Musik, die mir etwas bedeutet

Auf meinem Lieblings-Radiosender (das ist eine technische Einrichtung, über die man Musik hören kann, die von Personen, realen Menschen!, aus einem Studio in Echtzeit aufgelegt wird und die ohne Netz über die Luft über entsprechende Geräte empfangen und ausgegeben werden kann; demnächst konnte) Radioeins gibt es eine sonntägliche Sendung, in der mehr oder weniger prominente Menschen bis zu zehn Musikstücke vorstellen können, die ihnen in ihrem bisherigen Leben etwas besonderes bedeute(te)n. Dazu müssen sie dann auch etwas zum Hintergrund erzählen und werden von der Moderatorin noch vorsichtig ausgequetscht. Das kann sehr interessant sein. Nur ist Frau Rust ziemlich brav, verständnisvoll, uninspirert, überkorrekt und trägt daher selten dazu bei, die Sendung wirklich interessant zu machen. Aber um sie geht es auch nicht.

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15. Dezember 2021 // Musikalisches // Kommentar schreiben!

Nonverbale Kommunikation

Das ist möglich, und es interessiert mich sehr. Auch wenn ich hier als Schreiberling auftrete. Man muss nicht immer reden oder schreiben, um sich zu verständigen. Auch wenn alle darauf fixiert sind und ganze Industrien und Medien davon leben. Es geht manchmal auch anders. Zumindest im persönlichen Kontakt: Durch Mimik, Gestik, Handzeichen, Blicke, Geräusche, Handlungen, Zeichensprache, Körpersprache. Die Welt der Kommunikation ist vielfältig!

Vorsichtig gesagt, behaupte ich, unter Männern geht das einfacher: Jeder ein Bier, ein schöner Film, eine gemeinsame Tüte Chips können da schon für ein erfülltes und anhaltendes Erlebnis ausreichen. Wir sind ja auch etwas anspruchsloser, als die Damenwelt. Wie geht es Dir? Egal! Was hast Du gestern gemacht? Egal! Und wenn ich ein neues Bier haben will, zeige ich einfach auf die Flasche, ein Fingerzeig ((versteckter) Hinweis · Andeutung · Anspielung · Anzüglichkeit · Zweideutigkeit · Zwischenton. DWDS) , ohne zu reden. Und das funktioniert! Ich will nicht behaupten, dass sprachliche Kommunikation vollkommen überflüssig ist, aber es gibt eben auch andere – und das kann aus meiner Sicht auch sehr schön sein.

13. Dezember 2021 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Überlebensstrategie

Es war vor vielen Jahren, oder vor mehreren Jahrzehnten?! Bei Butter Lindner am Tauentzien. Eine sehr junge hübsche Frau (spielt das eine Rolle? Ja.), die nicht mein Typ war (spielt das eine Rolle? Nein.), greift sich morgens um 9.00 Uhr eine Flasche Sekt aus dem Kühlregal. Rosé. Ich, leicht jovial (Adj. ‘gönnerhaft, wohlwollend, heiter, lustig’. DWDS): Na, etwas früh dafür, oder? Sie: Ja, ich weiß aber nicht, wie ich sonst den Tag überstehen soll. Das hat mich sehr beeindruckt. Soll ich Dir dabei helfen? Kam mir kurz in den Sinn. Nein, das war schon die Geschichte, die vielleicht verpasste Gelegenheit …

13. Dezember 2021 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Schachtelsätze

sind nicht so gut, da sie sehr kompliziert sein können und von manchen daher nicht verstanden werden, die sich aufgrund des aktuellen Medienkonsums, insbesondere der Netzmedien nicht mehr so gut konzentrieren können, da sie es gewohnt sind, mit Satzhäppchen konfrontiert zu werden, die aus maximal fünf Worten bestehen, was grundsätzlich gut ist, da in der Kürze die Würze liegt, die aber meistens gar nichts aussagen, eher verwirren und schon gar nicht eine nennenswerte Information beinhalten, was ja durchaus als Sinn und Zweck der Kommunikation angesehen werden kann, aber heutzutage nicht mehr besonders wertgeschätzt wird. Uff. Aber sie machen Spaß!

03. Dezember 2021 // Deutsches // 1 Kommentar

Falschrum

Diese Welt ist falschrum.
Oder du hältst sie falschrum.
Ich habe lange gebraucht um zu verstehen,
Dass immer nur Zeichen und nie Wunder geschehen.
Tele – Falschrum

Wir leben aktuell in einer verkehrten Welt:

  • Identität geht vor Qualität
  • Gefühl geht vor Wissen
  • Bekanntheit geht vor Expertise
  • Minderheiten gehen vor Mehrheit
  • Politik geht vor Kunst
  • Populismus geht vor Pragmatismus
  • Schreien geht vor Argumentieren
  • Likes gehen vor Inhalt
  • u.s.w.
03. Dezember 2021 // Gedanken, Politisches // Kommentar schreiben!

gorg von lustwort

Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass dies mein Name ist und er zu diesem Tagebuch gehört, auch wenn er manchmal auf anderen Seiten auftaucht, was daran liegt, das ich dort vielleicht mal einen Kommentar hinterlassen habe, aber nicht dachte, dass diese dadurch aufgewertet würden, sodass ich entschieden habe – nur aus diesem Grund – diesen Artikel zu schreiben, um etwas Futter für die Suchaggregate zu bieten und entsprechend gefunden zu werden.

03. Dezember 2021 // Lustwort // 2 Kommentare

Rauchkultur

Eine zu qualmen ist ja vollkommen aus der Mode geraten. Zu Recht. Meistens wurde ja nicht gepafft, sondern inhaliert. Das ist eher Unkultur. Und es tötet manchmal nicht nur den Akteur sondern verkrüppelt auch seine Mitmenschen. Aktuell ist es aber soweit gekommen, dass Raucher vollkommen geächtet und von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Es sind schlimme Aussätzige ohne jegliche Lobby. Ihrem archaischen Bedürfnis können sie nur noch heimlich, draußen, verboten, alleine, elektronisch, teuer nachgehen. Die tun mir fast schon wieder ein wenig Leid.  // weiterlesen! 

Na und?!

Ein Ausspruch, den ich mag. Mit Frage- und Ausrufezeichen. Er sollte öfter eingesetzt werden. Alle regen sich furchtbar über irgendetwas auf und ich spreche es einfach aus, kümmere mich um wichtigeres und bleibe vollkommen unbeschwert und zufrieden. Es gibt meist wichtigeres; und manchmal ist es gut, nicht auf die Diskussion einzugehen. Aber es ist auch schwierig: Normalerweise muss man Stellung beziehen. Alle erwarten das. Entweder dafür (immer gut) oder – ungern – dagegen (schwieriger). Aber na und gilt gar nicht! Dagegen kann man ja nichts sagen, nicht argumentieren. Jemand der sich einfach den Regeln des Diskurses entzieht. Das ist gemein!

 

07. November 2021 // Gedanken // 1 Kommentar

Schreibblockade

Ist ein psychisches Phänomen, bei dessen Auftreten ein Autor dauerhaft oder vorübergehend nicht in der Lage zu schreiben ist. Sie kann als Spezialfall der Kreativitätsblockade gesehen werden. Darunter leiden besonders Schriftsteller, Journalisten und Studenten beim Schreiben von Haus- und Examensarbeiten. (Wikipedia; grammatikalische Unzulänglichkeiten übernommen)  // weiterlesen! 

29. Oktober 2021 // Gedanken, Glossen, Schreiben // 2 Kommentare

Hausbesetzer

Als ich in den Achtzigern nach Berlin kam, gab es eine akute Wohnungsnot. Kommt mir heute noch bekannt vor. Berlin eben.

Es herrschte akuter Wohnungsmangel und gleichzeitig standen über 120 Häuser komplett leer, der Spekulation ausgesetzt, da war es quasi Pflicht und gemeinschaftliches Ansinnen die Häuser zu besetzen. Und ich möchte betonen, und anerkennen, dass diese Leute auch dazu beigetragen haben, dass nicht so viele schöne Altbauten abgerissen wurden, wie geplant. Aber natürlich ist es illegal.

Ich war auch mal einer von denen. Indirekt. Nicht so radikal, wie andere. Aus bildungsbürgerlichem Milieu stammend, mit vorhandener Wohnung, wenn auch ein Rattenloch, eher ein Luxus-Hausbesetzer so wie ich in der Zeit wohl auch eher ein Edel-Punk war. Aus Erkenntnisinteresse. Das Haus in der Danckelmannstraße war schon von anderen erobert. Irgendwie durfte ich mit meinem Freund M.P. einziehen. Wir hatten ein Zimmer hellblau angemalt mit einem roten Streifen, der so schräg versetzt war, dass wenn man in der Eingangstür stand, das wie ein perspektivisch korrekter horizontaler roter Rahmen aussah. Aber im Raum sah es total schräg aus. Genial, oder?

Wir sahen uns leider als „Instandbesetzer“. Die Guten. Ich erinnere mich an ständige und lästige Renovierungsarbeiten am Haus. Auch gab es Yogagruppen mit verschiedenen schrägen Übungen und manchmal übernachtete man mit ca. 20 Leuten im Gruppenraum, um die Gemeinschaft zu stärken. Puh. Zum gemeinsamen Frühstück gab es Öko-Vollkornbrot (so hieß das damals; und das war Avantgarde!) und Salbei-Tee. Am Nachmittag gerne mal eine Tüte. Im Gemeinschaftsraum lief die LP (ein etwas altmodischer Tonträger, auch Langspielplatte genannt) Boys Don’t Cry von The Cure auf einem entsprechendem Plattenspieler rauf und runter und ich habe dabei auch mal mit einer schrägen Engländerin etwas Spaß gehabt. Aber nur selten habe ich in unserem Zimmer übernachtet. Ich war auch nie so der Gruppenfreak. Das Ganze eher eine Erfahrung ein Kunstprojekt, als ein Lebensinhalt. Vollkommen unglaubwürdig. Null Streetcredibility.

Sehr viel später war ich dann auch mal bei einer echten Hausbesetzung dabei, in der wunderbaren Vorbergstraße. Jemand bricht die Tür auf geht rein und alle kommen nach. Eine unglaublich große Wohnung. Und wir posieren auf dem Balkon für Fotos (Beleg wird nachgereicht). Nach einer Viertelstunde gab es das Gerücht, dass die Polizei schon im Anmarsch wäre (die waren mittlerweile strenger) und ich bin dann, wie die meisten, schnell wieder aus dem Haus gerannt und habe zugesehen, wie die glorreiche Besetzung leider kurzfristig beendet wurde. Schade um die schöne Wohnung, da wäre ich gerne länger geblieben.