Wörter // Seite 2

Schimpfwörter

Achtung: der folgende Artikel enthält unter anderem auch recht offensive Wörter. Wenn Sie ein empfindsamer Mensch sind, oder einfach keine Lust darauf haben, sollten Sie gegebenenfalls nicht weiter lesen.

Benutzt jeder von uns. Manchmal. Nur in unterschiedlicher Art und Stärke. Manche sagen „Mist“. Andere „Verdammte Scheiße“. Oder eine Steigerung, wenn der Rechner mal wieder nicht macht, was er soll: „Fick Dich!“.

Ein schlimmes, sehr ordinäres Unterschichtenschimpfwort. Ich gestehe hiermit: Ich habe es auch schon ausgesprochen. Laut und deutlich. Mit entsprechender Verärgerung. Aber nicht vor anderen. Das ist natürlich nicht meine Sprache, entspricht nicht meinem Niveau und meinem Anspruch. Trotzdem kommt es aufgrund einer massiven körperlichen Erregung abundzu mal raus.

Schimpfen hat ja die Funktion, mal Dampf abzulassen. Das ist gut so! Daher ruhig abundzu schimpfen, auch schlimme Wörter, aber nicht vor anderen.

08. Februar 2019 // Gedanken, Wörter // Kommentar schreiben!

Jugendwort des Jahres 2018

Die Jugend hat so ihre eigene Sprache und der Langenscheidt dokumentiert dies und lässt es bewerten. Gewonnen hat Nr. 3 „Ehrenmann/Ehrenfrau“.

1. verbuggt (voller Fehler, falsch gestrickt, Beispiel: Du bist so verbuggt, du nervst!)
2. glucose-haltig (süß)
3. Ehrenmann/Ehrenfrau (Gentleman, Lady, jemand, der etwas Besonderes für dich tut)
4. Lauch (Trottel)
5. Auf dein Nacken! (Du zahlst!)
6. AF, as fuck (Betonung, wie besonders etwas ist, Beispiel: Die neue Staffel ist sick as fuck!)
7. sheeeesh (Wirklich? Echt jetzt? Nicht dein Ernst?!)
8. Ich küss dein Auge (Ich hab dich gern oder ein sehr starkes Danke)
9. Snackosaurus (verfressener Mensch)
10. lindnern (lieber etwas gar nicht machen, als etwas schlecht machen)

Bei Gelegenheit möchte ich den Jungen mal damit überraschen, dass ich eines der Wörter einsetze (Du bist ja total verbuggt!). Aber vielleicht findet er es auch einfach nur peinlich.

Gut, dass man sich das nicht alles merken muss – nächstes Jahr sind diese Wörter schon wieder vergessen und es gibt wieder neue.

20. November 2018 // Deutsches, Wörter // Kommentar schreiben!

Wort des Jahres 2016

Bin gerade – und etwas spät, ist aber immer noch aktuell,  über das Wort des Jahres 2016 gestolpert:

„Das Wort des Jahres 2016 ist postfaktisch. Diese Entscheidung traf am Mittwochabend eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Sie richtet damit das Augenmerk auf einen tiefgreifenden politischen Wandel. Das Kunstwort postfaktisch, eine Lehnübertragung des amerikanisch-englischen post truth, verweist darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren. Nicht der Anspruch auf Wahrheit, sondern das Aussprechen der »gefühlten Wahrheit« führt im »postfaktischen Zeitalter« zum Erfolg“
(Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.; https://gfds.de/wort-des-jahres-2016/)

Könnte auch das Wort des Jahres 2017 sein – und 2018 und vielleicht auch noch länger. Dem ist sonst nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht: es ist scheiße, dass es so ist (vorsichtiger formuliert: ein für einen akademischen Menschen unerträglicher Zustand).

Mir gefällt übrigens das Wort „Lehnübertragung“ in dem o.g. Zitat, habe ich noch nie gehört und schön altmodisch!

02. Juli 2018 // Wörter // Kommentar schreiben!

lieb­äu­geln

Ist das nicht schön?!

  • gern haben wollen, mit dem Gedanken spielen, sich mit dem Gedanken tragen
  • den Hof machen, flirten, kokettieren, schäkern; (gehoben) Avancen machen; (umgangssprachlich) [schöne] Augen machen; (umgangssprachlich scherzhaft) balzen, verliebte Nasenlöcher machen; (veraltend) tändeln; (landschaftlich, sonst umgangssprachlich veraltend) poussieren

Laut Duden

„verliebte Nasenlöcher machen“ habe ich noch nie gehört; klingt auch nicht sooo romantisch …

16. Mai 2018 // Wörter // Kommentar schreiben!