Der Kollege Sprachbloggeur

Auf der Suche im Netz nach Gleichgesinnten bin ich schon vor längerem auf diese Seite gestoßen und hatte bereits einen Kurzkommentar dazu veröffentlicht, möchte aber nun nach persönlicher Kontaktaufnahme, freundlichem Austausch und intensiverer Beschäftigung damit gerne eine etwas ausführlichere Würdigung schreiben!

Der Sprachbloggeur ist offensichtlich ein ER, sonst würde sie sich Sprachbloggeuse nennen. Ich bin nicht sicher, ob das Doppel-g im Namen korrekt ist, das wird er aber wohl geprüft haben. Der Name ist aber einzigartig und deutet schon auf den Sinn für Sprachen hin. Dahinter steckt wohl ein Ami, der in München gestrandet ist und sich als Sprachinteressierter zunächst ausgerechnet mit dem Bayerischen auseinandersetzen musste, letztlich und glücklicherweise aber beim Hochdeutschen gelandet ist. Der Sinn für sprachliche Feinheiten gefällt mir, den habe ich auch. Während ich mich etwas mehr auf die deutsche Sprache fixiert habe, ist er da vielseitiger und ausführlicher. Ich frage mich, ob der Aufenthalt im Ausland (bei mir 10 Jahre Irland) oder die Herkunft (bei ihm USA) den Sinn für sprachliche Feinheiten fördert – ich denke ja!

Während ich weitgehend anonym auftrete, erzählt er schonmal etwas über sich, woraus man sich ein ungefähres Bild machen kann. Der Menüpunkt „Wer bin ich“ hilft aber nicht weiter. Stellvertretend wird etwas Lyrik präsentiert. Auch der genaue Name erschließt sich mir nicht: was bedeuten die Initialien P.J.? Das wird nie erwähnt. Ich kenne das als Polly Jean bei meiner Lieblingsmusikerin P.J. Harvey.

Auch das Alter das Autors ist nicht ersichtlich – ich schätze aber aufgrund der Sprache und des Stils auf ein reiferes und weiseres Alter, meine Generation? Viele aktuelle Themen haben wir gemeinsam, wenn auch anderes ausgeführt.

Die Seite ist leider optisch nicht sehr ansprechend; hier sollte mal nachgebessert werden. Andererseits ist das natürlich nur aüsserlich – wichtig sind die Inhalte!

Ich habe noch nicht alles gelesen aber der ausgeprägte Sinn für sprachliche Feinheiten und das Rechercheinteresse sowie die unkonventionellen Beobachtungen und Stellungnahmen zum Zeitgeschehen gefallen mir. Und er ist bisher beliebter, als ich: es scheint einige Leser zu geben, die auch Kommentare hinterlassen. Guckt mal rein unter http://sprachbloggeur.de/

Schön, dass es so etwas (noch) gibt – und das außerhalb der schrecklichen „sozialen Medien“ – bitte durchhalten!

Kleiner Nachtrag: Puh, bin gerade – nach Fertigstellung dieser kleinen Rezension – das erste Mal auf die Idee gekommen, den Namen mal zu gugeln, und Monsieur scheint ein Profi und längst bekannt zu sein und hat schon mehrere Veröffentlichungen hinter sich! Das wusste ich nicht und ich möchte es eigentlich gar nicht wissen und lese darüber auch erstmal gar nichts. Ich möchte einfach unvoreingenommen über eine Seite schreiben, die mir gefallen hat.

2 Antworten auf „Der Kollege Sprachbloggeur“

  1. Lieber Herr Lustwortler,

    das ist wie im Märchen. Man stöbert durch einen dunklen Wald und siehe da! Plötzlich entdeckst du etwas über dich selbst, erlebst dich als Porträtierten und nicht aus der eigenen Subjektivität. Kenne ich diesen Menschen, der hier beschrieben wird? Hmm. Teilweise. Bin dankbar für die schöne Überraschung. Viele schöne Grüße PJB Sprachbloggeur

    1. gorg sagt:

      Juhuu, ein echter Kommentar von einem vermutlich echten Menschen! Das System hat ihn aus einem Wust von 165 Müllkommentaren herausgesucht und mir zur Veröffentlichung vorgeschlagen (erledigt). Dank und schöne Grüße an Mister PJ

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