Plattenkritik: Arcade Fire – The Suburbs

Ich habe vorher nur ein Stück von AF gehört und das hat mich schwer beeindruckt: Sehr ungewöhnlich, sehr schräg, geradezu anstrengend und trotzdem poppig, zum mitsingen! Etwas Folklore, ziemlich schräger Gesang. Das Stück gab es auf einer CD-Beilage der Musikzeitschrift Musikexpress (?) aus dem Jahr 2005 (!) und heißt wohl „Neighborhood #2 (Laïka)“.

Sehr viel später (vor kurzem) bin ich aufgrund guter Kritiken über die „The Suburbs“ gestolpert und war erst enttäuscht: ziemlich poppig; und manchmal versuchen sie wie U2 zu klingen. Gesang und Musik von „Sprawl II“ klingen wie „The Knife“. Manchmal hört man sogar Bruce Springsteen – bäh! Anyway, die Scheibe ist so gut und außergewöhnlich, dass sie mich mal wieder zu einer Kritik inspirierte.

Wie bei vielen guten Platten muss man diese auch öfter hören, und wenn die Situation günstig ist –  gutes Wetter, gute Laune, ein bisschen roter, ethanolisierter Traubensaft – schlägt es ein und bleibt.  Das Titelstück „The Suburbs“ ist natürlich ein Gassenhauer, wunderbar leicht und – wieder – zum mitsummen! Wenn man nur die Texte kennte/erkennte (korrekte Grammatik? Bitte melden.). Und: warum ist die Aufnahmequalität nur so schlecht???

Gewaltdarstellung im Film

Gewalt ist ja auch in japanischen Filmen sehr beliebt. Sie wird im Gegensatz zu US-Amerikanischen Filmen aber meistens in künstlerischem Sinne eingesetzt. Dort soll sie dagegen Betroffenheit provozieren.

20. April 2010 // Gedanken // Kommentar schreiben!

Datenschutz

Ich sage hiermit voraus, dass in wenigen Jahren der Datenschutz kein Thema mehr ist. Nicht weil unsere Daten bestens verwahrt sind, es vollkommene Informationsfreiheit gibt und kein unbefugter auf unsere Daten zugreifen kann. Nein weil wir selbst bald alle Daten öffentlich machen oder diese durch Diebstahl, Fahrlässigkeit, Schlamperei, kriminelle Handlungen öffentlich gemacht werden.

Wenn heute schon die Bundesregierung geklaute Daten kauft und darauf (zu Recht) Verfahren anstrengt, was erwartet uns in Zukunft? Wir haben einen Beauftragten für Datenschutz, wie heißt er noch Herr Schaar? So etwas nennt man Alibi. Schöne Funktion, viel Öffentlichkeit aber keine Befugnisse. Ich gehöre noch zur Generation, die die Volkszählung in den achtzigern boykottieren wollte, zumindest indem man unsinnige Angaben machte (die Totalverweigerung wäre als Straftat geahndet worden).

Heute geben viele freiwillig alles von sich Preis – im Internet. Also öffentlicher geht es nicht. Und vor allem nachhaltiger. Bei den vielen Veranstaltern, bei denen man sich anmelden kann und – ach so tolle – Nachrichten austauschen kann, Freunde hat und ganz aktuell darüber informiert wird, dass der Kumpel gerade eine lauwarme Pizza gegessen hat.

Egal, soll jeder seine Zeit verschwenden wie er will. Was ich kritisiere, ist dass die Veranstalter eine gewissen Datenschutz versprechen, der nicht eingehalten wird. Noch schlimmer: sogenannte Datenskandale passieren einfach so, Millionen Datensätze gelangen an die Öffentlichkeit und – nichts passiert. Wird jemand zur verantwortung gezogen? Wird dem Dienstleister wegen Unfähigkeit die Lizenz entzogen? Nein. Es interessiert niemanden mehr wirklich. da kann unser engagierter Datenschützer noch so sehr wettern – er wirkt wie aus einer anderen Zeit, wie ich …

Nachtrag: Bitte achtet auf das Datum der Veröffentlichung. Das ist echt!

03. Februar 2010 // Politisches // Kommentar schreiben!

SPON

Spiegel Online ist Pflicht. Ich rufe die Seite mehrmals am Tag auf. Meistens sehr interessant. Ich entdecke in letzter Zeit aber eine gewisse Tendenz zum Trivialen, zum Boulevard. Ich könnte etwas zu den wertlosen Prominachrichten oder zum Mitläufertum beim Apple-Rummel (iphone-, ipad-Hype) sagen, dazu aber später mehr (vielleicht) …

Anyway, es gibt auch noch politische Beiträge, die mich interessieren. Aktuell war das Thema mit den Eltern ziemlich heiß, die in die USA ausgewandert sind, weil sie der Schulpflicht in Deutschland nicht nachkommen wollten. Genauer gesagt: Sie fühlten sich in Deutschland politisch verfolgt, weil sie ihre Kinder wegen der Schulpflicht nicht zu Hause selbst unterrichten durften. Das war ihnen wichtig, da sie die Befürchtung hatten, dass in der Schule zu wenig religiöse Werte vermittelt würden.

Grundsätzlich kann ich das verstehen, öffentliche Schulen vermitteln sicher nicht in ausreichendem Maße Werte, die uns als Eltern wichtig wären. Aber es gibt ja auch private Schulen, Konfessionsgebundene Schulen, da kann man sicher etwas entsprechendes finden.

Jedenfalls hat irgendein dämlicher Richter (oder entsprechende Geschworenen) in den USA wohl entschieden, daß diese Eltern aufgrund ihrer „Verfolgung“ POLITISCHES ASYL bekommen und in die USA auswandern dürfen! Wenn das mal keine politische Entscheidung war …

Dazu gab es im SPON ein Forum mit ziemlich vielen Beiträgen. Viele davon hatten den Tenor: gut, dann sind wir diese Quälgeister los, sollen die Amis sich mit denen rumschlagen. Das finde ich grundsätzlich in Ordnung, wenn nicht der politische Aspekt dabei wäre, dass in den USA der Eindruck erweckt wird, hier würde jemand politisch verfolgt, oder könne seine Individualität nicht ausleben, weil es die Schulpflicht gibt. Diese trägt nämlich dazu bei, daß es in Deutschland weniger Analphabeten gibt, als in den USA und solche Urteile nicht vorstellbar wären, und wir keinen Kriegsverbrecher zum Präsidenten wählen, und … Stop. Jetzt wollte ich noch den Link zum entsprechenden Artikel und Forum anbieten, finde es aber nicht mehr. Inzwischen gibt es schon wieder 50 andere Themen und Diskussionen. Die Welt ist so schnell geworden …

03. Februar 2010 // Politisches // Kommentar schreiben!

Hype

Das aktuelle Lieblingswort der Medien, zum Beispiel SPON und alle, die cool und dabei sein wollen. Weiß jemand, was es bedeutet? Rummel! Medienrummel hat man früher gesagt und das trifft es besser, weil es nicht so cool und nichtssagend klingt. Also lasst Euch nicht von dem ganzen Rummel einlullen. Es muss nicht jeder ein iphone haben …

03. Februar 2010 // Anglizismen // Kommentar schreiben!