Lesen Schriftsteller eigentlich ihre eigenen Bücher?
Oder: Lesen Journalisten ihre Geschichten später noch einmal/zweimal/dreimal/x-mal? Das würde mich wirklich interessieren! Und wenn ja, was denken sie dabei? Ich will mich nicht mit diesen vergleichen, aber mir macht es jedenfalls großen Spaß, meine Geschichten hier im Nachhinein zu lesen. Ich tue es mehrmals. Und ich freue mich: über schöne Formulierungen und tiefgreifende Erkenntnisse!
(Menschen, die in sog. „sozialen Netzwerken“ ihre Gedanken oder ihren Müll veröffentlichen, achten wahrscheinlich eher darauf, wie viele „Anhänger“ sie haben, als darauf, ob etwas wichtig ist.)
Natürlich bin ich nicht immer begeistert; hier und da wird nochmal daran gefeilt, ein Wort korrigiert, eine Formulierung verbessert. Ich habe kein Problem damit, auch mal ganze Passagen im Nachhinein zu ändern. Das ist der Vorteil im Netz – es lebt! Dabei kann es durchaus sein, dass manche Leser, die später einsteigen, eine andere – die bessere – Version zu sehen bekommen, was eigentlich ungerecht ist. Aber die echten Anhänger gucken natürlich mehrmals nach, ob sich etwas getan hat.
Egal. Es geht mir um Verbesserung, Weiterentwicklung, Perfektionierung. Und in 100 Jahren wird man sagen: was für ein einfühlsamer und vielseitiger Weiser und Gelehrter, was für ein (bisher unerkanntes; Stand 2018) Genie!
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