Langeweile
Langeweile ist gut für die Kreativität!
Langeweile ist gut für die Kreativität!
Also, ich hatte den Vorgänger dieser Boxen (nämlich diese http://www.amazon.de/Teufel-Motiv-Set-2-1-schwarz/dp/B000Y13NBS/), um am PC gepflegt Musik zu hören und war sehr zufrieden. Leider kam eines Tages (natürlich nach Ablauf der Garantiezeit) kein Strom mehr am Subwoofer/Verstärker an. Ich wollte das Gerät kostenpflichtig von Teufel reparieren lassen, aber mir wurde mitgeteilt, dass eine Reparatur nicht möglich sei und bot mir diesen Nachfolger zum sehr günstigen Preis an, so dass ich nicht widerstehen konnte. Leider gibt es die Boxen nicht in schwarz (ein Zugeständnis an die Apfel-Anhänger?) so dass ich die Kröte in weiß schluckte.
Das Design ist sonst super, die Funktionsvielfalt genial, aber leider der Klang – relativ wichtig bei Lautsprechern – miserabel! Ich traue mich kaum, das zu sagen. Viel Bass – ja, aber Mitten und Höhen kaum; keine räumliche Darstellung, keine Details – ein schwammiger Klangbrei. Ich habe drei Wochen getestet und verkabelt – nichts zu machen.
Es scheint sich eine allgemeine Tendenz zu entwickeln, schlechte Lautsprecher in schönes Design zu verpacken und möglichst teuer zu verkaufen. Kann ja nicht schlecht sein… Doch, diese Boxen klingen aus meiner Sicht schlecht und sind überteuert. Ich habe sie zurückgegeben (immerhin ist Teufel hier sehr kulant), mir über die elektronische Bucht das alte System (in schwarz!) gebraucht und sehr günstig gekauft und bin wieder glücklich!
Ich mochte Teufel, kenne die Firma noch aus den achtzigern als „Lautsprecher Teufel“ nähe Bundesplatz, wo man früher Bausätze bester Qualität kaufen konnte. Jetzt ist wohl es eine Firma wie alle anderen. Wahnsinns-Marketing, hohe Preise, mäßige Quali? Leute kauft alte Lautsprecher!
Nachtrag: Diese Rezension wurde auch bei einem bekannten Online-Händler veröffentlicht. Kurz danach erschien natürlich eine positive Rezension – ein Schelm wer Böses dabei denkt!
Es wird Zeit, dass ich etwas über die glorreiche PJ Harvey schreibe; oder zumindest über meine audiophilen Erlebnisse mit ihr. Immerhin eine der größten Musikerinnen aller Zeiten – für mich zumindest. Ich hoffe, ich kann ihr hiermit gerecht werden.
Der erste Kontakt war mit Dress in den Achtzigern – bei John Peel. Das Lied beeindruckte mich mit dem ungewöhnlichen, sehr musikalischen Gesang, der Variation und der Eigenschaft, hängen zu bleiben. Doch das wurde damals nicht weiter verfolgt. Im Jahr 2014 hatte ich dann die Gelegenheit, ein ganzes Album von Ihr zu hören: „Uh Uh Her“. Einmal gehört, das zweite Mal gehört – dann als eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte eingestuft. … It’s You – eines der besten Songs in meiner All-Time-Top-Liste. Und das hat sie alles alleine eingespielt, bis auf das Schlagzeug!
Ich habe mich danach nicht mehr getraut, anderes von ihr anzuhören – aus Angst vor Enttäuschung. Erst ein halbes Jahr später wurde Neues versucht. Manches nicht so doll, anderes wieder herausragend. Ich kenne keine so vielseitige Musikerin, die so gute Musik macht. Ja, ich weiß, sie liebt Patti Smith, aber sie hat ihren eigenen Stil. Manchmal fängt es sehr einfach an, es klingt fast langweilig, doch dann kommt der Mittelteil und man schmilzt dahin. Vom Protestsong der sechziger über Rockballaden und düstere Ergüsse bis hin zu poppig klingenden Liedern mit Engelszungen (aber gern mit radikalen Texten). PJ ist keine Musikerin – sie ist Künstlerin. Wie so oft: in England beliebt in Deutschland wenig bekannt. Hört! Euch! das! an!
Sehr sehenswert das Konzert BBC4 Sessions (Live at St. Lukes Church)
Das Rowdytum in der Öffentlichkeit nimmt seit Jahren stark zu. Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, kann beobachten – wenn er will – wie Gesetze und Regeln des Gesetzgebers oder des Anstands immer wieder und immer mehr massiv gebrochen werden. Das betrifft übrigens alle Verkehrsteilnehmer: Während früher die Autofahrer als Rüpel bezeichnet werden mussten, weil sie bei Rot über die Ampel fuhren, oder beim Rechtsabbiegen Fahrradfahrer ermordeten, kamen später die Fahrradfahrer als aggressive Kampfradler hinzu; heute sind es auch die Fußgänger, die so ignorant wie möglich vor dem Auto über die Straße laufen und einen Wutanfall kriegen, wenn man sie deswegen anhupt. Das Grundproblem ist in dieser Gesellschaft weit verbreitet: Rücksichtslosigkeit – in Berlin natürlich besonders. Was mich wundert ist, dass diese vielen Gesetzesbrüche nicht geahndet werden. Es gibt keine Kontrolle, kein Bewusstsein und keinen Willen. Und wenn mal kontrolliert oder bestraft wird, gibt es geringste Strafen und vor allem kein Einsehen der Täter.
Wörter, Gedanken, Meinungen. Und Spaß am Deutsch :-]
Mehr dazu: [Lustwort 1] [Lustwort 2] [Selbstkritik]
Gelesen und akzeptiert