Kurze Stellungnahme zum Kopftuch
Ich meine damit das Kopftuch, das von Frauen (und neuerdings auch Mädchen) muslimischen Glaubens getragen wird. In den fünfzigern war das mal ein normales Kleidungsstück für Frauen. Heute eine religiöse Stellungnahme.
Grundsätzlich soll natürlich jeder sich kleiden, wie er möchte. Eine grundlegende Frage lautet: ist das freiwillig oder auferzwungen? Da wir in einem modernen und liberalen Staat leben, ist diese Unterscheidung wichtig. Wir sollten verhindern, dass Menschen von irgendwelchen Fanatikern etwas auferzwungen wird. Natürlich ist es eine Mischung: manche finden es gut und manche müssen sich religiösen Zwängen unterordnen.
Die zweite wichtige und für mich entscheidende Frage ist: warum sollen nur Frauen ein Kopftuch tragen? Das ist eindeutig eine Diskriminierung und widerspricht unseren Grundwerten von von Gleichberechtigung. Unter anderem aus diesem Grund bin ich dagegen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass Frauen in der katholischen Kirche nichts zu sagen haben, Das ist ebenso verwerflich.
In öffentlichen Institutionen und der Schule sollten sämtliche religiösen und politischen Stellungnahmen strikt verboten werden, um die Neutralität zu gewährleisten und Menschen nicht zu beeinflussen. In der Öffentlichkeit wird das schwierig. Aber ein Burkaverbot als extreme und radikale Steigerung des Kopftuchs, wäre sicherlich sinnvoll und rechtlich machbar.
