Flüchtlinge

DAS Thema derzeit (und ich liebe Wörter mit der Endung -ling).

Eine kleine Begebenheit dazu: Ich bringe den Sohn zum wöchentlichen Fußballtraining bei der alten Schule und fahre wie gewohnt in die Einfahrt, um im Hof zu parken. Huch so viele Menschen hier heute, dass ich kaum durchkomme. Ein Mann im Anzug faucht mich an: „Was wollen Sie? Sie können hier nicht durch!“ „Aber ich will doch nur meinen Sohn zum Fußball bringen“. „Das geht nicht, hier ist jetzt ein Flüchtlingsheim“.

Ich darf nicht mal weiterfahren, um zu drehen und bekomme etwas Panik: viele Menschen, in Zeitnot und komme nicht weiter. Da helfen mir zwei nette Flüchtlinge: schieben die Kinder beiseite und geleiten mich wieder raus … Alles ok. Der Sohn kann die paar Schritte auch laufen. Nur der Anzugmann (vermutlich Vertreter der  Flüchtlingshilfeorganisation) sollte etwas gelassener sein. Bin ich auch.

Nachtrag vom 5. Mai 2017: Der Parkplatz ist wieder frei. Keine Flüchtlinge mehr. Es ist eine Volkshochschule eingezogen. Flüchtige Flüchtlinge …

06. Oktober 2015 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Le francais – der Franzmann. Nein, das Französisch!

Je sais parler francais, alors je peut parler francais. Non? Ecriver aussi – un peu (sans accents). Je suis – un Genie (aber nur weil es sich so schön reimt). J’ai l’appris a l’ecole pour quatre annees. Le Professeur etait tres bien et passionant. On a lit Rhinocéros de Ionesco, que m’a fait quelque chose (ok, das musste ich nachschlagen und ich liebe diese Formulierung!). J’aime les langues, et en particulier le francais. Je suis ete en Paris plusieures fois et il y’avait une tres jolie Klassenfahrt a la provence. En plus, bien sur, j’aime le fromage et le vin, naturellement. C’est dommage, qu’il n’existe plus d’echange entre le Frosch et le Kraut. Nous sommes des tres interessantes pays de l’Europe. Enfin, je ne suis pas heureux. Il y’a beaucoup de problemes. Et alors je croix: „Toi aussi, tu detestes la vie!“ (Grace Jones; passt jetzt nicht so gut, aber musste ich unbedingt irgendwo mal unterbringen).

13. Dezember 2020 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Kleiner Rundumschlag zu aktuellen Medien

Gemeint sind natürlich klassische Printmedien, also ehemalige Tageszeitungen, die man heutzutage auch im Netz lesen kann (teilweise; im Folgenden etwas abfällig und verallgemeinernd „die Medien“ genannt), was ich ausgiebig tue.

Zu den „Sozialen Medien“ hatte ich bereits ordentlich und nachhaltig abgelästert. Hier eine kurze Zusammenfassung: sie sind zur Informationsbeschaffung scheiße! (diese Formulierung entspricht nicht meinem üblichen Niveau und ist mir jetzt so rausgerutscht und ich bitte um Entschuldigung). Hier die Begründung: in klassischen Medien werden Artikel von Menschen ausgewählt und geschrieben, die zumindest vorgeben, professionell und weitsichtig zu sein, während in den Sozialen Medien jeder, selbst vollkommen ungebildete, hemmunglos irgendwelchen Mist schreiben kann.

Jeder aufmerksame und kritische Leser mit eigenen Kopf, etwas Verstand und Vernunft, vielleicht auch etwas Lebenserfahrung, wird mit vollkommener Sicherheit feststellen können, dass die Qualität der Medien in den letzten Jahrzehnten ein wenig nachgelassen hat (ich untertreibe maßlos).

Zumindest, wenn man – wie ich – vollkommen altmodisch (ich mag auch den Begriff „oldschool“ sehr!) und ewig gestrig (wird meist in anderem Zusammenhang eingesetzt), der niemals erreichbaren Utopie anhängt, dass die Kriterien für eine seriöse Zeitung Neutralität, Kompetenz, Information bedeuten. Man könnte doch zumindest danach streben! Oder so tun als ob. Aber es gibt einen allgemeinen Prozess, der in die komplette Gegenrichtung zeigt: Meinung, Belehrung, Kampagne. Und: Haltung ist neuerdings das allerwichtigste Kriterium (dazu kommt sicher noch ein Artikel). erledigt!

Ich glaube, dass der Verdachts-, Kampagnen-, Haltungs- und Belehrungsjournalismus nicht nur seine Zeile nicht erreicht, sondern oft das Gegenteil bewirkt. Der Leser wird ja als Dumm verkauft, ist er aber nicht! Und Belehrungen und oberplumpe Manipulationsversuche kommen meist nicht gut an. Nichts gegen eine Propagierung von klassischen Werten, aber es sollte nicht nur in ein Richtung gehen. Und: es gibt auch feinfühliger Wege der Werbung, statt es mit dem Holzhammer anzugehen.

Ich verstehe, dass die Medien irgendwie versuchen, zu überleben und sich vor allem auf Aufregerthemen stürzen, die viele Klicks bringen, aber das machen doch schon die asi-Medien! Wir brauchen ein Gegengewicht dazu, sonst geht hier alles den Bach runter. Spaltung, Verschwörung, Klassenkampf, Verdummung. Gar Antidemokratie! Irgendwann wird der Ruf nach dem starken Mann laut, der alles wieder in Ordnung bringen soll. Und spätestens dann bin ich weg. Aber wohin?

Selbstkritik: Puh, etwas zu politisch und pessimistisch geraten, dieser Artikel. Möchte mich mehr mit philosophischen, musikalischen und sprachlichen Themen beschäftigen. Und doch: ich werde noch genau zwei Artikel zum Thema Medien schreiben  – eine Trilogie! – und dann ist aber Schluss!

06. September 2023 // Politisches // 2 Kommentare

ASCII-Kunst

Ist natürlich keine Kunst. Aber man kann mit einer bestimmten Anordnung von Zeichen auf dem Rechner auf eine gewissermaßen kunstvolle Art und Weise kleine Grafiken, Piktogramme oder sogar Bildchen erstellen. Sie beruht auf dem  – etwas begrenztem US-„Amerikanischen Standard-Code für den Informationsaustausch“. Eine 7-Bit-Zeichenkodierung. Aber egal. Es reicht für Spielereien.

Einfache Beispiele sind kleine emotionale Ikonen (Emoticons)

:-)
;-)
:~}
(ツ)

Gesichter sind besonders beliebt

(\__/)
( ° ° )
( ͡°͜ʖ͡°)
(❀‿❀)
( ͡° ͜ʖ ͡°)
(¬_¬)
{._.}
[‚}

Dann auch kleine Grafiken

<°}(///><

【๏̯͡๏】
(•̪●)
¯\(ツ)/¯

█▬█ █ ▀█▀

 

Es gibt auch niedliches

            \\|//
            (@ @)
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|	   LUSTWORT          |
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           |__|__| 
            || ||
           ooO Ooo

 

Und komplexes

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Aber auch ganze Bilder sind möglich. Wer erkennt das Kunstwerk?

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Richtig. Es ist die

  _ __ ___   ___  _ __   __ _  | (_)___  __ _ 
 | '_ ` _ \ / _ \| '_ \ / _` | | | / __|/ _` |
 | | | | | | (_) | | | | (_| | | | \__ \ (_| |
 |_| |_| |_|\___/|_| |_|\__,_| |_|_|___/\__,_|

Nicht ganz so schön und ausgefeilt und wertvoll, wie das Original, aber erkennbar.

 

Man muss das nicht mehr alles selber erstellen und stundenlang optimieren. Es gibt mittlerweile Programme, die einem jede beliebige Schrift oder sogar Bilder in ASCII-Kunst verwandeln können. Das ist natürlich etwas zu einfach, aber macht auch Spaß. Für Wörter gibt es den genialen Text to ASCII Art Generator unter http://patorjk.com/software/taag/ der auch noch verschiedene Schriftarten und -eigenschaften generieren kann, es gibt wohl unglaubliche über 300 Variationsmöglichkeiten, eine davon ist Lary 3D:

 __                       __                               __      
/\ \                     /\ \__                           /\ \__   
\ \ \      __  __    ____\ \ ,_\  __  __  __    ___   _ __\ \ ,_\  
 \ \ \  __/\ \/\ \  /',__\\ \ \/ /\ \/\ \/\ \  / __`\/\`'__\ \ \/  
  \ \ \ \ \ \ \_\ \/\__, `\\ \ \_\ \ \_/ \_/ \/\ \ \ \ \ \/ \ \ \_ 
   \ \____/\ \____/\/\____/ \ \__\\ \___ ___/'\ \____/\ \_\  \ \__\
    \/___/  \/___/  \/___/   \/__/ \/__//__/   \/___/  \/_/   \/__/

 

Die Erstellung funktioniert auch für Bilder, sogar in Farbe, wird aber etwas komplex. Dafür nutzt man den Ascii Art Generator https://www.ascii-art-generator.org/de.html. Hier das Beispiel Autor bei der Arbeit (könnte auch Alien bei der Arbeit heißen). Das sind aber schon fast 100.000 Zeichen Quellcode und widerspricht dem Grundsatz der Simplizität. Das ganze ist natürlich auch nicht anpassbar und sieht auf kleinen Bildschirmen oder Mobilgeräten schlimm aus.

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Gorg beim Schreiben – als ASCII-Salat. Geht mal mit gedrückter linker Maustaste über das Bild – es ist kein Bild!

 

02. Mai 2020 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Geheimsprache: Der WAF

Hiermit möchte ich mal ein Geheimnis aus der Männerwelt ausplaudern. Nichts dramatisches, aber für Eingeweihte von Bedeutung. Es gibt ja durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen – auch wenn manche dies leugnen.

Ein Beispiel: die HiFi-Anlage. Kennt heutzutage kaum noch jemand, für Männer aus meiner Generation überlebenswichtig. Zur Erklärung: mit so einem Ding kann man gepflegt und stilvoll gute Musik hören. Zu einer guten Anlage gehören – neben dem Turm mit verschiedenen Geräten, wie Verstärker, Plattenspieler, Kassettenrekorder (ggf. Tonbandgerät), CD-Player, Radio – vor allem auch gute Boxen.

Damit auch die Bässe gut wiedergegeben werden, müssen diese möglichst groß sein, Resonanzvolumen haben. Das ist der Punkt, an dem spätestens die Probleme auftauchen können. Die Frau ist der Meinung, dass dies schrecklich aussieht, während der Mann sich an der Größe, Ausfertigung und Funktion ergötzt.

Im Netz – vorwiegend in Technikforen – gibt es eine Geheimsprache unter Männern die diesen Aspekt berücksichtigt: Der Woman Acceptance Factor. Der Wert für richtig coole und große Boxen liegt ca. bei 0,0001 WAF. Wären die Boxen unsichtbar, läge dieser bei 1.0 WAF. Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen. In den Foren werden Lösungen vorgeschlagen und diskutiert, die trotz der Bedürfnisse des Mannes auch einen möglichst hohen WAF haben, um die Umsetzung nicht zu gefährden. Also, ich hätte nichts dagegen, alles einzusparen: ein Streamingerät mit Verstärker als einziges Gerät aufzubauen. Und unsichtbare Boxen aufzustellen, solange die Funktion – guter Klang – erfüllt wird. Leider ist das so noch nicht möglich.

05. Januar 2020 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Träume

Träume sind Schäume – oder nicht?

Ich finde es hochinteressant, was man so für Träume hat. Es macht mir Spaß, zu träumen – meistens. Es sind wenige Albträume dabei. Wie kommt es zu Geschichten im Traum? Manchmal mit Personen, die man lange nicht gesehen hat, oder an die man nicht denkt. Handlungen, die man niemals machen würde. Vollkommen absurde Geschichten. Das Gehirn macht aus Schnipseln, Geschichten, die man nie so erlebt hat oder jemals erleben wird.

Früher (war mehr Lametta) habe ich mich etwas intensiver damit beschäftigt. Ich hatte ein Buch zur Traumdeutung. Es gibt Wissenschaftler, die sich mit der Traumdeutung befassen und einem sagen können, was es bedeutet, wenn man über ein bestimmtes Thema träumt. Ob das alles fundiert ist, weiß ich nicht, ist auch nicht so wichtig.

Träume sind einfach etwas schönes, weil sie nichts mit der öden Realität zu tun haben. Ich habe ein paar Lieblingsträume, die im Prinzip immer wieder vorkommen: ich kann fliegen! Meistens ist das sehr mühselig, aber es funktioniert, und es macht Spaß. Oder: ich entdecke in meiner Wohnung auf einmal weitere Zimmer, die auch genutzt werden können und freue mich über die Großzügigkeit.  Manche Träume sind aber auch hier nicht veröffentlichbar.

Ich habe übrigens manchmal die Fähigkeit, mir im Traum bewusst zu werden, dass ich nur träume! Das ist besonders bei Albträumen sehr hilfreich. Ich kann mir sagen: egal ist nur ein Traum und dann von der Klippe springen oder mich von einem Riesen-Monster auffressen lassen! Oder das schönste: „bewusst“ Dinge tun, die schwer verboten sind, die ich sonst niemals machen würde. Das ist die hohe Kunst des Traumes und macht den Spaß an Träumen aus!

Nachtrag: Ich habe nun erfahren, dass diese Erscheinung durchaus bekannt ist und als Klartraum oder luzides Träumen bezeichnet wird. Das werde ich weiter verfolgen…

07. November 2018 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Restaurantkritiken

Mir ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit kaum noch Restaurantkritiken geschrieben habe. Nun, das liegt zum einen daran, dass ich seltener ausgehe, was wiederum daran liegt, dass das Gebotene meist sehr mittelmäßig bis uninteressant und trotzdem teuer  ist.

Zwei Lokale aus der Umgebung, die sich über die Jahre gehalten haben, möchte ich doch noch hervorheben: Das Renger-Patzsch bietet als Nachfolger des Storch (Volker von MDK leider nicht mehr als Begrüßer dabei) nach wie vor sehr anständige elsässische Küche mit gutem Service und im Sommer kann man auch schön draußen sitzen.

Außerdem empfehle ich das Lochner: Ein Konzept mit Minispeisen (nicht Tapas, sondern echte Gerichte in geringer Menge), auch mit gutem Service; man merkt zwar manchmal das angelernte, ist aber ok. Auch schön zum draußen sitzen.

Ansonsten koche ich auch gerne mal selbst und freue mich über bestes Essen ohne lästige Nachbarn oder schlechte Bedienung …

14. Mai 2018 // Kulturelles // Kommentar schreiben!

Ladehemmung bis Gedankentsunami

Monatelage ist mir nichts eingefallen. Keine Idee, worüber ich schreiben könnte. kein lustiger gedanke. und seit kurzen sprudelt es so bekloppt und absurd in meinem Hirn, dass es mir selbst zu viel wird. Ich schreibe mir Stichpunkte auf, um das später mal auszuarbeiten. aber auch das wird mir zuviel. Ich fange an, mir zu vertrauen. dass ich spontan schreiben kann. Ich brauche gar nichts aufzuschreiben ~ es ist alles in meinem hirn! Manchmal denke ich: ist das noch normal? Habe ich eine seltene Krankheit, die diese absurde Gedankenflut evoziert? Mit Sicherheit gibt es irgendeine medizinische bezeichung, die dies als pathologisches Syndrom kategorisiert, so wie es das für alles gibt. Aber es ist mir egal. Wenn es mir zuviel wird, fange ich an, in meinem eigentlichen Beruf zu arbeiten. Das entspannt. Und zwischendurch habe mal eben ich ein ganz neues Projekt umgesetzt.

06. Juli 2026 // Privates // Kommentar schreiben!

Schwing den Wischmopp!

Ich war – und bin nach wie vor – unsicher, wie man Wischmopp schreibt. Im Netz meistens „Wischmop“, bei Wikipedia aber „Wischmopp“. Der Duden kennt das Wort leider nicht. Also nehmen wir Wikipedia als seriöse und offene Quelle.

Und nun zum Thema: Wie macht man aus einer dreckigen Scheiß-Arbeit einen coolen Job? Der RBB schafft das mit der Doku „Berlin putzt! Dreckige Zeiten“. Das Thema hat mich ja jetzt nicht besonders gereizt. Aber das Intro klang interessant. Und dann war es noch interessanter. Und dann hat es mich aufgesaugt. Diese Musik mit den Texten hat mich in den Bann gezogen. Obwohl ich sie nicht mag. Super! Ich möchte dem Verantwortlichen persönlich gratulieren. Habe mir das Intro fünfmal angesehen. Hier zum Beweis (ich hoffe nicht illegal). Hier das Original.