Chuzpe

Chuzpe [xʊtspə], auch Chutzpe (aus dem jiddischen חוצפה [chùtzpe] von hebräisch חֻצְפָּה [chuzpà] für „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“ entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit, wobei eine gewisse Anerkennung mitschwingt.[1] Insbesondere bei einer Unerschrockenheit gegenüber der Obrigkeit ist der Begriff eher positiv belegt.

Ein häßliches Wort und ich weiß immer noch nicht genau, wie man es korrekt ausspricht. Egal, ich schreibe ja! Es trifft sehr gut auf ihre Urheber zu. Und das meine ich nicht anerkennend. Aber für die Beschreibung der Vollstrecker eines Völkermords ist es wohl nicht ausreichend.

11. Oktober 2025 // Wörter // Kommentar schreiben!

Bekenntnis

Es ist ja in letzter Zeit durchaus verbreitet, sich in der Öffentlichkeit zu etwas zu bekennen, etwas preiszugeben. Auch wenn es eigentlich vollkommen privat ist und es niemanden etwas angeht oder interessiert.

Outing nennt man das – ein Anglizismus, wie so oft bei diesem neumodischen Kram. Ursprünglich auf blümerante Menschen bezogen, aber mittlerweile bei verschiedensten Gruppierungen anzutreffen. Ein offensiver und trotziger Umgang mit einem Zustand, einer Eigenschaft, einer Krankheit, einer Fügung, einer Mißbildung, einer Haltung, die man hat, die nicht der allgemeinen Anerkennung unterliegt. Und es ist gewagt: Man wird entweder mehr angefeindet, oder auch anerkannt, oder beides.  // weiterlesen! ☞

15. Dezember 2023 // Kulturelles, Privates // Kommentar schreiben!

Was ist Kunst?

Nun, eine sehr schwerwiegende Frage und ich habe lange darüber nachgedacht: wahrscheinlich ist das Kunstempfinden weitgehend subjektiv, dennoch möchte ich meine objektive Meinung dazu kundtun (:))):

1. Kunst ist künstlich
Kunst muss etwas vom Menschen geschaffenes sein; ein Baum zum Beispiel ist keine Kunst, aber wenn jemand die Äste abhackt und den Rest in ein Museum stellt, kann er das als Kunst deklarieren.

2. Kunst hat eine Aussage
Ein Kunststück muss für den Empfänger eine besondere Bedeutung haben und als Kunststück erkennbar sein. Sie ist somit weitgehend subjektiv. Es gibt aber auch eine allgemeine Übereinstimmung darin, was wirkliche Kunst ist.

3. Kunst ist minimalistisch
Für mich ist es wesentlich, dass die Kunst mit wenigen Mitteln etwas ausdrückt. Es ist eine Mischung aus minimalem Aufwand, Kunstfertigkeit und Aussage, was ein Objekt zum Kunststück macht. Alles andere ist banal, lustig, langweilig, oder Kitsch.

Einen habe ich noch: Kunst ist zeitlos! Da sie grundsätzlich ist, ist sie unabhängig von Mode-Erscheinungen und allgemein wirkungsvoll.

Und noch einer: Kunst kann nur ohne Druck entstehen und entsprechend ohne Entlohnung.

Und dazu noch ein paar Zitate mehr oder weniger bekannter Menschen:

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.
Karl Valentin

Kunst kann nicht modern sein; Kunst ist urewig.
Egon Schiele

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.
Albert Einstein

Ich glaube, ich muss mal etwas über Einstein lesen; der hat wohl neben seiner Relativitätstheorie noch wunderbare Erkenntnisse von sich gegeben.

13. März 2018 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Die beste Popmusik

Ich bin ja in Irland aufgewachsen. Und pflege trotz einer gewissen Abneigung gegen die Besatzer im Norden, eine große Vorliebe für britische Popmusik. Sie war und ist und bleibt immer noch die beste! Trotz des andauernden US-amerikanischen Kulturimperalismus, der denkt, er könne uns zeigen, wie man Musik macht, Klopse brät oder Cappuccino kocht. Anyway, der Tommy hat einen einzigartigen Sinn für Musikalität und Verspieltheit, für Selbstironie, lakonisches, originelles, das ich mag und bewundere!

Schade, dass er nichts mehr von uns wissen will …

Kapitalistenschweine

Ein schöner Kampfbegriff aus den Achtzigern. Könnte heutzutage wieder sehr aktuell werden. Hat aber keine Anhänger mehr. Die Menschen mögen die Konzerne wieder. Wird außerdem auch von der Rechtschreibkorrektur nicht erkannt. Auch Bonzenschweine nicht.

29. März 2019 // Achtziger, Wörter // Kommentar schreiben!

Blixa – In Memoriam

Bin heute Abend im Schnee mal wieder die Yorckbrücken entlang gelaufen. Mit einer Flasche Bier in der Hand. Man braucht mal einen Auslauf. Und in der Goebenstraße / Yorckstraße an einer Kneipe vorbei gekommen: Die Zwitscherstube. Die hieß früher mal Risiko und wurde von einem gewissen Blixa Bargeld betrieben. Dürfte bekannt sein. Herr Bargeld war ein (führendes) Mitglied der Einstürzenden Neubauten. In den achtzigern war ich mal da, und er hat mir ein Bier über die Theke gereicht. Viele Jahre später habe ich ihn mit seinem großen Schlapphut – noch ganz in schwarz – in der Bioinsel gesehen, als er gerade einen Bund Biomöhren in den Einkaufswagen legte. Noch schlimmer wurde es, als ich ihn bei Betten Anton in der Hauptstraße entdeckte, als er gerade eine Matratze prüfte. Nicht, dass ich Ihm irgendwie auflauere, er scheint – wie ich – in Schöneberg zu wohnen! Wie auch David Bowie. Das Ende eines Mythos‘!

Anfrage als temporärer Radiomoderator

<erfindungsmodus_an>Neulich hat mich Radio1 angefragt. Ich sollte ins Studio kommen, meine Lieblingsmusik vorstellen und etwas dazu erzählen. Ich dachte toll, da kann ich wirklich gute Musik einem breiten Publikum vorstellen! Und: das ist eigentlich ein Platz für Promis. Aber ich stelle natürlich gerne meine(gute) Musik vor und helfe mit zur Verbreitung.

Aber dann: was soll ich bloß für Musik auswählen? Mir bleibt nur eine Stunde. Meine liebsten 10; Die 10, die leider noch unbekannt sind und ich gerne bekannt machen möchte? Oder die 10 von denen ich weiß, dass sie beim Publikum gut ankommen? Musik, die sich so tief in meine Seele gräbt, daß ich sie nur in bestimmten Momenten hören kann. Oder die liebsten psychedelischen Stücke, das schrägste, das mir bisher begegnet ist? Oder meine aktuellen Neuentdeckungen? Musik, die mich zum Weinen bringt?  Klassische Elemente in der Popmusik? Oder von allen der erste Platz? Da mir die Aufgabe dann doch zu anspruchsvoll wurde, habe ich abgesagt. Aber jetzt beiße ich mir dafür in den Hintern!</erfindungsmodus_aus>

28. Januar 2019 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Berlin eben

Noch ein symptomatisches kleines Beispiel für eine gut gemeinte Aktion der berliner Verwaltung und die vollkommene Unfähigkeit bei der Umsetzung: Es wird in einem Straßenabschnitt ein neuer Spielplatz angelegt. Toll für Anwohner und Kinder! Es gibt Behälter, in denen Hundekottüten bereitgestellt werden können. Diese werden nie befüllt. Der Spielplatz wird zunächst von Alkoholikern und Rauchern bevölkert, die dort abhängen und sich irgendwann im Gebüsch erleichtern. Rauchen und der Konsum von Alkohol sind zwar per Schild verboten, aber wenn man die Exekutive ruft, kommt Unverständnis für dieses Problem (ich weiß, es gibt natürlich wichtigeres). Dann kamen arabische Jungendgangs, die ihren Hang zur Kriminalität ausüben, randalieren, Überfälle begehen. Ein Spielgerät geht kaputt. Wird erstmal weiträumig eingezäunt. Es dauert ca. ein Jahr, bis es wieder hergerichtet ist. Das ursprünglich hübsch angelegte Beet ist vollkommen mit Unkraut überwuchert. Die Müllentsorgung durch den Bezirk funktioniert nicht und wird an die BSR übertragen (besser!). Die Feuerwehrzufahrt zum Gelände wird ständig von Autos zugeparkt. Det is Berlin (Schöneberg).

Gewaltdarstellung im Film

Gewalt ist ja auch in japanischen Filmen sehr beliebt. Sie wird im Gegensatz zu US-Amerikanischen Filmen aber meistens in künstlerischem Sinne eingesetzt. Dort soll sie dagegen Betroffenheit provozieren.

20. April 2010 // Gedanken // Kommentar schreiben!