handeln. Vorausgesetzt, man hat es. Aber was ist vernünftig? Nun, das sind Menschen, die nicht extremistisch sind, klug, entspannt, klar in der Sache, pragmatisch, gerecht, rücksichtsvoll, menschenfreundlich, liberal, ausgewogen. Ich bin wohl Mitglied einer extremen Minderheit.

24. April 2020 // Gedanken, Wörter // Kommentar schreiben!

Das Virus

Bild: Pixabay

Es heißt wohl offiziell DAS Virus, obwohl man auch sagen darf: DER Virus, was aber nicht angebracht ist, da die männliche Form eine gewisse Stigmatisierung impliziert. Egal, jeder der das in diesem und vielleicht auch in nächstem Jahr liest, weiß, wovon ich spreche, ohne den Namen zu nennen. Alles andere ist bereits gesagt.

14. April 2020 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Mein erstes Interview

Er: Hallo GORG, toll dass Du heute Zeit für uns hast (ist ok, wenn ich DU sage, oder?), wie geht es Dir?
Ich: Hmm, naja, so lala….
Er: Das ist ja toll! Erzähle uns etwas aus Deinem Leben!
Ich: Also, ähm ..
Er: Danke, das klingt gut und nach unglaublichen Erfahrungen. Wer ist denn Deine Zielgruppe?
Ich: Also, ich freue mich, wenn möglichst viele ..
Er: Ach nee, Monsieurchen hat als Zielgruppe die ganze Welt?
Ich: Das ist eigentlich nicht mein Anspruch, aber …
Er: Egal. Warum bist Du so beliebt?
Ich: Weiß nich so genau, vielleicht weil …
Er: Bestimmt, weil Du dieses tolle Tagebuch geschrieben hast!?
Ich: Nun, das würde mich freuen..
Er: Danke für dieses tolle Gespräch und alles Gute noch!
Ich: Danke auch …

08. März 2020 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Emotionales

Ich hasse Emotionen!

Huch – da ist mir doch gerade eine rausgerutscht.

Emotionen werden heutzutage als etwas Gutes angesehen. Lass‘ sie raus! Tut gut! Ist ehrlich! Ist glaubwürdig! Klar ist es grundsätzlich ganz gut, sich gehen zu lassen, es hilft, wieder ausgewogen zu werden. Aber doch nicht vor Fremden!

Es wird geradezu zelebriert, sämtliche Gefühle einfach öffentlich auszuleben. Das wird auch oft inszeniert. Und das ist schlimm. Man sollte ein Minimum an Selbstbeherrschung haben, entscheiden, wann und wo man welche Emotionen zeigt. Ok, in dramatischen Fällen geht das nicht, aber meistens schon. Wenn ich traurig bin, kann ich auch mal weinen, das geschieht gerne alleine, oder vielleicht vor meiner Frau, die es angeht und die mich trösten kann. Nicht das Publikum vor dem ich gerade stehe.

Ich habe nichts Grundsätzliches gegen Emotionen – sie lassen sich auch kaum verhindern – diese Hochstilisierung gefällt mir aber nicht. Rationales Handeln ist auch sehr schön, hat aber nicht so einen Show-Effekt und wird daher oft vernachlässigt.

08. März 2020 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Aufmerksamkeitsdefizitstörung

Als zwanghaft extrovertierter Mensch hat man heutzutage gute Karten. Noch nie war es so einfach, Aufmerksamkeit zu erregen und ein Millionenpublikum erreichen. Dank des Netzes und der Medien kann man – ohne jegliche Fähigkeiten –  innerhalb kürzester Zeit berühmt werden. Im positiven Sinne, aber vor allem auch im negativen Sinne – das ist einfacher!

Wer es nötig hat, hier ein paar Vorschläge:

  • öffentlich etwas gegen Minderheiten verkünden
  • als faschistischer Diktator verkleidet durch die Straßen ziehen
  • sich die Haut schwarz anmalen
  • während einer Quatschrunde im Fernsehen die Hosen herunterziehen und Richtung Publikum pfurzen
  • Greta kritisieren
  • sich als Fleischliebhaber, Reicher, Wohnungseigentümer, SUV-Fahrer bekennen

Als beste Plattform empfehle ich die sogenannten sozialen Netzwerke. Hier verbreitet sich jede leicht andersartige nichtkonforme Stellungnahme in sekundenschnelle um die ganze Welt. Kurze Zeit später nehmen dann die klassischen Medien den Fall auf und bringen das Thema auch älteren Generationen nahe.

Die Aufmerksamkeit (Empörungswelle) ist einem Gewiß. Dafür hält sie wohl aber nicht lange an. Daran müsste man etwas mehr arbeiten.

20. Februar 2020 // Gedanken // Kommentar schreiben!