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Polly Jean

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Nicht das beste Album, aber ein tolles Cover!

Es wird Zeit, dass ich etwas über die glorreiche PJ Harvey schreibe; oder zumindest über meine audiophilen Erlebnisse mit ihr. Immerhin eine der größten Musikerinnen aller Zeiten – für mich zumindest. Ich hoffe, ich kann ihr hiermit gerecht werden.

Der erste Kontakt war mit Dress in den Achtzigern – bei John Peel. Das Lied beeindruckte mich mit dem ungewöhnlichen, sehr musikalischen Gesang, der Variation und der Eigenschaft, hängen zu bleiben. Doch das wurde damals nicht weiter verfolgt. Im Jahr 2014 hatte ich dann die Gelegenheit, ein ganzes Album von Ihr zu hören: „Uh Uh Her“. Einmal gehört, das zweite Mal gehört – dann als eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte eingestuft. … It’s You – eines der besten Songs in meiner All-Time-Top-Liste. Und das hat sie alles alleine eingespielt, bis auf das Schlagzeug!

Das herausragende Album, das sie fast komplett alleine eingespielt hat mit „It’s You“.

Ich habe mich danach nicht mehr getraut, anderes von ihr anzuhören – aus Angst vor Enttäuschung. Erst ein halbes Jahr später wurde Neues versucht. Manches nicht so doll, anderes wieder herausragend. Ich kenne keine so vielseitige Musikerin, die so gute Musik macht. Ja, ich weiß, sie liebt Patti Smith, aber sie hat ihren eigenen Stil. Manchmal fängt es sehr einfach an, es klingt fast langweilig, doch dann kommt der Mittelteil und man schmilzt dahin. Vom Protestsong der sechziger über Rockballaden und düstere Ergüsse bis hin zu poppig klingenden Liedern mit Engelszungen (aber gern mit radikalen Texten). PJ ist keine Musikerin – sie ist Künstlerin. Wie so oft: in England beliebt in Deutschland wenig bekannt. Hört! Euch! das! an!

Sehr sehenswert das Konzert BBC4 Sessions (Live at St. Lukes Church)

Rüpel und andere

Das Rowdytum in der Öffentlichkeit nimmt seit Jahren stark zu. Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, kann beobachten – wenn er will – wie Gesetze und Regeln des Gesetzgebers oder des Anstands immer wieder und immer mehr massiv gebrochen werden. Das betrifft übrigens alle Verkehrsteilnehmer: Während früher die Autofahrer als Rüpel bezeichnet werden mussten, weil sie bei Rot über die Ampel fuhren, oder beim Rechtsabbiegen Fahrradfahrer ermordeten, kamen später die Fahrradfahrer als aggressive  Kampfradler hinzu; heute sind es auch die Fußgänger, die so ignorant wie möglich vor dem Auto über die Straße laufen und einen Wutanfall kriegen, wenn man sie deswegen anhupt. Das Grundproblem ist in dieser Gesellschaft weit verbreitet: Rücksichtslosigkeit – in Berlin natürlich besonders. Was mich wundert ist,  dass diese vielen Gesetzesbrüche nicht geahndet werden. Es gibt keine Kontrolle, kein Bewusstsein und keinen Willen. Und wenn mal kontrolliert oder bestraft wird, gibt es geringste Strafen und vor allem kein Einsehen der Täter.

Erwischt

Beim Vip-Empfang zur Präsentation des neuen „Craft-Bier Buch“ von Sylvia Kopps. Im chicen Gestalten Pavillon, Bikini Berlin. AND hat irgendwie eine Zutrittsberechtigung bekommen und der Hof-Fotograf hat uns als Kenner neben den Promis abgelichtet ;) und ohne Nachfrage in einem „sozialen Medium“ veröffentlicht.

Die wahren Kenner, bei der Bierverkostung (https://www.facebook.com/media/set/?set=a.287848208090344.1073741846.143168175891682&type=1)

22. September 2014 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Damiel lebt!

Eine alte Geschichte aus den Achtzigern: Wir gehen am hinteren Ende des Kudamm in ein Kino, um den Film „Himmel über Berlin“ zu sehen, der seitdem zu meinen liebsten Filmen aller Zeiten gehört. Nach dem Kino schlendert man den Kudamm entlang und vorbei kommt ein einsamer Mann im Trenchcoat gehüllt. Ist das nicht?..  ja, da läuft der Engel in Form von Bruno Ganz vorbei! Wahrscheinlich kommt er gerade von der Schaubühne, wo er am Theater gespielt hat, seit dem Film übrigens auch einer meiner Lieblingsschauspieler ..