Ein nicht gelungener Abend

Vor einigen Wochen schon: Also, wir waren bereits zweimal hier und glücklich, so ein Restaurant in Laufnähe gefunden zu haben. Aber jetzt dies: Wir müssen ja immer einen Babysitter bestellen um ausgehen zu können daher sind wir darauf angewiesen, dass es auch ein schöner Abend wird. Das war es im Jäger & Sammler diesmal nicht. Es gab zwar eine charmante Bedienung, die einiges wieder wett machen konnte, aber irgendwann hat dies auch nichts mehr genützt.

Es fing damit an, dass im zu einem Drittel besetzten Laden nur eine Karte für zwei zur Verfügung stand. Die Gerichte wechseln wohl täglich – es gibt nur eine geringe Auswahl – da kann man Pech haben. Anyway man hat sich entschieden. In der Zwischenzeit etwas trinken: ein dunkles Weizenbier „Haben wir nicht“. Na gut dann ein normales Weizenbier: „Gibt es im Moment nicht, Sie können ein Pils haben. Sonst nichts? Doch ein Flens. Immerhin mein Lieblingsbier – kam dann aber in einer 1/3 Flasche, das ist sicher teurer und eigentliche sollte man wegen der Miniportion gleich zwei bestellen,  egal. Essen bestellt.

Gewartet. Gewartet. Gewartet. Eine Stunde lang. Bedienung versichert: Essen kommt sofort. Nach 10 Minuten kein Essen. Bedienung darauf hingewiesen: vielleicht doch schonmal den bestellten Salat bringen? Außerdem wäre es angebracht, die mittlerweile 3 leeren Flaschen Flens mal wegzuräumen. OK, Salat kam – kein Essen. Zweite Bedienung (Oberbedienung? Chef? Jedenfalls auch unprofessionell, weil er im Vorbeigehen mal eben die komplette Garderobe um geschmissen hat)  ultimativ  aufgefordert, das Essen innerhalb von 5 Minuten zu bringen. Wir wollten gehen – es kam, nach 5 Minuten. Also, aufgegessen, bezahlt, und schnell wieder nach Hause! Das war’s.

27. Mai 2011 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Konform

Mir fällt auf: In Zeiten in denen alles möglich ist, verhält sich der Mensch doch sehr konform …

Nachtrag vom 15.07.11: Ich nehme an, dass Fernsehen und Internet dazu beitragen.

27. Mai 2011 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Designeranekdote

Eine Geschichte aus der Welt der Designer, die schon etwas alt ist, die ich aber doch mal loswerden möchte. Also, vor mehreren Jahren hatte ich eine Ausgabe der PAGE in der der Hand, DIE Zeitschrift für Designer und MAC-Affine. Halt, für Designer aus dem Printbereich muss man sagen, das Web haben die erst sehr spät entdeckt, und dann vor allem im Hinblick auf Flash, eine Technik, die heute kaum mehr eine Rolle spielt. Beides kann man sowieso nicht machen.  Anyway, in dieser Ausgabe war ein Artikel, in dem wichtige (Chef-)designer aus  Agenturen befragt wurden: Was inspiriert Sie zu Ihrer Arbeit? Nun, manche gaben an Reisen, z.B. Afrika, ist ja exotisch!, oder alte Gebäude und Sraßenschilder, originell! Doch einer gab an: Meine Figur von Tim und Struppi – die steht immer auf meinem Schreibtisch. Also, wenn das alles so bieder und banal ist, kann ich verstehen, warum Design aus Deutschland eine eher untergeordnete Rolle spielt …

27. Mai 2011 // Internetz // Kommentar schreiben!

Beliebte Rechtschreibfehler im Netz

Wer regelmäßig im Netz unterwegs ist und einen Sinn für Rechtschreibung hat, dem graut es manchmal. Insbesondere in Foren scheinen sich einige Menschen zu tummeln, denen Rechtschreibung ein Fremdwort ist.

Nun, ich mache mir einen Spaß daraus, die allzeit wichtigsten Rechtschreibfehler zu sammeln. Bisher schlage ich folgendes vor:
:->

  • Gallerie (das doppel-l kommt aus dem englischen)
  • Standart (einfach nur falsch)
  • Webside (für des englischen Unkundige)
  • Gestalltung (so klingt es hallt, oder?)
  • armsehlich (dito)
  • Verarbeitung – mackellos (ohne Macke?! :~)
  • Wehmutstropfen (kling aber auch gut ..)
  • Rezession (wenn man über etwas schreibt, oder?)
  • Tollerant (sind wir da mal tolerant? Nein.)
  • einfaltsreich (nicht häufig aber dafür besonders einfältig)
  • langlebrig (klingt etwas sticky)
  • ausgeschalten (er hat das Telefon ausgemacht)

Auf die Richtigstellung verzichte ich hier und überlasse es dem geneigten Leser…

Bitte Liste ergänzen!

25. Januar 2011 // Deutsches, Internetz // Kommentar schreiben!

Piraten

Gibt es Piraten in echt? Fragte mein Sohn mich letztens. Nein, das sind nur Geschichten aus Büchern – wollte ich gerade antworten und stockte.

War da nicht in letzter Zeit häufiger die Rede von Überfällen auf Schiffen, am Horn von Afrika zum Beispiel, Indischer Ozean oder vor Somalia und so? Der Begriff Piraten wurde auch genannt. Ja, es gibt Piraten antwortete ich etwas verwirrt. Und begann zu überlegen, warum eigentlich. Warum gibt es in heutiger Zeit noch Piraten?

Die kommen in ihren Schlauchbooten an und wollen einen riesigen Frachter kapern? Ich kann nicht glauben, dass es heute noch so etwas möglich ist. Sind die Kapitäne nicht gewappnet mit Funk, Video, hightech und sowieso in der Überzahl? Wie kommen die Piraten überhaupt auf das riesige Schiff drauf – Enterhaken so wie früher? Den kann man doch einfach abschneiden, runter werfen, Teer und Federn runter kippen.

Und wenn sie es doch schaffen, könnte man das Schiff manövrier-unfähig (was für ein Wort!) machen? Und die Mannschaft flüchtet in einen Sicherheitsbereich, bis Hilfe kommt? Das nützt natürlich wenig, wenn keine Hilfe kommt, also wenn der Wille zur Hilfe nicht da ist. Aber es gibt ja internationale Vereinbarungen – oder nicht?

Und wenn das Schiff erfolgreich entführt wurde, kann man die Piraten doch im angesteuerten Hafen gebührend empfangen. Irgendwann müssen die ja auch von Bord. Nun scheint ja nicht so einfach zu sein, wie ich mir das denke …

25. Januar 2011 // Politisches // Kommentar schreiben!

Lustwort 2

Lustwort gab es schon vorher! Und ich dachte, ich hätte eine einmalige und kongeniale Wortschöpfung mit besonderem Wortsinn hervorgebracht! Aber in Zeiten des weltweiten Netzes ist es zugleich erbauend und frustrierend zu sehen, was es alles schon gibt ;)

Zumindest im anglophilen Bereich dieser Welt: Dort bezeichnet „Lustwort“ laut Wikipedia eine Blume (gar nicht so schlecht): „Drosera, commonly known as the sundews“.

(Drosera derbyensis; Foto Noah Elhardt)

In deutschen Landen ist das Gewächs unter dem Gattungs-Namen „Sonnentau“ bekannt (wissenschaftlich: Drosera) und zählt mit annähernd 200 Arten zur zweitgrößten Gattung FLEISCHFRESSENDER PFLANZEN. Unter Fachleuten auch bekannt als Himmelstau, Herrgottslöffel, Himmelslöffelkraut, Spölkrut oder Widdertod (meine Güte!). Die Art ist wie alle in Deutschland vorkommenden Sonnentauarten durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt (gut so!).

Nun, seit dieser Erkenntnis schmückt ein Photo dieser wundersamen Blume den Kopfbereich dieses wunderbaren Tagebuchs. Achtung: Nicht anfassen – Fleischfresser!

Und ja: es gibt eine Assoziation zu einem ähnlich klingenden Wort, das nennt man Wortspiel.

Haben Sie schon Teil 1 gelesen?

05. Januar 2011 // Lustwort // Kommentar schreiben!