Gesichtsbuch

no-facebookUm es vorwegzunehmen: Ich hasse dieses angeblich soziale Netzwerk mit F. Ich sehe es als kriminelle Vereinigung an. Ich habe es wohl auch nie verstanden. Warum soll ich interessante Informationen auf einer anderen Plattform als meiner eigenen darstellen? Und dann noch alle Rechte an Inhalten und Bildern abtreten!? Ab und zu gibt es dann noch ein paar kleine Datenskandale, private Nachrichten werden öffentlich, Konten werden gekapert, Zugangsdaten werden geklaut. Alles nicht so schlimm, meinen wohl die meisten. Denn es sind doch seeehr viele, die sich das gefallen lassen.

Gut, es gibt Menschen, die keine eigene Website haben, für die kann es eine Möglichkeit sein, doch noch irgendwie Beachtung zu finden. Aber dieser selbst auferlegte Zwang, alles mitzuteilen, was man gerade macht und auf eine Reaktion zu hoffen? Ist mir fremd.  Als Firma scheint es etwas anderes zu sein: Hier kann man das Medium nutzen, um mehr Leute anzulocken, ob die Inhalte von Bedeutung sind, ist eine andere Frage. Aber der leichte gesellschaftliche Zwang dazu zu gehören ist da …. mehr dazu

29. August 2013 // Internetz // Kommentar schreiben!

Das unbekannte, aber tödliche Orchester

Musik ist so etwas schönes! Leute hört mehr Musik, nicht nur den Dudelfunk und Schlager, auch mal etwas neues ausprobieren! Letztens bin ich durch die gute alte SPEX (ja schon seit den achtzigern nicht mehr gelesen, aber ab und zu auf die Website gestoßen) eine Musikkapelle entdeckt, die es mir seit langem mal wieder richtig angetan hat: Unknown Mortal Orchestra, vom Ende der Welt, aus Neuseeland. Besprochen wurde die zweite Veröffentlichung, mit einem wunderbaren ungewöhnlichen Titelbild, Frau mit Schwert, könnte aus einen Fritz Lang Film stammen. Aber ja, die Musik, wird als psychedelisch bezeichnet (liebe ich) aber ist mehr: verspielt, mit Anleihen aus den späten sechzigern / frühen siebzigern, die Gitarre von Jimi Hendrix erkenne ich in der Ferne. Auch Gitarre mit wah-wah-Effekt (liebe ich). Slow motion Rock. Manchmal etwas zu akademisch kompliziert. Zuviel des Guten. Anway,  mein Lieblingslied ist auf jeden Fall Monki. Für andere steht dies erst an 8. Stelle (last.fm).  Auch die Kritiken etablierter Medien sind eher durchwachsen. Egal. Habe gleich darauf auch die erste LP (ohne Namen) durchgehört und für gut befunden. Ist noch etwas rauher (neue Rechtschreibung: rauer), originaler. Also sicher keine Eintagsfliege. Freue mich auf neues.

Unknown Mortal Orchestra - II

Etwas faschistisch? Ja, aber wunderschön, könnte aus einem Fritz Lang Film stammen …

Gestern in der Linienstraße

Ich bin froh, endlich einen Parkplatz gefunden zu haben, nicht den allerschönsten, das Auto ragt ca. 30 cm über eines der gefühlten 50 Halteverbotsschilder hinaus, aber es wird keiner behindert. Da kommt eine Frau mit weißem Roller vorbei und ruft über die Straße: „Finden Sie das etwa gut, wie Sie da parken?“ Ich bin noch freundlich und gebe zu: „Ja, ist etwas knapp, nicht? …“. Darauf die Antwort: „Kein Wunder dass hier die Autos abgefackelt werden!“ und braust los, ohne dass ich reagieren kann. Ich bin kurz platt. Det is Berlin. Im Nachhinein fällt mir aber auf, dass die Gute einen recht süddeutschen Akzent hatte, vielleicht Schwäbisch? Kein Wunder dass die Schwaben in Mitte …

23. August 2013 // Erfahrungen // Kommentar schreiben!

Verpackungsdesign

Verpackungsdesign  sollte – wie das Produktdesign – doch sehr vom Leitgedanken „form follows function“ geprägt  sein. Leider ist dem nicht so. Wer kennt es nicht: ob man die Blisterverpackung für den neuen USB-Stick aufmachen möchte oder einfach nur Heißhunger auf die eingeschweißte Salami hat. Oft scheitert man an der korrekten Öffnungsweise, dann muss halt die Schere oder anderes Werkzeug her – egal.

Ich stelle mir öfters und gerne vor, wie ich als Kunde einer Werbeagentur die Verpackung für mein Produkt präsentiert bekomme. Leider lässt sich die Verpackung nicht öffnen, trotz aller Versuche. Irgendwann schmeiß‘ ich den Kram den hoffnungsvollen Mitarbeitern der Agentur voller Wut an den Kopf und verlasse den Raum. Das war’s dann wohl mit dem Auftrag…

09. August 2013 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Absurdes

… hat mich immer interessiert, inspiriert. Das fing schon in der Schule an: Der Französichlehrer nahm Ioneso durch – Rhinoceros – eine sehr schöne, – Allegorie. Weiter ging es mit Max Ernst in der Kunst und Kafka in der Literatur. Alles wunderbare Werke. Musik, meine Königsdisziplin – gibt es da absurdes? Schwierig; Squarepusher vielleicht? Auch Filme fallen mir wenige ein: sehr gut ist jedenfalls The Boss of it all von von Trier. Theater: Warten auf  Godot – der Klassiker…

09. August 2013 // Gedanken, Kulturelles // Kommentar schreiben!

Gugel Maps

Das ist schon lange her (Juli 2008), als die Autos von Google durch die Straßen in Berlin fuhren und alles geknipst haben,, was auf dem Weg lag. Ich kenne noch die Diskussionen und Kritik an diesem Vorgehen. Interessant war auch, dass sich nachher herausstellte, dass Google nebenbei illegal auch offene WLAN-Netz erfasste und kartographierte. Dazu gab es dann doch etwas Aufruhr, aber wohl für den Großkonzern, keine nennenswerte Strafe.

Anyway, ich war auch ziemlich skeptisch eingestellt gegenüber diesen Aktivitäten, was allerdings nicht verhindern konnte, dass ich zufällig, als die Wagen herumfuhren, in der Öffentlichkeit unterwegs war und zwangsläufig entsprechend mit abgelichtet wurde. Das passierte auf dem Weg von einem Termin in Schöneberg nach Hause. Ich errinnere mich noch, den auffälligen Wagen gesehen zu haben und habe dann zufällig entdeckt, dass ich in der Langenscheidtstraße tatsächlich mit einem Kollegen abgelichtet wurde. Na ja, doch ganz lustig.

Etwas später sah ich auf Google Maps, dass ich nochmal auf demselben Weg von der Spionagefirma erfasst wurde. Etwas weiter dann in der neuen Steinmetzstraße. Kann passieren, war am selben Tag und der Wagen fährt nunmal seine Runden, die sich zufällig mit meinen Weg deckten …

Sehr viel später habe ich jetzt auch noch entdeckt, dass ich auch in der Nähe meiner Agentur in der Linienstraße erfasst wurde! Also, wenn das keine Absicht war … Die fahren mir hinterher! Mich würde wirklich interessieren, ob es noch andere Menschen gibt, die persönlich mindestens dreimal auf Google Maps vertreten sind. In dieser Hinsicht: gute Arbeit geleistet Gugl …

Ach ja, zum Beweis die Screenshots in chronologischer Reihenfolge … Warum da ein A auf der Straße tanzt, kann ich aber nicht erklären.

gorg-auf-maps-1

Beweislink!

 

gorg-auf-maps-3

Beweislink!

 

gorg-auf-maps-2

Beweislink nicht mehr möglich; wurde 2020 neu aufgenommen und da war ich gerade nicht da.