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Schafft die Reklame ab! (Ein Buchprojekt)

Schon länger möchte ich mal ein Buch schreiben; so wie alle. Darüber, dass Werbung verboten werden sollte. Weil Sie unser Leben nachteilig beeinflusst, weil sie uns manipuliert, weil sie nur Großunternehmen nutzt, die unsere Daten abgreifen und verkaufen und den Großunternehmen, die diese Daten für personalisierte Werbung benutzen, weil sie lügt, weil sie uns wirtschaftlich schadet, weil wir sie nicht brauchen.

Ich habe das Bedürfnis, die Welt ein wenig schöner und lebenswerter für uns alle zu machen. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, ob das ein Sachbuch wird (mit dem Ziel eventuell tatsächlich etwas in dieser Hinsicht zu bewirken, weil es fundiert ist, aber mit dem großen Nachteil, das man alle Behauptungen auch belegen muss) oder einen Roman (eher mit dem Ziel der Unterhaltung und dem Vorteil, das ich schreiben kann, was ich will, hemmungslos den Gedanken hingeben). Gibt es eigentlich auch etwas dazwischen? Ich hasse Entscheidungen für etwas und gegen das andere. Entweder, oder? Ich bin eigentlich mehr für das sowohl als auch. Ein Sachroman wäre doch gut!? Ich erfinde nebenbei ein neues Genre! Vielleicht wird es auch ein Glossenbuch. Oder ich muss zwei Bücher schreiben. Aber ich wäre wohl tot, bevor die fertig werden – etwas unbefriedigend. Eigenverlag oder etablierter Verlag? Welcher? Oh, das wird kompliziert. Aber eine Auswahl an Titeln habe ich mir bereits überlegt:

Werbung – Das Grundübel unserer Zeit
Reklame verbieten!
Werbung: Sollte abgeschafft werden
Ich und die Werbung.
Wie Werbung unser schönes Leben zerstört.
Schafft die Werbung ab!
Ohne Werbung wären wir alle glücklicher
Gegen Werbung – Für mündige Bürger

Bitte Idee und Titel nicht klauen. Ihr schafft das sowieso nicht so gut wie ich.

17. Juli 2020 // Allgemein, Politik // Kein Kommentar

Querdenkerbommel

Ein schönes Wort, das ich bisher nie gehört oder gelesen hatte. Es ist mir in einer Film-Dokumentation des Spiegel über Verschwörungstheoretiker aufgefallen. Ein Thema, das ich sehr interessant finde. Ausgesprochen hat es die Teilnehmerin einer Demonstration gegen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Virus‚.

Das Schmuckstück sei ein Zeichen für die Unabhängigkeit und die Nutzung des eigenen Gehirns. Das ist ja grundsätzlich gut (so einer bin ich auch), in diesem Fall aber leider nicht zutreffend, da das Gehirn nicht eingesetzt wurde, sondern ein diffuses Gefühl. Immerhin hat sie bestätigt, dass der Bommel sie nicht vor der Invasion einer schrägen Weltmacht oder vor den Strahlen schlimmer Mobilfunktechnik schützen sollte, sondern einfach nur eine Stellungnahme sei.

Eine verkrumpelte Kugel aus Aluminiumfolie wird zum Erkennungszeichen von Menschen, die Erkenntnisse hassen und das als eigenständiges Denken bezeichnen, obwohl es nur diffuse Ahnungen sind. Aluminiumfolie spielt übrigens in der Szene eine wichtige Rolle; bisher war auch der Aluhut sehr beliebt. Beides aktuell leider sehr verbreitet.

Natürlich kann und sollte man über Verschwörungstheoretiker lachen und sie nicht ernst nehmen. Weil sie einen ziemlichen Quatsch erzählen. Das ist besser, als wenn man sie ernst nähme. Dann müsste man sie verfolgen und einsperren, da sie genau genommen schlimme Lügen verbreiten und die Bevölkerung aufhetzen.

13. Mai 2020 // Allgemein // Kein Kommentar

ASCII-Kunst

Ist natürlich keine Kunst. Aber man kann mit einer bestimmten Anordnung von Zeichen auf dem Rechner auf eine gewissermaßen kunstvolle Art und Weise kleine Grafiken, Piktogramme oder sogar Bildchen erstellen. Sie beruht auf dem  – etwas begrenztem US-„Amerikanischen Standard-Code für den Informationsaustausch“. Eine 7-Bit-Zeichenkodierung. Aber egal. Es reicht für Spielereien.

Einfache Beispiele sind kleine emotionale Ikonen (Emoticons)

:-)
;-)
:~}
(ツ)

Gesichter sind besonders beliebt

(\__/)
( ° ° )
( ͡°͜ʖ͡°)
(❀‿❀)
( ͡° ͜ʖ ͡°)
(¬_¬)
{._.}
[‚}

Dann auch kleine Grafiken

<°}(///><

【๏̯͡๏】
(•̪●)
¯\(ツ)/¯

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Es gibt auch niedliches

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            (@ @)
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|	   LUSTWORT          |
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           |__|__| 
            || ||
           ooO Ooo

 

Und komplexes

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Aber auch ganze Bilder sind möglich. Wer erkennt das Kunstwerk?

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Richtig. Es ist die

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 | '_ ` _ \ / _ \| '_ \ / _` | | | / __|/ _` |
 | | | | | | (_) | | | | (_| | | | \__ \ (_| |
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Nicht ganz so schön und ausgefeilt und wertvoll, wie das Original, aber erkennbar.

 

Man muss das nicht mehr alles selber erstellen und stundenlang optimieren. Es gibt mittlerweile Programme, die einem jede beliebige Schrift oder sogar Bilder in ASCII-Kunst verwandeln können. Das ist natürlich etwas zu einfach, aber macht auch Spaß. Für Wörter gibt es den genialen Text to ASCII Art Generator unter http://patorjk.com/software/taag/ der auch noch verschiedene Schriftarten und -eigenschaften generieren kann, es gibt wohl unglaubliche über 300 Variationsmöglichkeiten, eine davon ist Lary 3D:

 __                       __                               __      
/\ \                     /\ \__                           /\ \__   
\ \ \      __  __    ____\ \ ,_\  __  __  __    ___   _ __\ \ ,_\  
 \ \ \  __/\ \/\ \  /',__\\ \ \/ /\ \/\ \/\ \  / __`\/\`'__\ \ \/  
  \ \ \ \ \ \ \_\ \/\__, `\\ \ \_\ \ \_/ \_/ \/\ \ \ \ \ \/ \ \ \_ 
   \ \____/\ \____/\/\____/ \ \__\\ \___ ___/'\ \____/\ \_\  \ \__\
    \/___/  \/___/  \/___/   \/__/ \/__//__/   \/___/  \/_/   \/__/

 

Die Erstellung funktioniert auch für Bilder, sogar in Farbe, wird aber etwas komplex. Dafür nutzt man den Ascii Art Generator https://www.ascii-art-generator.org/de.html. Hier das Beispiel Autor bei der Arbeit (könnte auch Alien bei der Arbeit heißen). Das sind aber schon fast 100.000 Zeichen Quellcode und widerspricht dem Grundsatz der Simplizität. Das ganze ist natürlich auch nicht anpassbar und sieht auf kleinen Bildschirmen oder Mobilgeräten schlimm aus.

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02. Mai 2020 // Allgemein // Kein Kommentar

Das Virus

Bild: Pixabay

Es heißt wohl offiziell DAS Virus, obwohl man auch sagen darf: DER Virus, was aber nicht angebracht ist, da die männliche Form eine gewisse Stigmatisierung impliziert. Egal, jeder der das in diesem und vielleicht auch in nächstem Jahr liest, weiß, wovon ich spreche, ohne den Namen zu nennen. Alles andere ist bereits gesagt.

14. April 2020 // Allgemein // Kein Kommentar

Hundeblick

Mal etwas freundliches, schönes, emotionales. Ich mag diese Verniedlichungen eigentlich nicht, aber diese hat es mir angetan (passt in keine Kategorie…). Der Junge hat die Wirkung erkannt und diesen Blick auch schon mehrfach strategisch, geschickt und durchaus erfolgreich eingesetzt ;)

ARCHIV – 22.11.2018, Niedersachsen, Hannover: Jamie, 15 Wochen alt, ein Hund der Rasse Cavalier King Charles Spaniel schaut interessiert in die Kamera des Fotografen. enschen haben sich den oft unwiderstehlichen Hundeblick eigens herangezüchtet. Anders als Wölfe besitzen Hunde einen Muskel, der es ihnen ermöglicht, die inneren Augenbrauen anzuheben, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA im Fachmagazin «PNAS». Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

12. Dezember 2019 // Allgemein // Kein Kommentar

Jahrhundertregen

Ich bin ja, wie die meisten, ein aktiver Verkehrsteilnehmer. Im Wesentlichen betrifft das die Bereiche Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger. Es gibt aktuell noch andere Fortbewegungsmethoden, die ignoriere ich jetzt mal. Also, ich fahre gerne mit dem Fahrrad. Es ist emotionaler, sensibler, als mit dem Auto. Und natürlich nicht ganz so haptisch, wie zu Fuß gehen, aber schneller. Egal. Mit dem Fahrad, komme ich mittlerweile genausoschnell in mein Büro, wie mit dem Auto. Und das ist vor allem zuverlässiger! Keine Staus, Umleitungen, Sperrungen, Verkehrsidioten. Voraussetzung ist: entsprechendes Wetter. Es darf nicht regnen, nicht zu kalt sein. In dem Sinne sehe ich mir immer die Wettervorhersage an, an, bevor ich mich für das Fahrrad entscheide. Es ist manchmal ein Wagnis. 50% Regenwahrscheinlichkeit heißt: es kann regenen, aber auch nicht.

Eines Tages bin ich – etwas waghalsig – mit dem Fahrrad ins Büro gefahren, weil die Vorhersage für den Vormittag ansprechend aussah. Für den Nachmittag wohl leider nicht. Auf der Rückfahrt bin ich in einen extremen Regenschauer gekommen, der sich im Nachhinein als der extremste Niederschlag seit XXX Jahren herausgestellt hat. Die Rede war von „Jahrhundertregen“. Als es losging, war ich gerade Unter den Linden und dachte,  es wäre eine gute Idee, unter dem Brandenburger Tor Schutz zu suchen und den Regenguß abzuwarten. Wie ca. 100 andere Menschen, Touristen, die auf die gleiche Idee kamen oder keine andere Wahl hatten. Es war kaum noch Platz unter dem Tor. Der Regen ließ nicht nach, sondern wurde eher schlimmer. Dann kam auch noch ein starker Wind auf, der den Regen quasi horizontal durch das Tor fegte, so daß das Dach keinen Schutz mehr bot.

Die ersten Touristen entschieden sich dafür, loszulaufen und ein Taxi aufzurufen. Ich entschied mich aufgrund der aussichtslosen Lage dann dazu, einfach weiterzufahren. Egal. Wenn man sich erstmal damit abgefunden hat, dass alles nass wird, ist es egal! Man fährt durch 10cm hohe Pfützen, das Wasser spritzt an die Schuhe, die jetzt auch total durchnässt sind. Egal. Alles andere ist sowieso schon naß. Dann macht es auch auf einmal Spaß: im schlimmsten Jahrhundertregen durch die Stadt zu fahren und sich einen Scheiß darum zu kümmern, dass alles naß wird. Zu Hause angekommen, einfach alles ausziehen, die Haare föhnen, die Wäsche in die Waschmaschine stopfen, ein Kurzen zu sich nehmen und entspannen. Alles wieder gut.

Jahrhundertregen in Berlin. Ich war dabei. An historischem Ort.

15. November 2019 // Allgemein, Erfahrungen // Kein Kommentar