Meine achtziger Klubs

Verschiedene Lokalitäten

Mr. Dead & Mrs. Free – Bülowstraße

Ein legendärer Plattenladen, der erst vor kurzen geschlossen wurde.

Scheißladen – Großbeerenstraße

Inhaber: Der wahre Heino. Hat sich neben seinen Auftritten im echten Heino-Stil einen Namen damit gemacht, unsere Nationalhymne zu FURZEN. War in Kreuzberg, und in der Nähe; war aber nie da.

K.O.B – Potsdamer Straße

Selten da, aber im besetzten Nachbarhaus öfter meine Kommilitonin D.F. besucht.

Cafe Mitropa – Goltzstraße

Hat mir nie so gefallen, obercool, aber neu: Ich konnte das erste Mal in meinem Leben Öko-Energiebällchen probieren – bäh! Und Milchkaffee war nie mein Fall. Hier trieb sich die gesamte Szene ohne mich herum. Den Laden gibt es heute noch. Wegen Namensstreitigkeiten mit einem kleinkarierten ostdeutschen Bahnessenunternehmens aber unter dem Namen Cafe M. Externer Erfahrungsbereicht.

Cafe Anfall – Gneisenaustraße

Ein netter, origineller, kleiner Laden. Betrieben unter anderen von einem Schulkumpel RCM (†). Beliebter Treffpunkt der Clique.

Off-Line – Kreuzbergstraße

Kein Klub, sondern eine neue und leicht avantgardistische Modemesse. Schwer angesagt und später richtig etabliert. Meine spätere Frau hat in der Anfangszeit als Studentenjob die Models eingekleidet. Und ich habe – unabhängig davon – mich mal als Model beworben. Der Typ, der das Casting veranstaltete, sagte zu mir, er hätte mich gerne engagiert, der Chef (war das Offline-Frank?) aber nicht. Mein Gang war ihm nicht forsch genug, zu federnd. Egal. Ich lebe noch.

Rosa Winkel – Kreuzberg 61

Schwulenbar auch für nicht-schwule. Mein Vater kam zu Besuch nach Berlin und ich habe ihn dorthin eingeladen. Keine Ahnung warum – zur Bekehrung? Er war Nazi, aber auch sehr nett. Egal, jedenfalls hatte er Mitleid: Schwule täten ihm Leid, da sie es so schwer im Leben hätten.

 

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